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3. Liga: Alle 20 qualifizierten Klubs erhalten Zulassung vom DFB

Teilnehmerfeld für neue Saison 2023/2024 ist damit endgültig komplett.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat nach Abschluss der Aufstiegsspiele und den letzten sportlichen Entscheidungen das Zulassungsverfahren zur 3. Liga offiziell abgeschlossen. Die Zusammensetzung für die Saison 2023/2024 steht damit fest. Alle sportlich qualifizierten Klubs haben die Zulassung für die kommende Spielzeit erhalten. Die zuständige Fachgruppe Spielbetriebe der DFB GmbH & Co. KG folgte als zuständiges Gremium mit ihrem Beschluss den Empfehlungen der Fachgruppe Zulassungsbeschwerden.

Das Teilnehmerfeld hat sich auf sieben Positionen verändert. Erstmals in der 3. Liga dabei ist der SSV Ulm 1846 Fußball. Weitere Aufsteiger aus der Regionalliga sind der SC Preußen Münster, die SpVgg Unterhaching und der VfB Lübeck, alle drei sind Rückkehrer in die 3. Liga. Gleiches gilt für die drei Absteiger aus der 2. Bundesliga – Arminia Bielefeld, SSV Jahn Regensburg und SV Sandhausen.

Verschärfungen im wirtschaftlichen Zulassungsverfahren

Im Zulassungsverfahren für die Saison 2023/2024 haben erstmals verschiedene Verschärfungen im wirtschaftlichen Bereich gegriffen, die von der Task Force „Wirtschaftliche Stabilität 3. Liga“ auf den Weg gebracht und vom DFB-Präsidium beschlossen worden waren.

Betroffen von den Veränderungen ist unter anderem die Eigenkapitalauflage. Ab der neuen Saison hat ein negatives Eigenkapital die Auflage zur Folge, dass sich das Eigenkapital jährlich um fünf Prozent verbessern muss. Bei Absteigern aus der 2. Bundesliga darf es sich nicht weiter verschlechtern, Klubs mit positivem Eigenkapital müssen dieses erhalten. Verstößt ein Klub gegen die Auflage, kann abhängig von der Höhe direkt ein Punktabzug von bis zu drei Zählern verhängt werden. Bisher war dies frühestens im dritten Jahr möglich, vorher waren ausschließlich Geldstrafen vorgeschrieben.

Strengere Sanktionen für erheblich überschrittene Personalkosten

Auch das Financial Fairplay 3. Liga wurde modifiziert und ist nun als Auflage in das Zulassungsverfahren integriert. Der Name Financial Fairplay hat sich geändert, im Zulassungsverfahren firmieren die Regelungen unter den Begriffen „Planqualität“ und „korrigiertes Saisonergebnis“. Es handelt sich ab sofort nicht mehr um ein reines Belohnungssystem. Verstöße haben künftig Sanktionen zur Folge. Die als Folge einer nicht eingehaltenen Auflage fälligen Geldstrafen fließen in den Belobigungstopf für die anderen Klubs.

Nach den Beschlüssen des DFB-Präsidiums greifen mit Beginn der Spielzeit 2023/2024 zudem strengere Sanktionierungen für Klubs, die geplante Personalaufwendungen während der Saison erheblich überschreiten. Bisher waren in diesen Fällen in der Regel Geldstrafen ausgesprochen worden, nun ist – abhängig vom Umfang des Verstoßes – auch ein Abzug von bis zu drei Punkten und damit eine unmittelbare sportliche Auswirkung fest in den Richtlinien verankert.

Darüber hinaus müssen Klubs der 3. Liga, deren Gesamterträge zu mindestens 80 Prozent für Personalaufwendungen im Spielbetrieb verwendet werden, eine zusätzliche Liquiditätsreserve in Höhe von einer Million Euro hinterlegen. Damit soll ein Risikopuffer geschaffen und zugleich die Hürde für die Klubs höher gesetzt werden, überhaupt derart stark ins wirtschaftliche Risiko zu gehen.

Eröffnungsspiel der 16. Saison findet am 4. August statt

Nach dem Zuschauerrekord der abgelaufenen Spielzeit (8.199 Fans im Schnitt pro Spiel) startet die 3. Liga am Freitag, 4. August, in ihre 16. Saison. Das Eröffnungsspiel überträgt MagentaSport live.

Der Rahmenspielplan der Saison 2023/2024 soll bis spätestens Mitte Juli veröffentlicht werden. Am Wochenende nach dem 1. Spieltag schließt sich die erste Runde im DFB-Pokal an (11. bis 14. August). Nach dem 20. Spieltag am 19./20. Dezember geht die 3. Liga bis zum 19. Januar 2024 in die Winterpause. Der letzte Spieltag der Saison ist für 18. Mai 2024 angesetzt.

Saisonstart mit verändertem Spieltagsformat

Mit der Spielzeit 2023/2024 beginnt die neue Medienrechteperiode, die bis 2027 läuft und ein verändertes Spieltagsformat vorsieht. Das Montagsspiel ist abgeschafft, der Regelspieltag in der 3. Liga erstreckt sich von Freitag bis Sonntag. Die Partien verteilen sich wie folgt:

1 Spiel am Freitagabend (Anstoßzeit noch offen)
5 Spiele am Samstag (alle 14 Uhr)
1 Topspiel am Samstagnachmittag (Anstoßzeit noch offen)
3 Spiele am Sonntag (13.30 oder 14 Uhr, 16.30 und 19.30 Uhr)

Die noch offenen Anstoßzeiten werden im Laufe der kommenden Wochen vor Saisonstart festgelegt und gelten dann für jeden Regelspieltag. Die Anstoßzeit für das Freitagsspiel wird zwischen 18 und 20.30 Uhr liegen, das Topspiel am Samstag wird zu einer einheitlichen Zeit zwischen 16 und 18 Uhr angepfiffen. Ausnahmen vom Regelschema sind die Wochenspieltage, an denen jeweils fünf Spiele dienstags und mittwochs ausgetragen werden (alle ab 19 Uhr), sowie der letzte Spieltag der Saison, an dem alle zehn Spiele samstags zeitgleich stattfinden.

Alle Spiele der 3. Liga sind live und in voller Länge bei MagentaSport zu sehen. 312 der insgesamt 380 Partien pro Saison zeigt Magenta exklusiv. 68 Spiele sind zusätzlich live im frei empfangbaren Fernsehen in der ARD und ihren 3. Programmen zu sehen. Die ARD und die Landesrundfunkanstalten haben das Recht, zwei Livespiele pro Wochenende zu übertragen.

Das Teilnehmerfeld der 3. Liga für die Saison 2023/2024: DSC Arminia Bielefeld, SSV Jahn Regensburg, SV Sandhausen, SG Dynamo Dresden, FC Erzgebirge Aue, FC Ingolstadt 04, TSV 1860 München, 1. FC Saarbrücken, SC Verl, SV Waldhof Mannheim, Hallescher FC, FC Viktoria Köln, MSV Duisburg, Borussia Dortmund II, SC Freiburg II, Rot Weiss Essen, SC Preußen Münster, VfB Lübeck, SSV Ulm 1846 Fußball, SpVgg Unterhaching

Foto-Quelle: Deutscher Fußball-Bund (DFB)

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