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Wonderful Moon weiter unbesiegt: Galopper-Derby kann kommen

13:10-Favorit muss mit Andrasch Starke in der „Union“ jedoch kämpfen.


Die bedeutendste Vorprüfung für das 151. Deutsche Galopper-Derby, das am 12. Juli in Hamburg-Horn entschieden wird, stand am Sonntag im Mittelpunkt zwölf Leistungsprüfungen auf der Galopprennbahn in Köln-Weidenpesch. Das vom Dachverband „Deutscher Galopp“ entwickelte Hygiene- und Abstandskonzept lag der Veranstaltung zugrunde, bei der 100 Besucher sowie Besitzer der startenden Pferde zugelassen waren. Der Umsatz belief sich auf 422.097 Euro (382.075 Euro kamen aus dem Inland, 40.022 Euro aus dem Ausland).

Wonderful Moon (Foto) bleibt nach dem Verlauf des Union-Rennens der Top-Favorit für das Rennen des Jahres in vier Wochen. Mit seinem Erfolg unter Spitzenjockey Andrasch Starke in dem mit 35.000 Euro dotierten Klassiker, in dem in den letzten beiden Jahren jeweils auch die beiden Derby-Erstplatzierten vorne waren, untermauerte der von Champion-Trainer Henk Grewe für die vierköpfige Besitzergemeinschaft des Stalles Wasserfreunde in Köln trainierte dreijährige Hengst Wonderful Moon seine Position in sämtlichen Wettmärkten für das „Blaue Band“.

Der 13:10-Favorit musste in der „Union“ jedoch mehr kämpfen, als man das ursprünglich erwartet hatte. Allerdings hatte der Sohn von Sea The Moon (Derbysieger 2014) in dritter Spur an der Außenseite auch einen nicht idealen Rennverlauf. Kaspar übernahm in der Gegenseite von Nippon die Führung, doch in der entscheidenden Phase hatten beide schnell ausgespielt. In bester Haltung tauchte auf der Zielgeraden Wonderful Moon an der Spitze auf, aber auch der innen angreifende Grocer Jack wurde sehr gefährlich. Es entwickelte sich ein spannender Endkampf, wobei Wonderful Moon immer genügend zulegen konnte und eine dreiviertel Länge Vorteil verteidigte.

20.000 Euro betrug der Siegpreis. Damit steigerte Wonderful Moon seine Gewinnsumme auf 102.600 Euro. Es war beim sechsten Start sein vierter Triumph. „Wir sind erleichtert, denn die Favoritenbürde war schon sehr groß. Wonderful Moon hatte einen aufwändigen Rennverlauf, aber wir wollten uns auf nichts einlassen, damit er immer freie Bahn hat. Daher musste er kämpfen. Im Derby werden wir noch mehr von Wonderful Moon sehen“, fasste Trainer Henk Grewe das Rennen zusammen.

Der erfahrene Jockey Andrasch Starke erläuterte: „Es war kein Spaziergang, aber Wonderful Moon hat die Aufgabe mit Bravour gemeistert. Ich hoffe, dass er im Derby noch einen Zahn zulegen kann. Er hat in seiner Karriere noch nie einen Fehler gemacht. Wenn er das gewisse Extra in Hamburg drauflegt, dann benötigen wir nur Glück.“

Gründer der Besitzergemeinschaft „Stall Wasserfreunde“ ist Lars-Wilhelm Baumgarten (Bad Harzburg). Er erklärt den Stallnamen: „Wir trinken alle nur Mineralwasser“. Neben Fußball-Spielerberater Baumgarten zählen Uwe Aisch (Ingolstadt), Peter Vogt (Kamp-Lintfort) und der Kölner Rennvereins-Präsident Eckhard Sauren zum Besitzer-Quartett. Wonderful Moon stammt aus der Zucht des Gestüt Görlsorf in der Uckermark und kostete auf der BBAG-Auktion in Iffezheim 55.000 Euro.

Eine ausgezeichnete Leistung bot auch der zweitplatzierte Grocer Jack, der mit zunehmender Distanz immer besser anpackte. „Unser Pferd hat alles gegeben. Die weitere Distanz im Derby ist noch besser für ihn“, sagte der ebenfalls in Köln beheimatete Trainer Waldemar Hickst. Palao wurde als Dritter ebenfalls noch sehr schnell und komplettierte dieselbe Dreierwette wie im Cologne Classic. Allerdings kam er lahm aus dem Rennen. Tax for Max hielt sich als Vierter gut, während Kaspar nicht mehr beschleunigen konnte. Auch Sir Polski und Nippon fielen aus der Partie.

Fußball-Torhüter Timo Horn muss sich mit Rang sechs begnügen

Mit einer sehr sehenswerten Vorstellung des Auenquellers Torquator Tasso aus dem Mülheimer Stall von Marcel Weiß hatte der Renntag begonnen. In einem 2.200 Meter-Rennen stürmte der 28:10-Mitfavorit mit gewaltiger Schlussoffensive unter Championjockey Bauyrzhan Murzabayev noch an Fatalist und dem Favoriten Toscano vorbei. „Mit einer guten Vorstellung hatte ich gerechnet, aber nicht, dass er am Ende so schnell werden würde“, gab sein Siegtrainer zu. „Wir werden in Ruhe mit den Besitzern besprechen, was wir nun machen. Eigentlich war ein Auktionsrennen unsere erste Option, aber vielleicht müssen wir nun auch wieder über das Derby nachdenken.“

Im ersten Zweijährigen-Rennen der Kölner Saison 2020 gab es das allseits erwartete Ergebnis: Surin Beach wehrte für Trainer Henk Grewe und die große Besitzergemeinschaft des Stalles Dein-Rennpferd.de und Christoph Holschbach mit der Rennerfahrung aus einem zweiten Platz im Badener Jugendpreis den sehr gut debütierenden Diakrid sicher ab. Domstürmer schob sich noch auf Platz drei. Juanito, der dem Stall „Eines Tages“ von Fußball-Torhüter Timo Horn (1. FC Köln) gehört, musste sich mit Rang sechs (bei sieben Teilnehmern) begnügen.

Für Andrasch Starke bedeutete das nach fünf Rennen den dritten Tagessieg. Trainer Henk Grewe meinte: „In Baden-Baden war ich etwas enttäuscht, aber das war mein Fehler. Er hatte dort noch etwas zu wenig gearbeitet. Diesmal hat alles geklappt. Wir steuern nun am 1. August das BBAG Auktionsrennen hier in Köln an.“

Foto-Quelle: Marc Rühl/Deutscher Galopp

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2 Kommentare

  1. Sorry Kollegen, aber Timo Horn hatte eher schlechte Laune. Sein Zweijähriger hatte mit der Entscheidung nichts zu tun. Die Überschrift stimmt dann nicht. Gruß Frank Schmitz

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