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RWE-Trainer Sven Demandt vor Duell mit Gladbach:

51-jähriger Ex-Profi trifft mit Essenern auf langjährigen Verein.

Nach dem unglücklichen Pokal-Aus gegen den Zweitligisten Arminia Bielefeld (6:7 nach Elfmeterschießen) steht für Rot-Weiss Essens Cheftrainer Sven Demandt (Foto) am Samstag (14 Uhr) gegen seinen früheren Verein Borussia Mönchengladbach U 23 in der Regionalliga West bereits der nächste Höhepunkt auf dem Programm. Für den 51-Jährigen ist die Begegnung mit den „Fohlen“ eine Reise in die eigene Vergangenheit. 2008 war Demandt von Rot-Weiss Essens U 19 zur Borussia gewechselt, übernahm dort zunächst ebenfalls die U 19. Nach zwei Spielzeiten wurde Demandt zur U 23 befördert, stand dort insgesamt 180 Mal an der Seitenlinie und führte die Borussia 2015 zur Meisterschaft in der Regionalliga West. Die RWE-Heimbilanz gegen die Borussia ist stark verbesserungswürdig. Nur einen Sieg konnten die Rot-Weissen in neun Partie einfahren. 2008/2009 holte RWE damals unter Trainer Michael Kulm den letzten Dreier. Unvergessen bleibt die 1:6-Niederlage aus der Saison 2012/2013, bei der Demandt für die Borussia verantwortlich war. Wir sprachen mit dem RWE-Trainer.

Der Sprung in die zweite Runde des DFB-Pokals wurde gegen Arminia Bielefeld erst im Elfmeterschießen denkbar knapp verpasst. Wie schwer ist es, eine Mannschaft nach einem solchen Erlebnis aufzurichten?
Wir wissen ganz gut damit umzugehen. Die Mannschaft muss sich nichts vorwerfen lassen, hat alles gegeben und das Spiel bis zum Schluss offengehalten. Ich bin zwar kein Freund von Glück oder Pech. Aber ein Elfmeterschießen ist auch ein Lotterie-Spiel. Die Mannschaft hatte sich einen trainingsfreien Tag verdient, um wieder auf andere Gedanken zu kommen. Wir können schon stolz sein, was wir gegen Bielefeld abgeliefert haben.

Welche positiven Signale nehmen Sie für die kommenden Aufgaben mit?
Wenn die Jungs weiter mit dieser Leidenschaft auftreten, werden auch wieder positive Ergebnisse kommen. Schlimmer wäre gewesen, wenn wir sang- und klanglos ausgeschieden wären. Dann hätten wir Grund gehabt, uns etwas vorzuwerfen.

Nach zwei Pokal-Auftritten steht nun wieder der Liga-Alltag auf dem Programm. Wie fällt das Zwischenzeugnis nach vier Spieltagen aus?
Das 0:4 gegen Viktoria Köln hängt uns noch ein wenig nach. Ich denke, wir sind dennoch mehr als ordentlich in die Saison gestartet. Keiner soll glauben, dass wir alles aus dem eigenen Stadion schießen. Aber wir sollten nach den ersten Rückschlägen schon sehen, dass wir zügig wieder in die Spur kommen.

Was gefällt Ihnen bislang gut, was weniger gut?
Gegen Bielefeld haben wir gezeigt, dass wir auch aus Standardsituationen Tore erzielen können. Wir verteidigen gut und die Leute im Stadion sehen, dass wir uns reinhauen. Weniger gut ist, dass wir bis auf das Spiel in Wiedenbrück nie in Führung gegangen sind. Das sollten wir schleunigst ändern.

Sie selbst haben lange Zeit für Borussia Mönchengladbach gearbeitet. Wie groß ist die Vorfreude, am Samstag einige ehemalige Weggefährten zu treffen?
Die Mannschaft, die ich in Gladbach trainiert habe, ist im Kern zusammengeblieben. Thomas Kraus und Moritz Nicolas habe ich selbst noch zur Borussia geholt. Ich würde lügen, wenn ich sage, dass es ein normales Spiel für mich ist. Selbst die Leute auf der Gladbacher Trainerbank kenne ich durch und durch. Ich werde viele Hände schütteln, aber die Freundschaft muss für 90 Minuten ruhen. Für uns geht es darum, die drei Punkte an der Hafenstraße zu behalten.

Das komplette MSPW-Interview mit Sven Demandt lesen Sie in der RWE-Stadionzeitung „kurze fuffzehn“ sowie auf der RWE-Homepage.

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