Atmosphärisches Herzstück des Stadions mit fast 9.000 Stehplätzen.

Im Juli 2005 rückten beim Drittligisten SC Preußen Münster die Bagger an, trugen die Stufen der Osttribüne des LVM-Preußenstadions an der Hammer Straße ab, um Platz für etwas Neues zu schaffen. Ein Jahr später steht die neue Osttribüne unmittelbar vor ihrer Fertigstellung. Mit fast 9.000 Stehplätzen bildet sie künftig das atmosphärische Herzstück des Stadions. Wenn zur Saisoneröffnung am 1. August die ersten Fans die neuen Stufen betreten, wird ihnen dort erneut der Name der SCP-Vereinslegende begegnen, denn die Osttribüne trägt künftig ganz offiziell den Namen „Fiffi-Gerritzen-Kurve“ (Foto).
Bereits 2013 wurde die Bezeichnung „Fiffi-Gerritzen-Kurve“ in Absprache mit der Familie Gerritzen seitens der Fanszene für das neu geschaffene Stimmungszentrum im damaligen Block N etabliert. Der Name entwickelte sich über Jahre hinweg zu einer festen Institution und steht seitdem symbolisch für das Zusammenwachsen der gesamten Kurve. Nun wird dieser Name dauerhaft und sichtbar im neuen LVM-Preußenstadion verankert. Das gilt zum einen auf den Stehplätzen selbst, auf denen der von Fans gestaltete Schriftzug bereits die Blöcke O1, O2und O3 ziert. Zum anderen gilt es für die zukünftig installierte Dachblende, die wie die gesamte Tribüne werbefrei bleiben wird. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal der „Fiffi-Gerritzen-Kurve“ und ein Ausdruck lebendiger Fankultur.
Die erheblichen Einnahmeverluste, die mit dem Verzicht auf eine kommerzielle Vermarktung der „Fiffi-Gerritzen-Kurve“ einhergehen, werden durch einen im Ticketpreis inbegriffenen Solidaritätsbeitrag zumindest teilweise aufgefangen. Der „Kurventaler“, so die offizielle Bezeichnung, ist das Ergebnis eines intensiven Austauschs mit Fanvertretern.
Foto-Quelle: SC Preußen Münster
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