Achtjähriger Hengst konnte Prüfung bereits 2023 und 2025 gewinnen.

Mit seinen acht Jahren ist Best Lightning (Foto) in den europäischen Spitzenprüfungen, den sogenannten Gruppe-Rennen, eher eine Ausnahme. Doch der Hengst aus dem Besitz des Stalles Ad Episas hat von seiner Klasse über die Jahre nichts eingebüßt und geht am Sonntag auf der Galopprennbahn in Dortmund-Wambel als Favorit in die 37. Auflage des Großen Preis der Wirtschaft. Das Rennen der höchsten Kategorie über 1.800 Meter ist mit einem Gesamtpreisgeld von 55.000 Euro dotiert, davon 32.000 Euro für das Siegerteam.
Gewinnen kann Best Lightning, der Schützling des Kölner Trainers Andreas Suborics. 2023 und 2025 hat er sich den Großen Preis der Wirtschaft bereits geschnappt und zuletzt war er in Mailand in einem vergleichbaren Rennen erfolgreich. Überhaupt ist der von Besitzer Hermann Pfister selbst gezüchtete Hengst ein Paradebeispiel für die Härte und Konstanz deutscher Vollblüter. Seit nunmehr sechs Jahren mischt Best Lightning in sportlichen Top-Rennen mit, hat bei 45 Starts neunmal gewonnen und war zwölfmal platziert.
Best Lightning bekommt es am Sonntag im fünften Rennen mit sechs Gegnern zu tun. Die Konkurrenz kommt vor allem aus Mülheim: Der in dieser Saison in Überform agierende Trainer Marcel Weiß schickt mit dem siebenjährigen Petit Marin und dem fünfjährigen Stingray zwei ebenfalls sehr erfahrene Pferde ins Rennen.
Der Traditionsrenntag in Wambel, bei der die Partnerschaft mit der Wirtschaft aus der Region Dortmund im Mittelpunkt steht, ist ein Premium-Renntag, bei dem jedes der acht Rennen eine Mindestdotierung von 15.000 Euro hat. Das gilt auch für den „Preis der Zementwerke“ über 1.800 Meter für dreijährige Pferde. Der Start erfolgt zur etwas ungewöhnlichen Zeit um 13.49 Uhr, deutlich später als ursprünglich geplant. Grund ist die Zusammenarbeit mit der französischen Wettgesellschaft PMU. Der Renntag endet um 17.55 Uhr mit dem Preis der Dortmunder Sparkasse über 2.400 Meter.
„Anschließend feiern wir eine kleine After Race-Party“, sagt Rennvereins-Geschäftsführer Oliver Sauer. „Wir bieten wieder ein großes Kinderprogramm, haben ein schönes Picknick-Areal eingerichtet und für die Erwachsenen gibt es unter anderem die Aperol-Bar bei sonnigen Temperaturen.“
Das zweite sportliche Highlight des Tages ist der neu eingerichtete „Hoffnungspreis-Derby Trial“, ein mit 30.000 Euro verbundenes Dreijährigen-Rennen über 2.050 Meter. Vier der sieben Teilnehmer besitzen noch eine Nennung für das Deutsche Derby Anfang Juli in Hamburg. Sie wollen sich für das wichtigste Rennen des Jahres qualifizieren, das ebenfalls dreijährigen Pferden vorbehalten ist. Gute Chancen dazu werden dem von Waldemar Hickst in Köln vorbereiteten Alter Meister und Dardanos aus dem Stall von Andreas Wöhler (Gütersloh) eingeräumt.
Für die Wetter bietet der Rennverein die neugeschaffene Quintett-Wette an, bei der es gilt, die ersten fünf Pferde in der richtigen Reihenfolge zu finden. Sie wird im siebten Rennen des Tages, dem „BVBBusiness Netzwerk“ über 1.600 Meter, mit einer Mindestausschüttung von 30.000 Euro ausgespielt. Das Rennen ist auch Teil der V4-Wette, die mit dem Großen Preis der Wirtschaft beginnt. 10.000 Euro werden garantiert unter den Gewinnern verteilt, wenn es gelingt, die Sieger der Rennen fünf bis acht richtig vorherzusagen.
Foto-Quelle: Marc Rühl/Dortmunder Rennverein
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