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Michael Tönnies tritt bei SpVg Schonnebeck zurück

Ex-MSV-Profi sieht seine Mission nach Oberliga-Aufstieg als beendet an.

Der Essener Oberliga-Neuling SpVg Schonnebeck muss mit dem Rücktritt von Manager Michael Tönnies (Foto) einen Tiefschlag hinnehmen. „Ich bin als Sportlicher Leiter zurückgetreten, weil ich mit dem Aufstieg mein Ziel erreicht habe“, begründet der 55-jährige Tönnies seine Entscheidung gegenüber MSPW. Sein bisheriger Stellvertreter Lars Suelmann übernimmt vorerst Tönnies‘ Aufgaben.

Der ehemalige Torjäger des MSV Duisburg, der nur 100 Meter von der Schonnebecker Platzanlage entfernt wohnt, leitete die Geschicke des ehemaligen Landesligisten seit eineinhalb Jahren. Sein jüngerer Bruder Dirk (41), der die SpVg Schonnebck trainiert, bleibt dem Klub aber weiterhin erhalten.

Michael Tönnies hatte seine Profikarriere erst in Schonnebeck begonnen. Später spielte er für FC Schalke 04 (1978 bis 1980) sowie für den MSV Duisburg (1991/92) 40 Mal in der Bundesliga (13 Tore). In der 2. Fußball-Bundesliga bestritt er für die SpVgg Bayreuth (1981/82), Rot-Weiss Essen (1986/87), den MSV Duisburg (1989 bis 1991) und den Wuppertaler SV (1992 bis 1994) 140 Spiele und schoss 62 Tore.

Michael Tönnies wurde Torschützenkönig in der Zweitligasaison 1990/91 (29 Tore für den MSV Duisburg) sowie dreimal in der Oberliga Nordrhein: 1983/84 (30 Tore für den 1. FC Bocholt), 1985/86 (24 Tore für Rot-Weiss Essen) und 1988/89 (27 Tore für den MSV Duisburg).

Mit dem MSV wurde er 1987 Deutscher Amateurmeister sowie 1988 und 1989 Meister der Oberliga Nordrhein. Die „Zebras“ führte er 1989 zum Aufstieg in die 2. Bundesliga, 1991 folgte sogar die Rückkehr in die 1. Bundesliga.

Sein Rekord vom 27. August 1991 ist immer noch unerreicht, als er im Trikot des MSV Duisburg beim 6:2 gegen den Karlsruher SC (mit dem damals noch weitgehend unbekannten Oliver Kahn im Tor) innerhalb von fünf Minuten (10., 11., 15.) den schnellsten Hattrick der Bundesligageschichte erzielte. Er legte außerdem noch das 5:1 und das 6:2 nach und schoss damit fünf Tore in einem Spiel, nur Dieter Müller erzielte mehr Bundesligatore in einem Spiel.

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