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Galopp Düsseldorf: Derby-Diana-Doppel für Trainer Andreas Wöhler

Soreanga landet im wichtigsten Rennen für Stuten ganz vorne.


Der Gütersloher Galopper-Trainer Andreas Wöhler und sein Team können schon wieder feiern: Gut einen Monat nach dem Erfolg im Deutschen Derby mit Dardanos hat die von ihm trainierte Soreanga am Sonntag das wichtigste Rennen für Stuten in Deutschland gewonnen, den 168. Henkel Preis der Diana (Foto). Die Prüfung über 2.200 Meter auf der Galopprennbahn in Düsseldorf, die nur dreijährigen Stuten offensteht, war mit einer halben Million Euro dotiert.

„Soreanga hat schon im letzten Jahr Top-Formen gezeigt“, so Wöhler, für den es bereits der siebte Erfolg im „Stutenderby“ war. Das Derby-Diana-Doppel in einem Jahr hat der auf dem Gestüt Ravensberg aktive Trainer bereits einmal 2016 mit Isfahan und Serienholde geschafft. „In diesem Jahr hat sie etwas gebraucht, um in Schwung zu kommen. Aber wir hatten schon viel Mumm auf sie“, so Wöhler weiter.

Soreanga kam gut aus der Startmaschine, lag während des Rennens innen immer im Vorderfeld. Eingangs der Zielgerade fiel sie kurz etwas zurück, doch dann drehte sie voll aus. „Sie gibt immer alles, was sie kann. Sobald die Lücke kam, war sie weg“, beschrieb Siegreiter Eduardo Pedroza seinen fünften „Diana“-Erfolg. Soreanga stammt von dem französischen Spitzenhengst Siyouni ab. Die Mutter ist Saltita, eine Tochter von Galileo, der zu den erfolgreichsten Deckhengsten der Welt zählt.

Gezüchtet wurde sie von der Stiftung Gestüt Fährhof (Sottrum), in deren Rennfarben sie auch läuft. „Ich freue mich riesig“, sagte Besitzer und Züchter Dr. Andreas Jacobs. „Es ist das großartigste Rennen für Stuten in Deutschland – und wir haben es lange nicht mehr gewonnen.“ Der letzte Fährhofer Erfolg ging auf das Jahr 1994 zurück, als Risen Raven triumphierte. Soreanga sorgte nun für den sechsten Erfolg der gelb-schwarzen Rennfarben in der „Diana“.

Ihren Nimbus als ungeschlagenes Pferd hat die aus Frankreich angereiste Lapotheose eingebüßt. Die von Yann Barberot trainierte Favoritin blieb dreieinhalb Längen hinter der Siegerin, aber war selbst drei Längen vor der Drittplatzierten Noble Lips und noch einmal eine halbe Länge vor Gua Lipa, die beide von Andreas Suborics in Köln trainiert werden. Die zweite Wöhler-Starterin Lady Evi wurde Fünfte, während die von Marcel Weiß in Mülheim vorbereitete Night Breath den letzten Geldpreis in Höhe von 10.000 Euro errang. Für das Siegerteam gab es 300.000 Euro.

Der Preis der Diana wird seit 1857 ausgetragen und ist damit sogar älter als das Deutsche Derby. Der Austragungsort und die Distanz haben über die Zeit immer wieder gewechselt. Ursprünglich in Berlin-Tempelhof, nach dem Zweiten Weltkrieg dann viele Jahre in Mülheim an der Ruhr, hat das „Stutenderby“ seit 2006 seinen festen Platz am Düsseldorfer Grafenberg – seit 20 Jahren in Partnerschaft mit dem Unternehmen Henkel.

Am kommenden Sonntag (9. August) geht das Sommer-Festival des deutschen Galopps weiter: Der 136. Große Preis von Berlin ist nach dem Großen Dallmayr-Preis und der „Diana“ die dritte Prüfung der höchsten Kategorie innerhalb von zwei Wochen. Möglicherweise kommt es auf der Bahn in Berlin-Hoppegarten zum Aufeinandertreffen zweier Derbysieger: Dardanos und sein Vorgänger Hochkönig sind für Hoppegarten im Gespräch.

Foto-Quelle: Marc Rühl/Deutscher Galopp

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