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RL West: „Matchball“ für Fortuna Köln

Mit einem Sieg gegen den SC Wiedenbrück 2000 wäre die Meisterschaft perfekt.

Den zweiten „Matchball“ zum Gewinn der Meisterschaft in der Regionalliga West und damit zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation zur 3. Liga will Spitzenreiter SC Fortuna Köln am Samstag (ab 14 Uhr) im heimischen Südstadion gegen den abstiegsbedrohten SC Wiedenbrück 2000 nutzen. Nachdem die Fortuna in der Vorwoche beim 1:1 im Derby bei Viktoria Köln erst in letzter Minute den Ausgleich kassiert und dadurch den vorzeitigen Titelgewinn verpasst hatte, will die beste Heimmannschaft der Liga (39 Punkte aus 16 Partien) gegen die Ostwestfalen nichts anbrennen lassen und mit einem Dreier alles klar machen. Nur bei einem weiteren Punktverlust des Ligaprimus dürfte der an diesem Wochenende spielfreie Tabellenzweite Sportfreunde Lotte weiter auf die Titelverteidigung hoffen.

„Wir treffen auf einen unangenehmen und gefährlichen Gegner. Aber ich erwarte, dass wir den Sack zumachen“, sagt Fortuna-Trainer Uwe Koschinat ohne Umschweife. Fehlen wird den Kölnern dabei neben den schon länger verletzten Tobias Fink (Muskelfaserriss), Michael Kessel (Aufbautraining), Albert Streit (Knieprobleme) und Ozan Yilmaz (Beckenfraktur) auch Daniel Flottmann. Der Kapitän erlitt gegen die Viktoria einen Kreuzbandriss im linken Knie. Kristoffer Andersen (Fleischwunde unter dem Kinn) und Torhüter André Poggenborg (Fleischwunde unter der Lippe) sind dagegen wieder einsatzfähig.

Dass sich der SC Wiedenbrück im Rennen um den Klassenverbleib noch nicht aufgegeben hat, stellten die Ostwestfalen mit vier Spielen in Serie ohne Niederlage (ein Sieg und drei Remis) unter der Regie ihres Interimstrainers Dominik Jansen unter Beweis. Die vergangenen vier Duelle mit Fortuna Köln gingen jedoch ausnahmslos verloren.

Die beiden U 23-Mannschaften des FC Schalke 04 und von Bayer 04 Leverkusen stehen sich zur ungewöhnlichen Anstoßzeit bereits am Samstag (ab 12 Uhr) im Bottroper Jahnstadion gegenüber. Für die „Knappen“ geht es darum, ihre Negativserie von drei Partien ohne Sieg zu stoppen. Die Leverkusener sind allerdings schon seit elf Spieltagen ungeschlagen und gewannen ihre drei vergangenen Begegnungen in Folge.

Zusätzliche Würze erhält die Partie auch durch das Aufeinandertreffen der beiden aktuell erfolgreichsten Torjäger der Liga. Der Schalker Robert Leipertz (bisher 19 Saisontore) ist dem führenden Bayer-Stürmer Aziz Bouhaddouz (21 Treffer), der in der kommenden Saison für den Zweitligisten SV Sandhausen stürmen wird, dicht auf den Fersen. Beim 1:1 im Hinspiel brachte Leipertz die „Königsblauen“ 1:0 in Führung, Bouhaddouz ging leer aus.

Alemannia-Trainer Schubert warnt vor Velbert

Seine kleine Chance auf den Klassenverbleib möchte der Tabellenletzte SSVg. Velbert am Samstag (ab 14 Uhr) mit einem Heimsieg gegen Alemannia Aachen wahren. Nach dem jüngsten 3:1-Auswärtssieg bei der U 23 von Fortuna Düsseldorf ist die Mannschaft von Velberts Trainer Lars Leese zumindest wieder in Schlagdistanz zum 16. Tabellenplatz, der eventuell für die Rettung reichen könnte. Stürmer Denis Pozder, der noch in der vergangenen Saison für die Alemannia in der 3. Liga am Ball, trifft auf seinen Ex-Klub.

Die Gäste aus Aachen leisteten der SSVg. Velbert mit dem jüngsten 1:0 gegen den KFC Uerdingen 05 wertvolle Schützenhilfe und stellten damit den Anschluss an die einstelligen Tabellenplätze her. Vor den Gastgebern zeigt Alemannia-Trainer Peter Schubert allerdings Respekt. „Schon das Hinspiel war eine enge Kiste, die wir am Ende 2:1 zu unseren Gunsten entschieden haben“, betont Schubert gegenüber DFB.de. „Velbert kann sich noch Hoffnungen auf den Ligaverbleib machen und wird deshalb gegen uns alles in die Waagschale werfen.“ Die verletzten Abedin Krasniqi und Niko Opper stehen Schubert nicht zur Verfügung.

Der FC Viktoria Köln schließt gleichzeitig mit dem Auswärtsspiel beim SC Verl eine „englische Woche“ ab. Am Mittwoch qualifizierte sich die Mannschaft von Viktoria-Trainer Claus-Dieter „Pele“ Wollitz durch ein 5:2 beim Verbandsligisten VfL Alfter für das Endspiel um den Mittelrheinpokal gegen den ebenfalls fünftklassigen FC Wegberg-Beeck und darf damit weiterhin vom Einzug in den DFB-Pokal träumen. Gleiches gilt allerdings auch für die Gastgeber aus Verl, die am kommenden Mittwoch zum Westfalenpokal-Halbfinale bei den Sportfreunden Siegen antreten müssen.

