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FC Schalke 04: Peter Knäbels Vertrag wird vorzeitig aufgelöst

Bisheriger Vorstand Sport bleibt bis zum Saisonende noch Berater.
Der eigentlich noch bis zum 30. Juni 2024 datierte Vertrag von Peter Knäbel (Foto), bislang Mitglied des Vorstands beim Fußball-Zweitligisten FC Schalke 04 und dort zuständig für den Bereich Sport, wurde mit Wirkung zum Jahreswechsel vorzeitig und in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst. Per Aufsichtsratsbeschluss wurde Knäbel außerdem zum 1. Januar 2024 aus dem Vorstand abberufen. Der 57-Jährige, der schon vor einigen Monaten seinen Abschied zum Saisonende angekündigt hatte, soll aber noch bis zum 30. Juni als Berater weiterhin für die „Knappen“ tätig sein.

Knäbel war im April 2018 als Technischer Direktor zum FC Schalke 04 gestoßen. In dieser Funktion leitete der ausgebildete Fußball-Lehrer zentrale Schritte zur Weiterentwicklung der Knappenschmiede ein, deren positive Resultate sich aktuell unter anderem in einer signifikant höheren Top-Talente-Dichte pro Jahrgang zeigen. Dazu setzte er sich schon früh für die Digitalisierung des Sports ein und erarbeitete durch die umfassenden Datenanalysen eine Vorreiterrolle für S04, nachdem er im März 2021 in den Vorstand berufen wurde.

„Gemeinsam mit unserem neuen Vorstandsvorsitzenden Matthias Tillmann und Finanzvorständin Christina Rühl-Hamers haben wir die Entscheidung getroffen, den Fußball auf Schalke ohne die Position des Vorstands Sport neu zu strukturieren“, erklärt Axel Hefer, Vorsitzender und Sprecher des Aufsichtsrates. „Da wir diese Anpassungen zum Start ins neue Jahr vollziehen wollen, verständigten wir uns mit Peter einvernehmlich darauf, die Zusammenarbeit auf Vorstandsebene zum 1. Januar zu beenden. Weitere Schritte werden entsprechend zeitnah
durch den Vorstand erfolgen. Wir sind Peter sehr dankbar für seine geleistete Arbeit und seinen unermüdlichen Einsatz für Schalke 04. Er hat einen großen Anteil daran, dass der Verein nach dem Abstieg 2021, in einer ganz schwierigen sportlichen wie finanziellen Lage, stabilisiert werden konnte. Für seine private wie berufliche Zukunft wünschen wir ihm alles Gute.“

Peter Knäbel selbst sagt: „Mit meiner Entscheidung, nach dieser Saison zu meiner Familie in die Schweiz zurückzukehren, hat sich der von
Aufsichtsrat und Vorstand angestoßene Strukturprozess ein Stück weit beschleunigt und nun einen Punkt erreicht, an dem mein Ausscheiden aus dem Vorstand inhaltlich wie zeitlich nachvollziehbar ist. Zum Ende des Jahres galt meine gesamte Aufmerksamkeit der sportlichen Stabilisierung, die sich mit den letzten Resultaten auch eingestellt hat. Für mich endet nach fast sechs Jahren eine der intensivsten Perioden meines Berufslebens, mit dem Moment des Aufstiegs im Heimspiel gegen den FC St. Pauli als absolutem sportlichen und mit dem Wechsel des
Hauptsponsors mitten in der Corona-Krise als strategischem Höhepunkt. An dieser Stelle möchte ich mich beim Aufsichtsrat, meinen Vorstandskollegen und den Mitarbeitenden für die Zusammenarbeit bedanken. Ich wünsche ihnen, dem Klub und den Fans alles erdenklich Gute und werde sie in den kommenden sechs Monaten mit aller Kraft dabei unterstützen, einige zukunftsweisende Projekte im Bereich Digitalisierung und Sportwissenschaft voranzutreiben.“

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