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Fuat Kilic: Darum bleibe ich doch in Aachen

Alemannia-Trainer im großen FUSSBALL.DE-Interview.


Vor wenigen Monaten hatte Fußball-Lehrer Fuat Kilic noch bekanntgegeben, dass er den finanziell angeschlagenen Ex-Bundesligisten Alemannia Aachen zum Saisonende verlassen wird. Jetzt entschied sich Kilic um und verlängerte seinen Vertrag beim West-Regionalligisten bis Juni 2020.

Im aktuellen FUSSBALL.DE -Interview spricht Fuat Kilic mit MSPW-Mitarbeiter Christian Knoth über seine Beweggründe für den Verbleib in Aachen, die Kaderplanungen für die kommende Saison und das weiterhin bestehende mittelfristige Ziel der Alemannia.

FUSSBALL.DE: Noch vor wenigen Monaten hieß es, dass Sie den Verein zum Saisonende verlassen werden. Was waren zu diesem Zeitpunkt Ihre Beweggründe, Herr Kilic?

Fuat Kilic: Mir hatte die Perspektive gefehlt. Ich bin ein ambitionierter Trainer, der etwas vorantreiben will. Und ich hatte nicht das Gefühl, dass wir in Aachen weiter nachhaltig etwas entwickeln können.

FUSSBALL.DE: Warum haben Sie sich dann plötzlich doch für einen Verbleib in Aachen entschieden?

Kilic: Das hatte mehrere Gründe. Die Gespräche mit Insolvenzverwalter Dr. Christoph Niering verliefen zum Beispiel sehr gut. Hinzu kam, dass uns viele Sponsoren auch für die Zukunft ihre Unterstützung zugesagt haben. Trotz des Insolvenzantrags gehen wir mit einem Millionenetat in die neue Saison. Das gibt uns zumindest die Möglichkeit, wieder bei Null anzufangen. Auch der große Zuspruch der Fans in den vergangenen Wochen hat dazu beigetragen, dass ich mich für den Rücktritt vom Rücktritt entschieden habe. Ich hatte bei den starken Aktionen unserer Zuschauer Gänsehaut und bin jetzt froh, dass ich weiterhin Teil dieses einmaligen Vereins bleiben darf.

FUSSBALL.DE: Nicht nur die Aachener Zuschauer lieferten in den vergangenen Monaten ab. Seit elf Begegnungen hat Ihr Team nicht mehr verloren. Wie zufrieden sind Sie insgesamt mit dem Auftreten Ihrer Mannschaft in dieser Saison?

Kilic: Sehr zufrieden. Wir haben uns durch nichts aus der Ruhe bringen lassen und sind in jedes Spiel mit der richtigen Einstellung gegangen. Trotz der finanziellen Situation innerhalb des Vereins und dem damit einhergehenden Abzug von neun Punkten war niemand in der Mannschaft weniger motiviert, die Spiele für sich zu entscheiden. Meine Spieler haben sich im Saisonverlauf gut weiterentwickelt und vor allem eine ansprechende Rückserie gespielt. Das macht mich stolz.

FUSSBALL.DE: Aachen ist ehemaliger Bundesligist und hat sehr viele Fans. Bleibt das Ziel bestehen, mittelfristig in den Profifußball zurückzukehren?

Kilic: Das muss der Anspruch sein. Spätestens in der Saison 2019/2020, wenn die finanziellen Probleme hoffentlich gelöst sind, wir uns wieder primär auf die sportlichen Belange konzentrieren können und gewisse Strukturen innerhalb des Vereins neu geschaffen wurden, wollen wir wieder angreifen. Alemannia Aachen gehört in den Profifußball. Es ist kein Geheimnis, dass wir so schnell wie möglich aus der Regionalliga herauswollen.

Lesen Sie das komplette Interview auf FUSSBALL.DE.

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