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Traben Berlin: Myrena im Stutenderby gegen vier Nimczyk-Hoffnungen

Klassiker um 112.920 Euro Preisgeld unter elf Prüfungen im Blickpunkt.


Kann Myrena (Foto) die geballte Macht der Nimczyk-Quadriga sprengen? Diese Frage elektrisiert vor dem Finale des Marion Jauß gewidmeten Deutschen Stutenderbys (Preisgeld 112.920 Euro) am Samstag auf der Trabrennbahn in Berlin-Mariendorf die gesamte Szene. Die von Henk Grift vorbereitete Myrena lieferte im Vorlauf eine Machtdemonstration ab und brannte in der mit Abstand schnellsten Zeit aller Finalistinnen eine regelrechte Duftmarke in den Mariendorfer Sand. Doch nun wartet die ultimative Bewährungsprobe: Vier Gegnerinnen aus dem Willicher Quartier des deutschen Trainer-Champions Wolfgang Nimczyk stellen sich ihr in den Weg – geballte Klasse, geballte Erfahrung, geballter Siegeswille.

Dazu gehören die souveränen Vorlaufsiegerinnen Brownie Diamant und Mille Fleurs, die wohl die gefährlichsten Konkurrentinnen für die Favoritin sind. Es ist angerichtet für ein Finale voller Spannung, Tempo und Emotionen – ein Rennen, in dem sich entscheidet, ob Myrena zur Königin gekrönt wird oder die Nimczyk-Phalanx die Oberhand behält.

Nach dem Vorlauf-Aus von Alma Mia ist Myrena in die Favoritenrolle gerückt. Die laufgewaltige Dunkelbraune wird im Finale von Michel Rothengatter pilotiert, der den ein Fahrverbot absitzenden Robin Bakker ersetzen wird. In ihrer „Elimination“ konnte die Mister-J.P.-Tochter außen herum gewaltig imponieren und lief dabei mit deutlichen Reserven unangefasst erstklassige 1:11,7 Minuten für den durchschnittlichen Kilometer. Eine Zeit, die noch nie eine Teilnehmerin im Stutenderby auch nur ansatzweise gelaufen ist.

Mit Brownie Diamant (Michael Nimczyk) und Mille Fleurs (Jaap van Rijn) kommen die beiden nächsten Siegkandidatinnen aus dem Nimczyk-Quartier. Beide Stuten lösten ihre Aufgaben im Vorlauf mit spielerischer Leichtigkeit und hatten dabei noch viele Reserven in petto. Brownie Diamant wirkte dabei sogar noch lockerer und souveräner. Außerdem verfügt die Indigious-Tochter über sehr viel Wettkampfhärte – ein Fakt, der sicherlich auch die Wahl von Michael Nimczyk beeinflusst hat. Mille Fleurs wird im Finale zum ersten Mal in diesem Jahr ihre Karten aufdecken müssen. Ihre fünf bisherigen Aufgaben löste sie alle, ohne an ihr Limit gehen zu müssen.

Grundsätzlich sollten die drei Genannten die Siegentscheidung unter sich ausmachen. Die anderen acht Teilnehmerinnen (Stonehillpearl wurde bereits frühzeitig mit Attest gestrichen) scheinen bei aller Wertschätzung nicht die Klasse des Favoritentrios zu besitzen. Die vierte Vorlaufsiegerin Choupette (Thorsten Tietz) durfte in ihrer Abteilung nach der Galoppade von Alma Mia lange unbedrängt schalten und walten und hatte somit genügend Reserven, um Thanks (Dennis Spangenberg) in die Schranken zu weisen. Valparaiso (Marciano Hauber) kommt genauso für ein Platzgeld in Frage wie eine glattgehende Gold Girl HB (Robbin Bot) oder die innen sicherlich jeden Meter sparende Xalina B (Marisa Bock).

Das Finale B (Dotierung 10.000 Euro) sollte ein kleines Trostpflaster für Alma Mia (Michael Nimczyk) werden, die im Vorlauf ausgangs des ersten Bogens aus dem Tritt kam. Dahinter ist es sehr offen: Bumblebee Diamant (Dion Tesselaar) oder die speedige Jördis (Tom Karten) sind hier potenzielle Kandidaten für die besseren Gelder.

Mit dem Super Cup Trot (70.000 Euro) steht eine zweite hochkarätig besetzte Prüfung auf dem Programm. In einem hochklassigen Rennen werden sich dabei 14 Finalisten auf die 2.500 Meter weite Reise machen.

Die beiden zusätzlichen Standardrennen – das Gottlieb-Jauß-Memorial (7.000 Euro) und das Dambos-Erster-Rennen für Amateure mit nicht mehr als 25 Siegen (Finale ebenfalls um 7.000 Euro) – sind weitere Highlights der kompakten Tageskarte, die mit zahlreichen attraktiven Jackpots und Garantien aufwartet. Der erste Start erfolgt wegen der zu erwartenden hohen Temperaturen erst um 17 Uhr.

Foto-Quelle: Lingk/Trabrennverein Berlin-Mariendorf

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