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Galopp München: Timeforshowcasing vor ihrem nächsten Coup?

Schützling von Trainer Charlie Johnston gewann schon in Düsseldorf.


Exakt drei Wochen nach dem Galopper-Derby messen sich in Deutschland zum ersten Mal die dreijährigen Vollblüter mit den älteren Pferden auf höchstem Niveau. Der Große Dallmayr-Preis auf der Galopprennbahn in München-Riem führt am Sonntag über 2.000 Meter und ist mit einem Preisgeld von 155.000 Euro dotiert. Allein 100.000 Euro gehen an das siegreiche Team.

Die Chancen, dass – wie schon in den letzten drei Jahren – der Gewinner erneut aus dem Ausland kommt, sind schon statistisch gesehen hoch: Sechs der zehn Teilnehmer werden in England oder Irland trainiert. Bestens in Deutschland bekannt ist die dreijährige Stute Timeforshowcasing (Foto), die Charlie Johnston für Jaber Abdullah vorbereitet. Sie gewann Ende Mai den deutschen Stutenklassiker „German 1000 Guineas“ über 1.600 Meter in Düsseldorf in eindrucksvoller Manier. Anschließend traf sie es beim Royal Ascot-Meeting auf höchster Ebene zu schwer an, doch Timeforshowcasing profitiert am Sonntag von deutlichen Gewichtsvorteilen gegenüber den älteren Pferden. Allerdings muss sie erstmals die 2.000-Meter-Strecke bewältigen.

Für den zweiten Vertreter des klassischen Jahrgangs, den von Andreas Suborics in Köln betreuten Seguro, scheint dies die ideale Distanz zu sein. Er gewann zuletzt Rennen über diese Strecke, muss sich nun aber gegen internationale Konkurrenz beweisen. Dazu zählt auch die vierjährige Wemightakedlongway. Die Stute wird vom Iren Joseph O’Brien trainiert, dem Sohn von Aidan O’Brien, der zu den erfolgreichsten Trainern in der Geschichte zählt. Doch O’Brien Junior hat sich längst einen eigenen Namen gemacht. So gewann er auch schon in Deutschland mit Al Riffa vor zwei Jahren den Großen Preis von Berlin.

Zu den deutschen Hoffnungen zählen zwei Stuten. Der mehrfache Champion-Trainer Peter Schiergen (Köln) schickt neben dem fünfjährigen Hengst Wilko mit der vierjährigen Santagada ein Pferd an den Ablauf, das konstant gute Leistungen zeigt, zuletzt als Zweite im Großen Hansa-Preis in Hamburg-Horn. Sie läuft in den Farben des Gestüts Park Wiedingen von Helmut von Finck (München), dessen Derbysieger Sammarco vor vier Jahren für den vorläufig letzten deutschen Sieg im Großen Dallmayr-Preis gesorgt hatte. Eine interessante Teilnehmerin ist auch die vierjährige Bella Sinfonia von Trainer Andreas Wöhler (Gütersloh).

Der Große Dallmayr-Preis, der auf das Bayerische Zuchtrennen aus dem Jahr 1866 zurückgeht, hat am Sonntag ein großes internationales Publikum. Die französische Wettgesellschaft PMU hat den Grand Prix ebenso in ihrem Programm wie der World Pool in Hongkong. Weltweit bekannte Jockeys wie James Doyle, der den sechsjährigen Silawi reitet, und Oisin Murphy mit dem vierjährigen Wimbledon Hawkeye werden deshalb zusätzlich eine gehörige Portion Aufmerksamkeit erhalten. Ab 11.14 Uhr finden insgesamt neun Prüfungen statt. Der Start des Hauptrennens ist für 14.10 Uhr angesetzt.

Foto-Quelle: Marc Rühl/Deutscher Galopp

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