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Köln: Schmadtke verzichtet auf Berufung

Geschäftsführer akzeptiert Geldstrafe in Höhe von 6.000 Euro.

Gegen die Entscheidung des DFB-Sportgerichts, Geschäftsführer Jörg Schmadtke vom Bundesligisten 1. FC Köln wegen seiner „Eierköppe“-Aussage beim Spiel in Bremen (1:1) zu einer Geldstrafe von 6.000 Euro zu verurteilen, werden die „Geißböcke“ keinen Einspruch einlegen. Nach ausführlicher Beratung im Klub hat sich Jörg Schmadtke entschieden, nicht gegen das Urteil vorzugehen und die Strafe zu akzeptieren. Für die Aussage selbst hatte er sich bereits im Dezember öffentlich entschuldigt.

Die Kölner Erklärung im Wortlaut:

„Auch wenn dieses Argument jede weitere Diskussion im Keim erstickt, verstehe und akzeptiere ich die Haltung des Gerichts, dass ein Freispruch einen Präzedenzfall geschaffen hätte“, sagt Jörg Schmadtke. „Das Strafmaß ist für mich allerdings völlig überzogen. Ich habe mir in 30 Jahren Profi-Fußball nie etwas zuschulden kommen lassen und habe die Schiedsrichter lediglich unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Kabinengang kritisiert, nachdem wir wochenlang nachweislich benachteiligt worden sind. Wenn ich vor diesem Hintergrund für das Wort Eierköppe 6.000 Euro zahlen soll, während in einem anderen Fall jemand, der öffentlich von Betrug gesprochen hat, zu 5.000 Euro verurteilt wurde, dann verstehe ich die Maßstäbe nicht mehr.“

Dennoch verzichtet Schmadtke auf die mögliche Berufung gegen das Urteil. „Ich tue das, weil ich Schaden vom 1. FC Köln, meinem Club, abwenden und keine Belastung für die Mannschaft und das Trainerteam darstellen möchte, indem sich dieses überflüssige Verfahren über weitere Monate hinzieht.“

„Wir haben nach der Erfahrung bei der mündlichen Verhandlung in Frankfurt, bei der insbesondere der Kontrollausschuss stillos und weltfremd aufgetreten ist, jedes Vertrauen darin verloren, dass der Fall in den DFB-Instanzen fair und korrekt behandelt werden könnte“, sagt FC-Präsident Werner Spinner. „Wir sehen keinerlei Aussicht auf Erfolg, das Urteil spürbar korrigieren zu können. Daher unterstützen wir Jörg Schmadtke darin, auf eine Berufung zu verzichten, auch wenn wir das Urteil für ungerecht halten und er es nicht verdient hat.“   

Mit dem Verzicht auf die Berufung soll ein weiterer Imageschaden für den DFB und den deutschen Fußball vermieden werden, der durch eine erneute, medial begleitete Auseinandersetzung in den DFB-Instanzen unweigerlich entstehen würde. Der FC bedauert außerordentlich, dass der DFB-Kontrollausschuss sämtliche Angebote, sich in der Sache gütlich zu einigen, ausgeschlagen und sich der Suche nach einem gemeinsamen Weg verweigert hat, der zu einer Befriedung des Themas im Sinne aller geführt hätte.

 

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