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Bundesliga: Mehr als eine Milliarde TV-Geld pro Saison

Ab 2017 nicht mehr alle Spiele bei „Sky“ – Dafür steigt „Eurosport“ ein.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat bei der Ausschreibung der nationalen Medienrechte ein Rekordergebnis erzielt und überspringt erstmals die Marke von durchschnittlich einer Milliarde Euro pro Saison. Ein Gesamtbetrag für die vier Spielzeiten von 2017/18 bis 2020/21 in Höhe von 4,64 Milliarden Euro bedeutet durchschnittlich 1,16 Milliarden Euro pro Saison. Dies entspricht einem Wachstum von rund 85 Prozent gegenüber dem aktuellen Vergabezeitraum.

Seit der Saison 2005/06 ist eine Steigerung um 287 Prozent zu verzeichnen. Ein weiteres Einnahmeplus ist mit Blick auf die internationale Vermarktung zu erwarten. Damit erwirtschaftet die DFL in der kommenden Rechteperiode voraussichtlich mediale Gesamterlöse von durchschnittlich mindestens 1,4 Milliarden Euro pro Saison.

Insgesamt 17 Rechte-Pakete wurden angeboten

Im Rahmen einer offenen, transparenten und diskriminierungsfreien Ausschreibung, für die vom Bundeskartellamt am 11. April 2016 grünes Licht gegeben worden war, hatte die DFL insgesamt 17 Rechte-Pakete mit Spielen der Bundesliga und 2. Bundesliga sowie der Relegation und des Supercups angeboten. Im Pay-Bereich erwarb der bisherige Rechte-Inhaber „Sky“ die Samstagskonferenz, die Live-Spiele der Bundesliga am Samstag und  Sonntag sowie der kompletten 2. Bundesliga. „Eurosport“ sicherte sich ein Live-Paket, in dem unter anderem Pay TV-Rechte für die Begegnungen der Bundesliga am Freitagabend, fünf Bundesliga-Partien am Sonntag (13.30 Uhr) und Montag (20.30 Uhr) sowie die Relegation und der Supercup enthalten sind.

Die Zusammenfassungen der Samstag- und Sonntagspiele der Bundesliga werden auch künftig bei der ARD zu sehen sein. Das ZDF kommt neben der Zweitverwertung der Samstagsspiele auch bei Live-Rechten im Free-TV u.a. für den Supercup sowie das Hinrunden- und Rückrunden-Eröffnungsspiel zum Zuge.

Für die Internet-Cliprechte erhielt erstmals die „Perform Group“, die in Kürze ein Streaming-Angebot mit Sportinhalten startet wird, den Zuschlag, während „SPORT1“ ab Sonntagvormittag das Recht hat, die Bundesliga-Spiele vom Freitag und Samstag in der Zweit- bzw. Drittverwertung zu zeigen. Dagegen verliert „SPORT1“ ab der Saison 2017/2018 das Montagabend-Spiel der 2. Bundesliga im Free-TV.

Bislang nicht vergeben wurden zwei Pakete: die Highlight- Zusammenfassungen der 2. Bundesliga im Free-TV am Freitag und Sonntag sowie ein Paket zur nachgelagerten Free-TV-Zusammenfassung am Montagabend über alle Bundesliga-Begegnungen des gerade abgelaufenen Spieltages. Über die Verwertung dieser Pakete wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden, da die bisherigen Gebote nicht den Vorstellungen der DFL entsprochen haben. Die Vergabe eines sogenannten OTT („Over the top““)-Pakets, das im Sinne eines Alleinerwerbverbotes bei nur einem Käufer für vorab definierte Live- Pakete hätte zum Tragen kommen können, erfolgte nicht.

Auch die Audio-Rechte wurden vergeben

„Das Ausschreibungsergebnis ist ein wichtiger Schritt mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit des deutschen Spitzenfußballs. Die Bundesliga hat nun beste Voraussetzungen, weiterhin zu den drei umsatzstärksten Fußball- Ligen der Welt zu gehören und damit Spitzensport auf höchstem Niveau zu präsentieren. Gleichzeitig sind die investierten Summen ein großer Vertrauensvorschuss. Dem gilt es für die Clubs in den kommenden Jahren gerecht zu werden“, sagt DFL-Geschäftsführer Christian Seifert: „Für die Zuschauer bedeutet das: Auch künftig wird in etablierten Sendefenstern deutscher Topfußball zu sehen sein – und dass sowohl bei bewährten als auch bei neuen Medienpartnern.“

„Der Abschluss ist eine gute Nachricht für den deutschen Profifußball. Wesentliche wirtschaftliche Grundlagen für eine weitere Positiventwicklung sind damit für die kommenden Jahre gelegt. Über die Verteilung der Erlöse wird in der kommenden Saison entschieden. Der amtierende Ligavorstand ist sich darüber einig, zunächst die bei der Generalversammlung im August anstehende Neuwahl des Gremiums abzuwarten und anschließend diese keineswegs einfache Aufgabe anzugehen. Trotz aller Interessenunterschiede sollte es das gemeinsame Anliegen aller Clubs sein, eine möglichst einvernehmliche Lösung zu erzielen“, erklärt Ligapräsident Dr. Reinhard Rauball.

Ebenfalls vergeben wurden die Audio-Rechte für das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Hier setzten sich die ARD in der Kategorie „UKW“ und Amazon in der Kategorie „Web/Mobile“ durch. Amazon tritt damit zum ersten Mal als Rechte-Inhaber einer großen Fußball-Liga auf.

Quelle: bundesliga.de

 

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