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Kray: Lehrer Skorzenski soll die Klasse halten

Neuer FCK-Trainer: „Was ich verlange, das lebe ich selbstverständlich auch vor.“

 

Sein Name dürfte bis jetzt nur ausgewiesenen Experten ein Begriff gewesen sein: Nun steht Trainer Micha Skorzenski unmittelbar vor seiner ersten Einheit bei einem Viertligisten. Am Dienstag ab 19 Uhr leitet der 33-Jährige das Auftakt-Training beim FC Kray. Zuvor war der Kölner mit der SpVg Frechen im Eiltempo durch die Ligen gerast. Drei Aufstiege in sechs Jahren bis in die Landesliga stehen zu Buche. Den Sprung in die Oberliga verpassten die Rheinländer in der Vorsaison erst am letzten Spieltag. In Kray beerbt Skorzenski nun Michael Lorenz, der die Essener in der abgelaufenen Saison zum Klassenverbleib geführt hatte, dann aber den Klub auf eigenen Wunsch verließ. Parallele zu Skorzenski: Auch Lorenz, gerade einmal vier Jahre älter als sein Nachfolger, war im Sommer 2014 von einem Landesligisten (Arminia Klosterhardt) an die Buderusstraße gewechselt.

Die Zielsetzung beim FCK ist gleich geblieben. „Es geht darum, die nötigen Punkte für den Klassenverbleib einzufahren“, sagt Skorzenski, der im Hauptberuf Lehrer für Erdkunde und Sport an einem Gymnasium in Erftstadt vor den Toren Kölns ist. Der Pädagoge war Präsident Günther Oberholz und Teammanager Fabian Decker von Skorzenskis ehemaligen Studienkollegen und Spielerberater Björn Krohn vorgeschlagen worden. „Es passte auf Anhieb“, erinnert sich der neue FCK-Trainer an die ersten Gespräche.

Skorzenski besitzt die A-Lizenz und schnupperte als Hospitant von Marcel Koller (VfL Bochum) und Zvonimir Soldo (1. FC Köln) auch schon etwas Profi-Luft. „Jetzt selbst Trainer eines Viertligisten zu sein, ist allerdings noch einmal eine ganz andere Nummer“, freut sich der Neu-Krayer auf die Herausforderung. Von seinen Spielern erwartet er „absoluten Einsatzwillen, Identifikation und Lernbereitschaft. Was ich verlange, das lebe ich selbstverständlich auch vor“, sagt der leidenschaftliche Beachvolleyballer und Vespa-Fahrer, der aktuell viel Zeit damit verbringt, sich per Videostudium einen genauen Überblick über die Regionalliga West zu verschaffen.

Die Krayer Spieler dürfen von ihrem neuen „Chef“ eine klare Ansage und Herangehensweise erwarten. „Jeder Einzelne muss in jeder Spielsituation wissen, warum er etwas tut. Daher sollen und müssen die Spieler zum Training nicht nur ihren Körper, sondern auch ihren Kopf mitbringen“, so der Lehrer mit einem Augenzwinkern.

Mit der Verpflichtung des neuen Trainers wurden die Transferaktivitäten vorerst gestoppt. Einige wenige Kaderplätze sind allerdings noch offen. Skorzenski: „Ich mache mir jetzt erst einmal ein Bild der Mannschaft. Dann sehe ich, in welchen Bereichen des Puzzles noch etwas fehlt. Wir haben dann genügend Zeit, um darauf zu reagieren.“

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