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Galopp Hamburg: Seguro lässt Trainer Suborics erneut jubeln

Dreijähriger gewinnt Großen Preis von Lotto Hamburg um 55.000 Euro.


Schon drei Tage vor dem 157. Deutschen Derby (Sonntag, 5. Juli) erlebte das Publikum auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn eine Glanzleistung eines dreijährigen Pferdes: Der von Andreas Suborics in Köln für den Stall Simply Red des Rastatter Steuerberaters Thomas Schäffer (auch Züchter) trainierte Mitfavorit Seguro (Foto/35:10) brachte vor 5.250 Zuschauern das Kunststück fertig, als einziger Vertreter des Derby-Jahrgangs in dem mit 55.000 Euro dotierten Großen Preis von Lotto Hamburg die älteren Top-Galopper zu bezwingen.

Unter dem Franzosen Benjamin Marie, der eine tolle erste Saison in Deutschland hinlegt und später auch noch mit Ginger Ale (52:10) in einem 1.200 Meter-Rennen siegte, brachte Seguro, dessen Betreuer bereits seinen fünften Erfolg auf höchster Ebene im Jahr 2026 feierte, in einem dramatischen Finish einen minimalen Vorteil und die 32.000 Euro Siegprämie nach Hause. Beim siebten Start war es der dritte Treffer für den Romasised-Sohn, der zuletzt schon im Japan Racing Association Derby-Trial in Iffezheim bei Baden-Baden aufgetrumpft hatte.

Es war ein hartes Stück Arbeit und ein Thriller der Extraklasse, denn nur ein kurzer Kopf trennte den stets prominent postierten Seguro von der kurz in Sicherheit geglaubten Außenseiterin Soft Winds, die sich glänzend verkaufte, und dem einen weiteren kurzen Kopf zurück folgenden Delgardo, der ebenfalls eine exzellente Partie lieferte. Der Favorit Lazio musste als Vierter zuviel Boden gutmachen, während der lange gefährlich wirkende Atoso erst zuletzt nicht mehr weiterkam und Platz fünf belegte.

Benjamin Marie (Jockey von Seguro): „Ich war mir ziemlich sicher, dass wir gewonnen hatten, wollte aber zur Sicherheit auf das Zielfoto warten. Seguro war noch etwas unreif, hat aber toll gekämpft.“

Andreas Suborics (Trainer von Seguro): „Wenn mir jemand vor dem Rennen gesagt hätte, dass wir Dritter gegen gestandene Gruppe-Pferde werden, wäre ich sehr zufrieden gewesen. Im Finish war Seguro noch etwas grün und fiel schon auf den dritten Platz zurück. Benjamin hat ihn noch einmal zusammengestellt und mit Schwung nach vorne gebracht. Wir steuern nun den Dallmayr-Preis und eventuell den Preis von Europa an.“

Gregor Baum (Besitzer von Soft Winds): „Die Stute hat super gekämpft. Wir sind total zufrieden, denn wir hatten sie für das Rennen nur nachgenannt, da sie so gut drauf war und wir keine Alternative hatten.“

Einige Erfolge für Außenseiter

Mit insgesamt 16 Rennen war der Donnerstag der mit Abstand längste Renntag des Derby-Meetings 2026. Dabei kamen die Freunde von Außenseitern mehrfach auf ihre Kosten: Bella Sheila, die Esentur Turganaaly Uulu für den Hoppegartener Trainer Roland Dzubasz steuerte, triumphierte zur Quote von 162:10 in einem 2.850 Meter-Handicap. Sogar 239:10 gab es auf den Start-Ziel-Treffer der von Oliver Schnakenberg aufgebotenen Lady Matilda mit Benjamin Marie in einem 1.200 Meter-Rennen. Die Viererwette mit Nero Imperator, Many A Year und Lady Lovebug auf den nächsten Plätzen bezahlte 400.000:10.

Veteran mit Nachwuchsreiterin top

Das ehemalige Gruppe-Pferd Mansour (31:10) fügte in einem Lauf zum Nachwuchsförderpreis der Mehl-Mülhens-Stiftung über 2.200 Meter dem Top-Favoriten Any Moon eine Niederlage zu. Start-Ziel bewies Lize Ghys-Dieteren auf dem Neunjährigen aus dem Stall von Pavel Vovcenko viel Übersicht. Sie sicherte sich außerdem noch einen Lauf zur Fegentri-WM der Amateurrennreiterinnen auf Christian Sprengels Znoop Digger (48:10).

Trotz einer überlangen Pause ließ sich der ebenfalls auf höchster Ebene erprobte Serienadler (17:10-Favorit) ein maßgeschneidertes 1.600-Meter-Rennen nicht nehmen. Mit Sibylle Vogt war der von Marcel Weiß (Mülheim) aufgebotene Wallach bald souverän. Der Wettumsatz in den 16 Rennen (zwölf Galopp- und vier Trabrennen) belief sich auf 412.358 Euro.

Dritter Renntag am Samstag

Der dritte Renntag des Derby-Meetings findet am Samstag (4. Juli) mit dem Großen Hansa-Preis (70.000 Euro, 2.400 Meter) als Highlight statt. Um 10.42 Uhr startet das erste der insgesamt zehn Rennen.

Foto-Quelle: Marc Rühl/Baden Galopp

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