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RL West: Velbert steht als Absteiger fest

SC Wiedenbrück verdrängt SV Lippstadt 08 von Rang 16.

Aus dem Vierkampf um den 16. Tabellenplatz, der unter Umständen (Aufstieg von Fortuna Köln in die 3. Liga) noch zum Klassenverbleib reichen könnte, ist vor dem Saisonfinale (Samstag, 24. Mai) ein Zweikampf geworden. In die beste Ausgangsposition brachte sich der SC Wiedenbrück 2000 mit einem 3:1 (1:1) im Ostwestfalen-Derby gegen den SC Verl. Mit jetzt 27 Punkten rückte der SCW auf Rang 16 vor, weil der SV Lippstadt 08 gleichzeitig sein Auswärtsspiel beim FC Viktoria Köln 1:2 (0:0) verlor und drei Zähler hinter Wiedenbrück rangiert. Am letzten Spieltag hat der SVL jedoch in einem echten „Endspiel“ Heimrecht gegen Wiedenbrück und könnte dank der besseren Tordifferenz mit einem Sieg wieder vorbeiziehen. Den Gästen würde dagegen schon ein Remis reichen.

Gegen Verl geriet die Mannschaft von Wiedenbrücks Trainer Dominik Jansen zwar zunächst durch einen Treffer von Matthias Haeder (28.) 0:1 in Rückstand, Kamil Bednarski (45.) gelang aber noch vor der Pause der Ausgleich. In der zweiten Halbzeit ließ dann Massih Wassey (52./78.), der schon zuvor beim 2:2 bei Spitzenreiter SC Fortuna Köln doppelt getroffen hatte, die Gastgeber mit einem weiteren Doppelpack jubeln.

Die Verler mussten die Partie mit nur neun Spielern beenden. Kapitän Guerino Capretti handelte sich wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte ein (65.), der eingewechselte Anton Safonov sah wegen groben Foulspiels sogar „Rot“ (77.)

Wiedenbrücks Konkurrent aus Lippstadt lag bei Viktoria Köln lange Zeit 1:0 in Führung. Sven Krause (46.) hatte kurz nach der Pause für den abstiegsbedrohten SVL getroffen. Claus Costa (72.) leitete die Wende ein, Timo Staffeldt (89.) setzte den Schlusspunkt. Die Viktoria verkürzte ihren Rückstand auf den Tabellenzweiten Sportfreunde Lotte bis auf einen Punkt.

SSVg. Velbert steht als Absteiger fest – KFC kaum zu retten

Rot-Weiß Oberhausen verteidigte den dritten Tabellenplatz durch einen 3:1 (2:0)-Heimsieg gegen die SSVg. Velbert und besiegelte damit endgültig den Abstieg des Tabellenletzten. David Jansen (3.) und Patrick Bauder (18., Foulelfmeter) sorgten dabei vor 3044 Zuschauern im Niederrheinstadion für eine frühe 2:0-Führung der „Kleeblätter“ gegen den Ex-Klub von RWO-Trainer Peter Kunkel. Saban Ferati (61.) brachte Velbert noch einmal heran, doch erneut Jansen (82.) machte in der Schlussphase alles klar. Die Oberhausener sind nur noch zwei Zähler vom Tabellenzweiten Sportfreunde Lotte entfernt.

Während die SSVg. Velbert (21 Punkte) von Trainer Lars Leese (Foto) nicht mehr zu retten ist, besitzt auch der diesmal spielfreie Tabellenvorletzte KFC Uerdingen 05 (24) wegen der deutlich schlechteren Tordifferenz gegenüber Lippstadt (24) und Wiedenbrück (27) allenfalls noch theoretische Chancen auf den Klassenverbleib. Am letzten Spieltag stehen sich die künftigen Niederrhein-Oberligisten aus Velbert und Uerdingen im direkten Duell gegenüber.

Mit einem 3:1 (1:0) gegen die Reserve des 1. FC Köln feierten auch die Sportfreunde Siegen einen gelungenen Heimabschluss, bleiben aber wegen der Siege von RWO und Viktoria Köln auf Rang fünf. Nachdem nicht weniger als 15 Siegener Spieler vor dem Anpfiff verabschiedet worden waren, traf vor 1340 Besuchern im Leimbachstadion zunächst der zukünftige Essener Rot-Weisse Daniel Grebe (10.) zum 1:0. Marco Ban (50., Foulelfmeter) glich für die „Geißböcke“ aus, ehe André Dej (82.) und Patrick Koronkiewicz (86.) den Dreier für Siegen perfekt machten. Beide stehen ab 1. Juli beim FC Viktoria Köln unter Vertrag.

RWE gewinnt Revierderby bei der Bochumer U 23

Nicht wie gewohnt in der Wattenscheider Lohrheide, sondern vor 1580 Zuschauern im großen Bochumer Stadion empfing die U 23 des VfL Bochum den Nachbarn Rot-Weiss Essen zum Revierderby und musste sich 0:1 (0:0) geschlagen geben. Während VfL-Torjäger Sven Kreyer gegen seinen künftigen Verein von der Hafenstraße leer ausging, entschied RWE-Mittelfeldspieler Lucas Arenz (49.) das Duell zu Gunsten der Gäste, die sich damit auf Rang zehn verbesserten. Obwohl die Mannschaft von VfL-Trainer Thomas Reis bereits seit acht Spieltagen nicht mehr gewonnen hat (vier Niederlagen, vier Remis), ist der Klassenverbleib gesichert.

In einem Traditionsduell von zwei ehemaligen Bundesligisten setzte sich Alemannia Aachen gegen die SG Wattenscheid 09 vor 6000 Fans im Tivoli-Stadion 3:0 (2:0) durch. Sascha Marquet (13.) und Doppel-Torschütze Mazan Moslehe (36./66.) ließen die Alemannia jubeln, die zum vierten Mal in Folge ungeschlagen blieb. Die Wattenscheider holten dagegen nur einen Punkt aus ihren vergangenen sechs Begegnungen.

Im letzten U 23-Duell dieser Saison trennten sich die Zweitvertretung von Fortuna Düsseldorf und die Reserve des FC Schalke 04 torlos 0:0. Die Gäste aus Gelsenkirchen, die sich den Landeshauptstädtern im Hinspiel 2:4 geschlagen geben mussten, warten aktuell seit fünf Runden auf einen Sieg. Trotzdem würde den „Knappen“ am letzten Spieltag gegen Alemannia Aachen schon ein Remis reichen, um die Saison als beste U 23-Mannschaft abzuschließen. Aktuell haben sie gegenüber der punktgleichen Reserve von Borussia Mönchengladbach II zwar noch wegen der schlechteren Tordifferenz das Nachsehen, die „Fohlen“ haben ihre Saison jedoch schon mit dem 2:2 gegen die Sportfreunde Lotte beendet und sind beim Saisonfinale spielfrei.

 

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