Eckhard Saurens Wallach landet beim 44. Start seinen zehnten Volltreffer.

Deutschlands Steher-König ist zurück: Flatten the Curve (Foto), von Henk Grewe für Eckhard Sauren in Köln trainierter Super-Wallach, ließ sich auch von einer Pause seit April nicht aufhalten. Der sogar schon in den USA erfolgreiche und im weltberühmten Melbourne Cup gelaufene siebenjährige Zarak-Sohn gab auf der Galopprennbahn in Iffezheim bei Baden-Baden unter Jockey Thore Hammer-Hansen (zweiter Tagestreffer) im Stall Siepenblick 2.8-Steher Cup (30.000 Euro, 2.800 Meter) ein überzeugendes Comeback. Es war beim 44. Start sein zehnter Erfolg. Mit den verdienten 18.000 Euro steigerte er seine Gewinnsumme auf 671.883 Euro.
Hammer-Hansen tat im Sattel von Flattten the Curve hinter dem über ein Jahr nicht gelaufenen Fährhofer Queimados an zweiter Stelle nur das Notwendigste. Mitte der Geraden nach einem langsamen Rennen in Front gezogen, ließ der 21:10-Favorit in dieser von Züchter und Besitzer Lothar Grabe gesponserten Prüfung nichts anbrennen. Der Richterspruch „leicht, eine halbe Länge“ spiegelte das Geschehen genau wider.
„Ich habe diesem Pferd sehr viel zu verdanken und bin mit ihm um die halbe Welt gereist. Flatten the Curve ist ein großer Kämpfer. Diesmal war er noch nicht bei 100 Prozent, ich habe ihn nur mit den Händen unterstützt“, sagte Thore Hammer-Hansen.
Trainer Henk Grewe fügte hinzu: „Ein unglaubliches Pferd mit einem Riesenherzen. Flattten the Curve hatte eine Entzündung am Karpalgelenk und musste daher pausieren. Er besitzt nun viele Möglichkeiten, dazu gehören auch Rennen im Winter in Dubai.“
Sehr stark setzte die Französin Highara als Zweite nach. „Wir wollten Black Type mit ihr, das hat geklappt. Sie hat stark angezogen“, kommentierte Jockey Benjamin Marie. Queimados hielt sehr lange die Spitze und lief als Dritter nach der Pause bestens. „Wir sind sehr glücklich. Erst am Ende fehlte ihm noch der letzte Tick“, signalisierte Racing Manager Simon Stokes. Anspruch dürfte als Vierter seinen Möglichkeiten entsprochen haben, während Narrativo als Letzter doch etwas enttäuschte, auch wenn die Abstände überall sehr knapp waren.
Klaudius triumphiert für Martin Kronimus
Was für ein Jubel nach dem Handicap-Rennen um 20.000 Euro: Klaudius, fünfjähriger Wallach im Besitz des Iffezheimers Martin Kronimus, der mit seinem Unternehmen seit Jahrzehnten einer der größten Unterstützer der Rennbahn und außerdem zweiter Vorsitzender des Fördervereins ist, kam zu einem mehr als verdienten Erfolg. Unter Jockey Michael Cadeddu wehrte der 39:10-Favorit, den Dr. Andreas Bolte in Lengerich trainiert, die Stute Galene und Royal Spirit sicher ab.
„Klaudius war zuletzt immer auf einem Geldrang. Es ist etwas ganz Besonderes, für den Besitzer hier in Iffezheim zu gewinnen“, versicherte Michael Cadeddu.
Das Team der Champions – Trainer Henk Grewe und Jockey Thore Hammer-Hansen – ließ sich auch das über 1.400 Meter führende Auftaktrennen für Zweijährige nicht entgehen – mit Gipsy Princess (47:10). Die Mitfavoritin stand gegen den „Novizen“ Karlos knapp durch, wobei sich die Rennerfahrung ausgezahlt haben dürfte. „Das hat sicherlich geholfen. Vielleicht steuern wir nun ein Verkaufsrennen in Frankreich an“, berichtete Grewe. Der Favorit Mystical hatte als Dritter viel Pech, denn sein Reiter Benjamin Marie hatte am Start die Bügel verloren.
Die erste große Überraschung des Meetings war der Treffer von Wonderful World aus dem Münchner Quartier von Jutta Mayer zur Quote von 145:10 in einem 1.000-Meter-Handicap gegen den Lokalmatador Favorite Crime und Tommorah. Bei Jockey Patrick Gibson läuft es aktuell blendend.
Vallando sorgt für ersten Iffezheimer Heimerfolg
Für den ersten Heimsieg der Iffezheimer Trainingszentrale sorgte der achtjährige Veteran Vallando (132:10), der früher sogar in Rennen der höchsten Kategorie zu Hause war. Jubeln durften der Stall 4 guys und Trainer Fabian Xaver Weißmeier, denn Vallando ließ in einem 2.000 Meter-Rennen Keep Smiling, der Favoritin Lune d’Aure und Padme keine Chance.
Die Viererwette in dieser Prüfung zahlte 87.907:10 Euro. Der Wettumsatz in den acht Rennen der Auftaktveranstaltung zur „Großen Woche“ betrug 689.459 Euro.
Foto-Quelle: Marc Rühl/Baden Galopp
MSPW – Media Sportservice Von NRW nach ganz Deutschland – kompetent und brandaktuell