Zuvor steht jedoch das Ligaduell mit der Viktoria an, die sich im Hinspiel vor eigenem Publikum 1:2 geschlagen geben musste  „Gerade gegen die Spitzenmannschaften weisen die Verler eine gute Quote auf. Die Mannschaft hat es verstanden, sich auf die Duelle mit den Top-Teams gut zu fokussieren“, sagt „Pele“ Wollitz im Gespräch mit DFB.de, fügt aber gleich hinzu: „Unser Ziel ist klar: Wir wollen die letzten drei Saisonspiele gewinnen.“ Damit wäre für die Viktoria zumindest noch der Sprung auf Platz drei möglich.

Gladbacher Wiedersehen mit RWE-Torjäger Platzek

Ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten gibt es für die U 23 von Borussia Mönchengladbach am Samstag (ab 14 Uhr) im Gastspiel bei Rot-Weiss Essen. RWE-Torjäger Marcel Platzek war vor seiner Rückkehr an die Hafenstraße vier Jahre lang für die „Fohlen“ am Ball und hatte in 98 Spielen 22 Tore erzielt.

Für die Essener war der 23-Jährige allein in der laufenden Saison schon 16 Mal erfolgreich und gewann damit auch eine Wette um ein Abendessen gegen seinen Ex-Trainer Sven Demandt, der nach wie vor große Stück auf Platzek hält. „Marcel ist noch nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen“, so der frühere Bundesliga-Profi vor dem Wiedersehen gegenüber DFB.de. Im Hinspiel hatte Platzek mit einem Dreierpack fast im Alleingang für den 3:2-Auswärtssieg der Essener gesorgt.

An ihre jüngsten Heimauftritte gegen die Gladbacher haben die Rot-Weissen jedoch alles andere als gute Erinnerungen. Drei Niederlagen in Serie setzte es für RWE vor eigenem Publikum, im vergangenen Jahr sogar 1:6. Diesmal wollen es die Gastgeber besser machen, zumal sie durch zehn von zwölf möglichen Punkten aus den vergangenen vier Begegnungen neues Selbstvertrauen getankt haben. Allerdings ist RWE-Trainer Marc Fascher zu einigen Umstellungen gezwungen. Stammtorhüter Daniel Schwabke, Holger Lemke, Kevin Grund und Alexander Langlitz fallen verletzungsbedingt aus, Kapitän Konstantin Fring darf wegen seiner fünften Gelben Karte nicht eingesetzt werden.

Die SG Wattenscheid 09, die an den verbleibenden drei Spieltagen nicht mehr von einem Nichtabstiegsplatz verdrängt werden kann, hat gleichzeitig Heimrecht gegen die U 23 von Fortuna Düsseldorf und will nach vier Spielen in Folge ohne Sieg (ein Punkt) in die Erfolgsspur zurückkehren. „Trotz des geschafften Klassenverbleibs ist es nach wie vor unser Ziel, möglichst die 40-Punkte-Marke zu erreichen“, sagt Wattenscheids Trainer André Pawlak. Aktuell haben die Lohrheide-Kicker 33 Zähler auf dem Konto.

Die Gäste aus der Landeshauptstadt warten seit drei Partien auf einen dreifachen Punktgewinn und sind nach einer herausragenden Hinserie inzwischen bis auf den elften Tabellenplatz abgerutscht. 09-Trainer Pawlak kennt jedoch die Gründe für das schlechte Abschneiden: „Die Düsseldorfer haben in der zweiten Saisonhälfte zahlreiche Spieler an den Profikader in der 2. Bundesliga abgestellt. Das ist eine Auszeichnung für diese Mannschaft. Ich habe allergrößten Respekt vor der Arbeit meines Kollegen Taskin Aksoy, so etwas geleistet zu haben.“

Schorch kehrt mit Bochumer U 23 nach Köln zurück

Die beiden Reserve-Mannschaften des 1. FC Köln und des VfL Bochum, die sich am Sonntag (ab 16 Uhr) gegenüber stehen, kämpfen jeweils gegen Negativserien an. Während die „Geißböcke“ von Trainer Stephan Engels seit drei Spieltagen sieglos sind, warten die Gäste aus dem Ruhrgebiet schon seit sechs Partien auf einen Dreier. Trotzdem ist auch für den VfL, der das Hinspiel auf eigenem Platz 0:1 verloren hatte, der Klassenverbleib praktisch in trockenen Tüchern.

Mit dem früheren Junioren-Nationalspieler Christopher Schorch kann Bochums Trainer Thomas Reis beim U 23-Duell im Franz-Kremer-Stadion auch einen ehemaligen Kölner aufbieten. Der 25-jährige Innenverteidiger absolvierte zwischen 2010 und 2012 insgesamt elf Regionalliga-Partien für die zweite Mannschaft des „Effzeh“. Für die Profis war er 22 Mal in der Bundesliga am Ball.

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