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Arminia Bielefeld stockt Spende für Fan-Projekt deutlich auf

17.500 Euro werden für Fahrten zu Gedenkstätten eingesetzt.


Der Drittligist DSC Arminia Bielefeld spendet dem Fan-Projekt Bielefeld insgesamt 17.500 Euro. Das Geld wird projektbezogen eingesetzt und ermöglicht dem Fan-Projekt und der Julius-Hesse-AG die Organisation von Fahrten zu den Gedenkstätten nach Theresienstadt und Auschwitz. Beim Heimspiel gegen Rot-Weiss Essen (1:1) hatten die DSC-Profis schwarz-weiße Sondertrikots (Foto) in Gedenken an den ehemaligen jüdischen Arminia-Präsidenten Julius Hesse getragen, der vor 80 Jahren im Konzentrationslager Theresienstadt ermordet wurde.

Die im Spiel getragenen Trikots wurden auf der Auktionsplattform der Bielefelder im Online-Fanladen versteigert. Die 20 Trikots des Spieltagkaders erzielten einen Gesamterlös von exakt 8.362,52 Euro. Arminia Bielefeld stockt den erlösten Betrag für den guten Zweck nun auf. Besonders begehrt waren die beiden hellblauen Torwart-Trikots von Jonas Kersken (667 Euro) und Leo Oppermann (613 Euro). Den höchsten Betrag erzielte allerdings das Trikot von Rekordspieler Fabian Klos (2.751 Euro).

Den Scheck über die Spendensumme überreichte der DSC in der Halbzeit des Heimspiels in der SchücoArena gegen den VfB Lübeck (0:0) . „Mein Dank gilt zunächst einmal allen, die mitgeboten und letztlich auch die begehrten Trikots für den guten Zweck ersteigert haben“, erklärt DSC-Geschäftsführer Christoph Wortmann. „Mehr als 8.300 Euro sind ein herausragendes Ergebnis unserer Auktion. Wir stocken den Betrag deutlich auf, um die wunderbare Arbeit von Fan-Projekt und Julius-Hesse-AG zu unterstützen. Die Fahrten zu den Orten, wo Julius Hesse 1944 und Jenni Hesse 1945 ermordet wurden, ermöglichen unseren Mitgliedern, sich mit dem Nationalsozialismus und der Geschichte des Vereins zu jener Zeit auseinanderzusetzen.“

Die Julius-Hesse-AG ist eine Kooperation der Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 bis 1945, des DSC Arminia Bielefeld, des ASC Arminia Supporters Club und des Fan-Projekts Bielefeld. Seit dem Jahr 2020 ist das übergeordnete Ziel dieser Zusammenarbeit, für demokratische Werte einzutreten und ein offenes Miteinander zu fördern. Dies gelingt in einem ersten Schritt über die kritische Aufarbeitung der Vereinsgeschichte des DSC – besonders in der Zeit des Nationalsozialismus. Ein wesentlicher Bestandteil dafür ist der bereits seit drei Jahren regelmäßig angebotene Rundgang „Spurensuche – Arminia Bielefeld und der Nationalsozialismus“.

Das schwarz-weiße Sondertrikot ist ein weiterer Baustein der tief im Klub verankerten Erinnerungskultur. Derzeit ist das in einer limitierten Sonderauflage von 1.905 Stück aufgelegte Trikot noch in geringer Stückzahl in allen Größen erhältlich. Das Trikot ist in den Fanläden an der SchücoArena und in der Innenstadt am Jahnplatz sowie im Online-Fanladen erhältlich.

Foto-Quelle: Arminia Bielefeld

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