Fünfjähriger Wallach gewinnt 20.000-Euro-Rennen mit Jockey Enzo Crublet.

Bei herrlichem Sommerwetter fand auf der Galopprennbahn im Krefelder Stadtwald der Sommer-Renntag des Krefelder Rennclubs statt. Bei der bereits vorletzten Rennveranstaltung in dieser Saison im Stadtwald standen sieben Rennen auf dem Programm. Das sportliche Highlight war dabei eine mit 20.000 Euro dotierte Prüfung über 2.350 Meter. Fünf Pferde, darunter mit Pavel Vovcenkos Mansour sogar der Gewinner eines Rennens auf höchster Ebene, kamen in dieser Steherprüfung an den Start. Der Sieg ging an den Stall von Trainerin Yasmin Almenräder aus Mülheim an der Ruhr. Für diese siegte der fünfjährige Wallach Why Limit (Foto) unter dem jungen französischen Reiter Enzo Crublet. Der Postponed-Sohn war als zweiter Favorit zur Quote von 37:10 ins Rennen gegangen.
Hinter dem erwähnten Mansour lag Why Limit gleich an zweiter Position, beide hatten sich frühzeitig mit einem riesigen Vorsprung von den anderen drei Pferden abgesetzt. Noch im Schlussbogen lag das vordere Duo rund 20 Längen vor der Konkurrenz. Mansour kam zwar noch als Erster in die Zielgerade, doch dort musste er sich dem Angriff von Why Limit geschlagen geben, der erstmals in dieser Klasse zum Zuge kam. Mansour blieb für Platz zwei ungefährdet, dahinter sicherte sich zum Schluss noch Henk Grewes Amico Platz drei.
Siegjockey Enzo Crublet ist erst seit März dieses Jahres in Deutschland beschäftigt, er reitet am Mülheimer Quartier von Trainer Marcel Weiß. Der 23-Jährige ist dabei durchaus erfolgreich. Der Sieg in dem Krefelder Hauptrennen war bereits sein 18. Saisonsieg, womit er auf Platz neun der deutschen Jockey-Statistik liegt. Noch in der Vorwoche gewann er gleich vier Rennen an einem Tag. Sein bislang größter Erfolg war der Sieg im Kölner Union-Rennen im Juni mit Englishman.
Obligatorischer niederländischer Sieg
Wie eigentlich an jedem Krefelder Renntag, kamen auch wieder mehrere Pferde aus den Niederlanden an den Start. Im ersten Rennen des Tages über die Sprinterdistanz von 1.200 Metern gab es dann auch gleich einen Oranje-Sieg, als Anna De La Sol für Trainer Luuk van den Bosch gewann. Im Sattel der 31:10-Chance war der französische Jockey Benjamin Marie aktiv. Eigentlich sollten in diesem Rennen acht Pferde laufen. Doch nachdem zwei Pferde morgens abgemeldet worden waren, und zwei weitere Teilnehmer kurzfristig vom Start verwiesen werden mussten, kamen nur vier Pferde an den Start.
Für die höchste Siegquote des Tages sorgte im fünften Rennen des Tages über 2.050 Meter der Schimmel Open Skies, auf den es trotz guter Form 116:10 auf Sieg gab. Hier war Janine Beckmann (Versmold) in Personalunion als Besitzerin, Trainerin und Reiterin erfolgreich. Im „Preis der Wohnstätte Krefeld“ jubelte Besitzer Albrecht Woeste, Ehrenbürger der Stadt Düsseldorf, über den Erfolg seines dreijährigen Darwinist, der unter Sibylle Vogt überlegen zum Zuge kam.
Bauyrzhan Murzabayev erfolgreichster Aktiver
Jockey des Tages war Bauyrzhan Murzabayev. Der Kasache, viermaliger deutscher Champion, führte zunächst im zweiten Rennen die von Andreas Helfenbein in Köln trainierte Favoritin Best Charming (24:10) zum Sieg, um dann auch das letzte Rennen des Tages mit der in München von John David Hillis vorbereiteten Buckleupbuttercup (32:10) zu punkten. Letztgenannte gehörte zu den Pferden mit der weitesten Anreise an diesem Tag. Drei Krefelder Pferde nahmen am Renntag vor der Haustür teil. Die beste Platzierung gab es dabei für Erika Mäders Debütantin Merida, die im zweiten Rennen des Tages den fünften Platz belegte.
Trotz des frühen Beginns war die Stadtwald-Rennbahn schnell gut besucht, in der Spitze waren es 3.200 Rennsportfreunde. Pech für den Rennclub war sicherlich, dass im ersten Rennen durch die erwähnten Zwischenfälle rund 5.300 Euro zurückgezahlt werden mussten. Somit war der Umsatz von 139.865 Euro gar nicht so verkehrt.
Der nächste Renntag im Stadtwald, der dann gleichzeitig das Saisonfinale sein wird, findet erst am 14. November statt. Dabei handelt es sich um den SWK-Familienspaß mit dem Herzog von Ratibor-Rennen als Höhepunkt.
Foto-Quelle: Marc Rühl/Krefelder Rennclub
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