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Galopp Hoppegarten: 136. Großer Preis von Berlin geht an Tiffany

Mit 155.000 Euro dotiert Prüfung führte über 2.400 Meter.
Die Wetter des von Hongkong aus geführten World Pools haben sie – vielleicht etwas überraschend – zur Favoritin gemacht und sollten recht behalten: Die sechsjährige Stute Tiffany (Foto) gewann am Sonntag auf der Galopprennbahn in Berlin-Hoppegarten den 136. Großen Preis von Berlin und krönte damit ihre eindrucksvolle Laufbahn.

Nach drei zweiten Plätzen in deutschen Rennen auf höchster Ebene hat sie nun auf der Hauptstadt-Rennbahn vor tausenden Berlin-Fahnen schwenkenden Zuschauern auf höchstem Niveau triumphiert – in dem mit 155.000 Euro Preisgeld dotierten Berliner Grand Prix über die klassische Derby-Distanz von 2.400 Metern. „Sie ist so tapfer, hatte oft Pech. Diesmal hat sie wieder ihr großes Herz gezeigt“, so Siegreiter Luke Morris. Der 37-jährige englische Jockey servierte der Stute aber auch das perfekte Rennen. Innen an fünfter Stelle gehend im Zehnerfeld, wartete er geduldig mit seinem Angriff, bis in der Zielgeraden die Lücke aufging. Tiffany beschleunigte entscheidend und wehrte die Attacken des stark laufenden dreijährigen Bright Light, den Andreas Suborics in Köln trainiert, sowie der beiden Godolphin-Pferde von Trainer Saaed bin Suroor, Dubai Future und Tornado Alert, ab. Der Richterspruch lautete „Kampf Hals-Vorsprung, halbe Länge und Kopf“.

Trainiert wird Tiffany im englischen Newmarket von Sir Marc Prescott, für den Morris hauptamtlich reitet. Mit der Ausnahmestute Alpinista gewannen die beiden 2021 nicht nur drei Rennen der höchsten Kategorie in Deutschland (Großer Preis von Berlin, Preis von Europa und Großer Preis von Bayern), sondern im folgenden Jahr auch das wichtigste Galopprennen Europas, den Prix de l’Arc de Triomphe in Paris-Longchamp. „Unser Plan war es immer, mit Tiffany eines der wichtigsten Rennen zu gewinnen. Jetzt müssen wir schauen, wie es weitergeht“, sagte William Butler, der Assistenztrainer von Sir Marc. „Wir sind sehr stolz auf die Stute. Sie hat jeden Tanz getanzt und gibt so vielen Menschen Spaß.“ Hinter Tiffany steht eine große Besitzergemeinschaft in Großbritannien, Elite Racing 004.

Enttäuschend verlief der Berliner Grand Prix für den nachgenannten Derbysieger Dardanos. Der dreijährige Schützling von Trainer Andreas Wöhler aus Gütersloh wirkte bis in die Gegengerade hinein sehr eifrig – trotz des hohen Tempos, das die vierjährige Stute Innora unter Leon Wolff angeschlagen hatte. Am Ende konnte Dardanos nichts ausrichten und wurde Letzter. Nur einen Platz vor ihm landete der Derbysieger des Vorjahres, Hochkönig, der in der Zielgeraden aber zumindest einen kurzen Moment hatte. Der fünfjährige Global Health, Überraschungssieger im Großen Hansa-Preis Anfang Juli in Hamburg-Horn, bestätigte als Fünfter sein Hamburger Laufen, auch wenn er sich das letzte Preisgeld mit einigem Abstand hinter dem Führungsquartett holte.

Die nächste Prüfung auf höchstem Level in Deutschland ist am ersten September-Sonntag der 156. Große Preis von Baden. Das Rennen mit dem hohen internationalen Renommee soll auch das Ziel von Bright Light werden. Trainer Suborics hofft dabei allerdings auf Regen. „Er hat gezeigt, dass er in diese Klasse gehört“, sagte Suborics. „Auf weichem Boden ist er noch besser, zuletzt hatte er einfach etwas Pech.“

Foto-Quelle: Marc Rühl

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