Stingray entscheidet 71. Preis der Sparkassen-Finanzgruppe für sich.

Marcel Weiß (unteres Foto), Erfolgstrainer aus Mülheim an der Ruhr, dem in dieser Saison nahezu alles gelingt, hatte gleich drei Pferde in das erste Rennen der höchsten Kategorie während der „Großen Woche“ auf der Galopprennbahn in Iffezheim bei Baden-Baden geschickt. Wenige Minuten vor dem 71. Preis der Sparkassen-Finanzgruppe ( 55.000 Euro, 2.000 Meter) bezeichnete er Stingray (Foto oben) im Interview als seinen Favoriten. Und in einem packenden Endspurt gewann der fünfjährige Zarak-Sohn dann auch als 62:190-Chance für Züchter und Besitzer sowie Transporteur Günther Schmidt vor 10.900 Zuschauern am Samstag dieses erneut vom Kreditinstitut gesponserte Highlight und avancierte zum Nachfolger von Vorjahressieger Quest the Moon. Gleichzeitig sorgte er damit für den 150. Treffer in der Trainerkarriere von Marcel Weiß.
Jockey Leon Wolff behielt im achtköpfigen Feld die Übersicht, denn von einem der letzten Plätze ging er das Rennen an, während Delgardo vorne das Tempo vor Soft Winds, Lazio, Petit Marin und dem Favoriten Wilko diktierte. Auf der Zielgeraden entwickelte sich zunächst ein spannendes Duell zwischen dem immer weiterziehenden Delgardo und der stark attackierenden Stute Soft Winds, während der diesmal früh prominente Lazio schließlich weichen musste. Doch als Leon Wolff mit Stingray die Lücke gefunden hatte, flog er regelrecht hindurch und eroberte noch einen Hals-Vorsprung und damit die Siegprämie von 32.000 Euro beim insgesamt vierten Karrieretreffer.

Delgardo, ein Bruder des aktuellen Derbysiegers Dardanos, unterlag in allen Ehren und sicherte sich am Ende wieder Rang zwei gegen die sehr gefährlich wirkende Soft Winds, die beinahe für ein Geschenk zum 60. Geburtstag von Besitzer Gregor Baum (Soltau) gesorgt hätte und einen weiteren Hals zurück Dritte wurde. Wilko könnte als Vierter noch etwas die Pause gespürt haben. Die anderen Pferde konnten sich nicht mehr steigern, wobei Peace of Japan außen einen ziemlich unglücklichen Rennverlauf erwischte.
Die Stimmen nach dem Rennen:
Leon Wolff (Jockey von Stingray): „Ich hatte zunächst ein schönes Rennen hinter den Pferden, dann zu Beginn der Zielgeraden war etwas wenig Platz. Ich habe aber auf den Speed meines Pferdes vertraut und wurde nicht enttäuscht.“
Marcel Weiß (Trainer von Stingray, Petit Marin und Peace of Japan): „Stingray hatte sich in diesem Jahr immer weiter gesteigert. Anfang des Jahres habe ich ihm schon zugetraut, dass er in dieser Klasse zum Zuge kommen kann. Der Rennverlauf war eigentlich nicht so geplant, aber sein Reiter hat auf den Endspurt des Pferdes vertraut. Ein Ziel ist nun der Preis der Deutschen Einheit in Hoppegarten. Petit Marin konnte sich am Ende nicht mehr steigern. Peace of Japan hatte einen unglücklichen Rennverlauf an letzter Position.“
Foto-Quelle: Marc Rühl/Baden Galopp
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