Startseite / Pferderennsport / Traben / Traben Berlin-Mariendorf: „Goldhelm“ Nimczyk schnappt sich „Gold“

Traben Berlin-Mariendorf: „Goldhelm“ Nimczyk schnappt sich „Gold“

Deutscher Berufsfahrer-Champion gewinnt 20.000-Euro-Rennen mit Naikey.


Es war ein wunderschöner Sommerabend: Bei der letzten Rennveranstaltung auf der Trabrennbahn in Berlin-Mariendorf vor dem Auftakt des Derby-Meetings herrschte nicht etwa sportlicher Stillstand oder nur die Ruhe vor dem Sturm. Ganz im Gegenteil! Mit dem vierten Lauf der „Gold-Serie“ stand ein mit satten 20.000 Euro Preisgeld dotierter Wettkampf auf dem Programm.

Sieben Pferde, von denen lediglich L.A.Boko (Joachim Hay) eine Zulage in Kauf nehmen musste, traten auf der 2.000-Meter-Distanz gegeneinander an. Und falls die unterlegenen Teilnehmer nach dem Rennen eine Lehre ziehen durften, dann wohl diese: Einem in Führung liegenden Abonnements-Champion Michael Nimczyk und seinem Pferd unterwegs eine 23er-Zwischenzeit zuzubilligen und ihn einfach gewähren zu lassen, ohne selber irgendwelche Anstrengungen zu unternehmen, muss in einer Niederlage enden, die einer schallenden Ohrfeige gleicht.

Denn genau das geschah: Nimczyk hatte mit Karin Walter-Mommerts Naikey (Foto) sofort die Spitze vor Sokrates (Dennis Spangenberg) übernommen und obwohl die ersten beiden Durchgangszeiten mit 15,1 und 16,7 nicht sonderlich schnell waren, kam nicht die geringste Bewegung ins Feld. Der „Goldhelm“ aus Willich konnte es sich zu Beginn der Gegenseite sogar leisten, das Tempo auf eine „Schildkrötengeschwindigkeit“ von 23,0 zu drosseln, ohne dass seine Verfolger reagierten. Als Naikey die Pace vor der letzten Kurve dann auf 09,3 erhöhte und auf der Zielgeraden sogar 08,3 auf die Piste trommelte, wurden die Konkurrenten zwar wach – aber es war für sie viel zu spät. Naikey gewann den Gold-Lauf mit viereinhalb Längen Vorsprung vor Sokrates, der an der Innenkante jeden zusätzlichen Meter gespart hatte. Weitere drei Längen dahinter erhielt My Way Fortuna (Josef Franzl), der unterwegs lange in der Außenspur hinter dem nicht durchdringenden Nicolas Matisse (Marciano Hauber) gelegen hatte, das dritte Geld.

Richtig lange Gesichter gab es bei den Favoritenwettern nach dem sechsten Lauf der Newcomer-Serie um 6.000 Euro Preisgeld. Denn mit einem Erfolg der 384:10-Riesenaußenseiterin Thanks hatten sie nicht gerechnet. Doch Victor Gentz machte bei seiner ersten Fahrt mit Paul Kuhsträters Cantab Hall-Tochter einfach alles richtig. Nachdem er die für das Stuten-Derby avisierte Vierbeiner-Lady entschlossen an die Spitze gesteuert hatte, ließ Gentz zu Beginn der Tribünengeraden den außen drücken Fundador Font (Michael Nimczyk) gewähren und hatte in dem Mitfavoriten ein ideales Führpferd gefunden. Als dann Ende der Gegenseite auch noch der am meisten gewettete Rainbow Bo (Thorsten Tietz) wegsprang, bahnte sich die Sensation an. Thanks klebte wie ein Schatten an Fundador Font und leitete auf der Zielgeraden ihren Angriff ein. Die Vierjährige zog problemlos mit einer Länge Vorsprung an ihrem Kontrahenten vorbei.

Im direkten Anschluss ging Victor Gentz auch mit Miss Misery auf die Ehrenrunde. Mit der Dreijährigen des Stalls Birkenhof ließ er sich erst gar nicht auf irgendwelche Spielchen ein und gewann Start-Ziel mit einer Halslänge vor dem ebenfalls bravourös durchziehenden Ivan Drago Font (Marciano Hauber). Gentz war damit der einzige Doppelsieger des Renntages.

Foto-Quelle: traberpixx.de

Das könnte Sie interessieren:

Traben Frankreich: Zwei Volltreffer für Trainer Wolfgang Nimczyk

Benjamin Rochard steuert Waldgeist und Exploit Kronos zu Siegen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert