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Bayer 04 Leverkusen: Fans wählen „Werkself des Vierteljahrhunderts“

Meiste Stimmen für Wirtz und Alonso – Tapsoba und Rolfes in Startelf.


Die Fans des Fußball-Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen haben gewählt – die „Werkself des Vierteljahrhunderts“ steht fest. In dieser historischen Auswahl, die sich auf den Zeitraum vom 1. Januar 2000 bis zum 31. Dezember 2024 bezieht, finden sich Meistertrainer Xabi Alonso sowie einige Ehrenspielführer, Doublesieger und Champions-League-Finalisten der Rheinländer wieder.

Mit Edmond Tapsoba hat es ein Profi aus dem aktuellen Bayer 04-Kader in die Startelf geschafft. Auch sein Teamkollege Patrik Schick gehört der Auswahl an. Ebenfalls vertreten ist Simon Rolfes, der aktuelle Geschäftsführer Sport des Klubs. Es ist eine ganz besondere Mannschaft, die ein Vierteljahrhundert Bayer 04-Geschichte vereint – und es entscheidend geprägt hat.

Insgesamt 122 Spieler und zwölf Trainer standen den Bayer 04-Mitgliedern in den letzten Wochen zur Auswahl, um über die Bayer 04-App ihre „Werkself des Vierteljahrhunderts“ zu wählen. Sie alle mussten im Zeitraum 1. Januar 2000 bis 31. Dezember 2024 mindestens 25 Pflichtspiele für die Werkself absolviert oder gecoacht haben. Drei Viertel der Mitglieder, die abgestimmt haben, entschieden sich dabei für eine 3-5-2-Formation.

Tor: Meister-Kapitän Hradecky vor Leno

Auf der Position des Torhüters fiel das Ergebnis eindeutig aus: 70 Prozent der Mitglieder wählten Lukas Hradecky (2018 bis 2025 bei Bayer 04) in ihr Team. Der Finne stemmte nach fast 300 Pflichtspielen 2024 als erster Werkself-Kapitän die Meisterschale in die Höhe.

Auf der Bank nehmen die einstigen deutschen Nationaltorhüter Bernd Leno und René Adler Platz. Leno stand von 2011 bis 2018 für Bayer 04 in 304 Duellen zwischen den Pfosten, Adler kam 2000 in den Leverkusener Nachwuchsbereich und bestritt bis 2012 insgesamt 173 Profi-Partien für die Werkself.

Abwehr: Bollwerk aus Tah, Lucio und Tapsoba

Mit deutlichem Abstand zur weiteren Konkurrenz gehören sechs Verteidiger der illustren Auswahl an: Jonathan Tah (von 83 Prozent gewählt), Lucio (74 Prozent ) und Edmond Tapsoba (65 Prozent) sind Teil der Startelf. Alejandro Grimaldo, Jens Nowotny und Piero Hincapie nehmen auf der Bank Platz.

Tah, der in seinen zehn Jahren in Leverkusen mehr als 400 Pflichtspiele bestritt, der aktuelle Werkself-Profi Tapsoba, der spanische Zauberfuß Grimaldo und der Ecuadorianer Hincapie gehörten allesamt der historischen Meister- und Double-Mannschaft an. Lucio und Nowotny zogen mit Bayer 04 unter anderem 2001/0202 in das Finale der UEFA Champions League ein.

Mittelfeld: Wirtz, Ballack und Ehrenspielführer-Trio

Kein Spieler erhielt mehr Stimmen: 95 Prozent der Mitglieder wählten Florian Wirtz in ihre Auswahl. Mit 16 Jahren kam der gebürtige Pulheimer zu Bayer 04, wo er fortan zu einem Weltklasse-Spieler reifte. Schnell empfahl er sich für die Profimannschaft, um in den folgenden fünf Jahren in 197 Pflichtspielen auf beeindruckende 122 direkte Torbeteiligungen zu kommen. Unvergessen bleibt vor allem sein Dreierpack im entscheidenden Heimspiel um die Deutsche Meisterschaft gegen den SV Werder Bremen. 2025 zog es ihn zum FC Liverpool nach England.

Zu Wirtz gesellen sich mit Bernd Schneider (83 Prozent), Lars Bender (55 Prozent) und Simon Rolfes (52 Prozent) gleich drei Ehrenspielführer. Das Trio kommt zusammen auf mehr als 1.000 Pflichtspiel-Einsätze für Bayer 04. Alle drei gehören zur Top Ten der klubinternen Rekordspieler. Den fünften Startplatz im Mittelfeld nimmt Michael Ballack (66 Prozent) ein, der bis 2002 sowie von 2010 bis 2012 für die Werkself am Ball war.

Für die „zweite Reihe“ wurden Granit Xhaka, Zé Roberto und Jeremie Frimpong nominiert. Der Schweizer Xhaka war von 2023 bis 2025 der zentrale Anführer und Taktgeber im Mittelfeld der Werkself und eine der Säulen auf dem Weg hin zum Double 2024. Eine ähnlich große Bedeutung mit Blick auf die Erfolge der letzten Jahre hatte auch Flügelsprinter Frimpong, der in der Meistersaison in der Bundesliga auf 18 Torbeteiligungen in 31 Einsätzen kam. Ein Titel blieb Zé Roberto in seiner Leverkusener Zeit zwar verwehrt. Bis zu seinem Abgang im Jahr 2002 – kurz nach dem Champions-League-Finale mit Schwarz-Rot – prägte der Brasilianer die ersten Jahre der Werkself im neuen Jahrtausend aber maßgeblich mit.

Angriff: „Kies“ und Kai bilden Doppel-Spitze

Mit seinen 162 Pflichtspiel-Treffern ist Stefan Kießling, der zwischen 2006 und 2018 stolze 444 Partien für die Werkself bestritt, der erfolgreichste Bayer 04-Torschütze des zurückliegenden Vierteljahrhunderts – mehr als 83 Prozent der Mitglieder wählten „Kies“ daher auch in ihr Team. Neben ihm stürmt der aktuelle Nationalspieler Kai Havertz (64 Prozent). Das Eigengewächs kam mit elf Jahren nach Leverkusen und ist bis heute der jüngste Spieler aller Zeiten mit 100 Bundesliga-Einsätzen (20 Jahre und 186 Tage). Nach insgesamt zehn Jahren wechselte er zum FC Chelsea, dem er unter anderem mit seinem Siegtreffer im Champions-League-Finale 2021 den Henkelpott bescherte. Zuletzt stand er auch mit seinem aktuellen Klub FC Arsenal im Endspiel der „Königsklasse“ und wurde erstmals Meister in England.

Auf der Bank nehmen Ulf Kirsten, Dimitar Berbatov und der aktuelle Werkself-Profi Patrik Schick Platz. Bayer 04-Rekordtorschütze Kirsten erzielte den Großteil seiner 240 Pflichtspiel-Treffer zwischen 1990 und der Jahrtausendwende, hatte aber auch ab 2000 noch maßgeblich Anteil am Erfolg der Werkself. Berbatov stürmte von 2001 bis 2006 in Schwarz-Rot, der Bulgare reiht sich in der Leverkusener Allzeit-Torjägerliste mit 91 Treffern auf Rang vier ein. Schick rangiert im Ranking der schwarz-roten Rekordtorschützen auf Platz drei – mit starken 103 Treffern in 210 Pflichtspielen.

Trainer: Mehr als 92 Prozent für Xabi Alonso

Auf der Position des Cheftrainers dieser historischen Auswahl konnte es aus Mitglieder-Sicht nur einen Sieger geben: Meister- und Double-Trainer Xabi Alonso. Der Spanier erhielt mehr als 92 Prozent aller Stimmen. Alonso hatte die Werkself im Herbst 2022 übernommen und anschließend in der Saison 2023/2024 als erstes ungeschlagenes Team jemals zur Deutschen Meisterschaft und zum DFB-Pokalsieg geführt.

Wenige Monate später folgte auch der Supercup-Sieg. Im Sommer 2025 zog es ihn in seine Heimat zu Real Madrid. Inzwischen trainiert er den FC Chelsea in der Premier League.

Foto-Quelle: Bayer 04 Leverkusen

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