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RWE-Chef Michael Welling „wahnsinnig stolz“ auf Fans

MSPW berichtet im kicker-Sportmagazin (1. August) über Rot-Weiss Essen.

Foto: Rot-Weiss Essen

Improvisationstalent ist aktuell bei Rot-Weiss Essen gefragt. Nach dem Wasserrohrbruch, der im Keller des „Stadion Essen“ einen immensen Schaden angerichtet hat und unter anderem die komplette Elektrik zerstörte, konnte RWE die Geschäftsräume oberhalb der Kellerräume wieder beziehen. Notstromaggregate versorgen Telefone und Computer. Auch der Fanshop konnte wieder öffnen.

Weitere gute Nachricht: Das Freundschaftsspiel gegen Werder Bremen am kommenden Dienstag (20.15 Uhr) fällt nicht ins Wasser, soll wie geplant stattfinden. Eigentlich wollte Rot-Weiss mit der Begegnung gegen den Bundesligisten das fertige Stadion mit vier Tribünen offiziell einweihen. Jetzt herrscht notgedrungen wieder Baustellen-Atmosphäre. Der Stadionbetreiber, die Gründstucksverwaltung Essen (GVE), hat bereits Container bestellt, die als Umkleide- und Duschräume genutzt werden sollen. Weitere Notstromgeneratoren für jede der vier Tribünen stellen Flutlicht und Belüftung sicher. Schon am morgigen Freitag sollen die ersten Teile geliefert werden.

In den Kellerräumen, die in der Unglücksnacht vor rund einer Woche teilweise bis zu zwei Meter unter Wasser standen, sind Experten bereits dabei, die Wände zu trocknen. Die GVE rechnet mit einem baulichen Schaden in hoher sechsstelliger Höhe, möglicherweise bis heran an die Millionen-Grenze. „Die Arbeiten werden voraussichtlich in drei bis vier Monaten abgeschlossen sein“, schätzt GVE-Sprecher Markus Kunze. „Die ersten Planungen sind bereits auf dem Weg gebracht. Kurzfristig geht es jetzt erst einmal darum, den Spielbetrieb sicherzustellen.“

Wie hoch der Schaden für RWE selbst ist, wird derzeit noch errechnet. Nahezu das komplette Vereinsinventar, von der Ballpumpe bis zum Videoanalysesystem, wurde in Mitleidenschaft gezogen. Wie schon so häufig kann sich der Traditionsverein in schlechten Zeiten auf die Unterstützung seiner treuen Anhänger verlassen. „Wir haben seit Freitag viele Zuschriften von Fans erhalten, die zwar schon ein Ticket für die kommenden Heimspiele gegen Werder Bremen, Bayer Leverkusen II und Alemannia Aachen sowie das Nachholspiel gegen Viktoria Köln haben, aus Solidarität nun aber noch zusätzliche Tickets kaufen wollen. Das ist beeindruckend und es macht uns wahnsinnig stolz, solche Fans im Rücken zu haben“, so Dr. Michael Welling Vorstandsvorsitzender von Rot-Weiss.

Bis die „Umzugs-Container“ am Stadion einsatzbereit sind, muss auch RWE-Trainer Waldemar Wrobel bei seiner täglichen Arbeit kräftig improvisieren. Die Trainingseinheiten finden weiterhin auf dem Willi-Lippens-Platz hinter dem Stadion Essen statt. Als Umkleide dienen die Räumlichkeiten auf der Platzanlage von Wacker Bergeborbeck – rund eineinhalb Kilometer von der Hafenstraße entfernt. „Wir nutzen Autos, um die Strecke zurückzulegen“, sagt der Sportliche Leiter Damian Jamro. „Die Mannschaft nimmt das alles recht gelassen und zieht hervorragend mit.“

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