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Traben Berlin: Michael Nimczyk steuert Mille Fleurs zum überlegenen Sieg

Im Buddenbrock-Stutenlauf – Blizzard Diamant im Hauptrennen souverän.


Wohl nur selten in der 125-jährigen Geschichte des 1901 erstmals ausgetragenen Buddenbrock-Rennens hat es auf der Trabrennbahn in Berlin-Mariendorf einen derart klaren Favoriten gegeben wie an diesem Sonntag mit Blizzard Diamant. Glattgehend ungeschlagen, neun Volltreffer hintereinander, der erzielte Europarekord und der sechsmalige Derby-Sieger Robin Bakker – ein Fahrer mit Nerven wie Drahtseilen – in seinem Sulky: Das alles sprach bei dieser wichtigen Derby-Vorprüfung für den von Paul Hagoort trainierten Vierbeiner-Star der Besitzergemeinschaft Schwarz/Pietsch und führte logischer Weise zugleich zu seiner Toto-Quote von 10:10. Es gab im Vorfeld wirklich rein gar nichts, was gegen den Sohn des sich immer mehr zu einem Top-Vererber entwickelnden Hengstes Indigious sprach. Und genauso kam es dann auch: Blizzard Diamant gewann das mit 25.000 Euro dotierte Rennen ganz leicht mit eineinhalb Längen Vorsprung.

Obwohl Robin Bakker mit seinem Schützling während des gesamten Rennens in dem sechsköpfigen Feld nur an dritter Stelle gelegen hatte und das Tempo zwischenzeitlich sogar in den 18-er Bereich abgeflaut war, wartete der Niederländer in eiskalter Manier fast schon provozierend lange ab und spielte die Trümpfe seines Pferdes erst mit Erreichen der Zielgeraden aus. Was dann folgte, glich einem Tornado und so großartig sich die ebenfalls im Einlauf ungeheuer schnell werdende Alma Mia (Michael Nimczyk) sowie der stets im Vordertreffen mitmischende Aurelio (Dion Tesselaar) auch verkauften – auf den Plätzen zwei und drei hatten sie gegen Blizzard Diamant nie auch nur den Hauch einer Chance.

Für die neun Teilnehmerinnen des Buddenbrock-Stutendivision ging es um 12.500 Euro Preisgeld und das „Prädikat wertvoll“ darf man ebenfalls in Bezug auf die Leistung der von „Goldhelm“ Michael Nimczyk aus Willich präsentierten Siegerin Mille Fleurs (Foto) aussprechen. Die für die Farben von Peter Erwig laufende Braune lag ebenso wie Blizzard Diamant zunächst an dritter Stelle, leitete ihren Angriff aber bereits wesentlich frühzeitiger ein. Als sie aus dem trotto.de-Bogen heraus die Spitze übernahm, war im Grunde genommen alles schon entschieden. Auf der Gegenseite legte Mille Fleurs eine stramme Pace vor und im Anschluss wurden ihre Schritte immer länger. Die Vierjährige siegte drückend überlegen und hatte sechs Längen Vorsprung auf die tapfer durchziehende Bumblebee Diamant (Dion Tesselaar) sowie die 401:10-Außenseiterin Money Shark (Mario van Dooyeweerd).

Stolze 15.000 Euro Dotation sowie die Startberechtigung der drei Erstplatzierten für das große Finale am 15. August hatten insgesamt neun Sulky-Gespanne zu der Elimination zum Super Trot Cup angelockt und es gewann ebenfalls eine Stute, die mit ihren vier Jahren zugleich das jüngste Pferd im Feld war. Nämlich die von Holger Ehlert trainierte und von Thorsten Tietz vorgestellte Goldie Home. Im Einlauf zog sie mit eineinhalb Längen Vorsprung ganz locker an ihrem Hauptkontrahenten Carpendale (Christoph Schwarz) vorbei. Das dritte Ticket für das 70.000-Euro-Finale zum Super Trot Cup ging an den bei 273-fachen Odds notierten Honey Bear (Kalle Krohmer), der im Schlussbogen weit außen viel Boden gutgemacht hatte und die Dreierwette auf 13.333:10 katapultierte.

Im Rahmenprogramm gewann der deutsche Berufsfahrer-Champion Michael Nimczyk noch zwei weitere Rennen und war damit einmal mehr der erfolgreichste Aktive.

Foto-Quelle: traberpixx.de

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