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SC Preußen Münster: Stadion bekommt bald neuen Hybridrasen

Arbeiten sollen während Länderspielphase im September stattfinden.


Neben dem Trainingsplatz des Drittligisten SC Preußen Münster soll auch das Stadion an der Hammer Straße einen Hybridrasen bekommen. Anders als beim erst im Sommer 2025 vollständig renovierten Trainingsplatz erfolgt im Stadion während der Länderspielpause im September zunächst ein komplett neuer Platzaufbau inklusive der Rasentragschicht. In diesem Zuge werden auch die defekte Muldensteinrinne für die Entwässerung und die gesamte, längst abgekündigte Beregnungsanlage erneuert.

„Wir werden langfristig trotz der signifikanten Investitionen von der Umstellung auf eine Hybridlösung auch kostenseitig profitieren, weil die Rasenflächen künftig nicht mehr getauscht werden können und müssen“, begründet Markus Sass, Geschäftsführer Stadion, Finanzen und Organisation beim SC Preußen, die auf Nachhaltigkeit ausgelegten Maßnahmen. „Stattdessen wird der Rasen künftig im Frühsommer abgefräst und neu eingesät. Qualitativ ist das Niveau eines Hybridplatzes in den aktuellen Bedingungen durch Naturrasen nicht einmal annähernd sicherzustellen.“

Ole Kittner, Geschäftsführer Sport, Strategie und Kommunikation bei den Münsteranern, ergänzt: „Wir investieren sehr zielgerichtet in unsere sportliche Infrastruktur, um den Klub auch hier zukunftsfähig aufzubauen. Von annähernd gleichbleibend guten und ebenen Plätzen – auch bei schwierigeren äußeren Bedingungen – versprechen wir uns, die Trainingsqualität nachhaltig steigern zu können. Die Maßnahme ist ein zentraler Baustein in der Weiterentwicklung, da es für die tägliche Arbeit im Sport – neben dem Ball und den Toren – nichts Wichtigeres als einen guten Trainingsplatz gibt. Aus einem kritischen Faktor in der Vergangenheit schaffen wir jetzt einen kleinen Wettbewerbs- und Standortvorteil gegenüber anderen Klubs.“

Im so genannten Stitching-Verfahren werden Millionen von feinen Kunstrasenfasern vertikal in den bestehenden Naturrasen eingenäht. Dadurch entsteht ein extrem robuster und langlebiger Hybridrasen. Spezialmaschinen nähen die Kunststofffasern computer- und lasergesteuert ca. 18 Zentimeter tief in den Boden und setzen dabei rund 2.500 Stiche pro Quadratmeter. An der Oberfläche stehen die Fasern etwa zwei Zentimeter über, um das natürliche Wachstum zu schützen.

Die Stiche werden dabei in engen, regelmäßigen Abständen gesetzt, so dass rund 20 Millionen Fasern und 47.000 Kilometer Garn auf einem Standard-Fußballfeld zusammenkommen. Die eingenähten Fasern stabilisieren die Rasentragschicht. Die Wurzeln des Naturgrases umschlingen die Kunstfasern, was die Scherfestigkeit deutlich erhöht. Der Platz wird ebener, belastbarer und regeneriert nach Spielen deutlich schneller.

Foto-Quelle: SC Preußen Münster

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