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Regionalliga West: SSVg Velbert setzt weiter auf Trainer Pappas

Schlusslicht wartet schon seit acht Ligaspielen auf Sieg.
Die Möglichkeit, für einen versöhnlichen Jahresabschluss zu sorgen und neue Hoffnung im Abstiegskampf zu schöpfen, blieb Regionalliga West-Schlusslicht SSVg Velbert durch die Spielabsage gegen Rot-Weiß Oberhausen (Hinspiel 2:2) verwehrt. Die Stadt Velbert hatte den Naturrasenplatz in der IMS-Arena gesperrt.

Weil RWO am 16. Dezember bereits zur Nachholpartie in Mönchengladbach antreten muss, werden die Velberter erst im neuen Jahr Gelegenheit bekommen, die Negativserie von acht Ligaspielen ohne Sieg (zwei Punkte) zu beenden und außerdem Wiedergutmachung für das bittere Aus im Niederrheinpokal beim Oberligisten Ratingen 04/19 (1:2) zu betreiben. „Leider haben wir das Spiel trotz einer Führung in den Sand gesetzt“, sagt Velberts Präsident Oliver Kuhn im kicker-Gespräch. „Das Ausscheiden tut richtig weh, weil wir im Halbfinale jede Menge Geld hätten verdienen können.“ Jetzt aber bekommt es Ratingen mit dem Sieger der Partie zwischen dem KFC Uerdingen 05 und Rot-Weiss Essen zu tun.

Mit „Pleiten, Pech und Pannen“ beschreibt der 59-jährige Kuhn, der bereits seit 27 (!) Jahren als 1. Vorsitzender die Geschicke des Vereins leitet, den bisherigen Saisonverlauf. Dennoch ist der Vereinsboss weit davon entfernt, den direkten Wiederabstieg in die Oberliga zu akzeptieren. „Der Rückstand von sieben Punkten ist bei noch 17 offenen Spielen alles andere als uneinholbar“ sagt Kuhn und kündigt an: „Wir schütteln uns, werden in der Winterpause mindestens zwei Veränderungen am Kader vornehmen.“ Entsprechende finanzielle Zusagen liegen von Gönnern und Sponsoren des Vereins bereits vor.

Bei insgesamt 38 Gegentoren soll vor allem ein gestandener Abwehrspieler für mehr Sicherheit und Stabilität sorgen. Ein weiteres Puzzle-Teil könnte Verteidiger Tristan Duschke (26) sein, der wegen eines Außenbandrisses zwei Monate lang ausgefallen war und im neuen Jahr wieder zur Mannschaft stoßen wird. Für die „Abteilung Attacke“ ist die SSVg auf der Suche nach Tempo auf den Außenbahnen, will auch auf dieser Position nachbessern.

Keine Veränderungen soll es dagegen im Trainerteam geben. „Entgegen der üblichen Automatismen im Fußballgeschäft werden wir mit Cheftrainer Dimitrios Pappas (Foto) und Co-Trainer Christian Dorda in die Rückrunde gehen“, betont Kuhn. Am 3. Januar wird Aufstiegstrainer Pappas zur ersten Einheit bitten. Auf ein Trainingslager in südlichen Gefilden wird verzichtet.

Gleich nach der kurzen Winterpause steht für die SSVg Velbert am 27. Januar die Nachholpartie beim direkten Konkurrenten SV Lippstadt 08 an. Dort soll möglichst die geplante Aufholjagd eingeläutet werden. „Die Partie ist richtungweisend“, sagt Kuhn, der optimistisch ist, dass bei einem Sieg in Lippstadt das Saisonziel Klassenverbleib noch geschafft werden kann. Auf Schlüsselspieler Max Machtemes müssen die Velberter jedoch verzichten. Der 27-jährige Topscorer (fünf Vorlagen) hatte sich im Heimspiel gegen Alemannia Aachen (0:1) die fünfte Gelbe Karte eingehandelt und ist gesperrt. Ob Timo Mehlich (26) rechtzeitig fit wird, ist unklar. Der defensive Mittelfeldspieler hatte sich beim Pokalaus in Ratingen die Schulter ausgekugelt.

Foto-Quelle: SSVg Velbert

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