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Rot-Weiss Essen: Trennung von Nachwuchs-Chef Winkler?

Leiter der Juniorenabteilung setzt Urlaubsanspruch juristisch durch.
Andreas Winkler (Foto), Nachwuchs-Chef des West-Regionalligisten Rot-Weiss Essen, hat per Einstweiliger Verfügung  vor dem Arbeitsgericht Essen durchgesetzt, dass er von Mitte bis Ende Juli Urlaub nehmen kann. RWE-Vorsitzender Prof. Dr. Michael Welling hatte den zunächst genehmigten Urlaub vor wenigen Wochen gestrichen, weil auch zwei Monate nach dem Saisonende noch kein neuer Trainer für die in die Niederrheinliga abgestiegene U 19 der Essener feststeht.

„Es ist die ureigene Aufgabe des Nachwuchsdirektors, einen neuen U 19-Trainer vorzustellen. Da passt es nicht, sich jetzt in den Urlaub zu verabschieden, zumal während der Saisonvorbereitung ohnehin sämtliche Mitarbeiter besonders stark eingespannt sind“, begründete Welling seine Maßnahme. Richterin Claudia Hagedorn gab jedoch Winkler Recht. Er darf nun während des ursprünglich vereinbarten Zeitraums „fernbleiben“.

Dass sich ohnehin eine Trennung zwischen RWE und Winkler nach rund 15-jähriger Tätigkeit abzeichnet, wurde während des Verfahrens ebenfalls deutlich. So hatten Vorstand und Aufsichtsrat dem Nachwuchsleiter schon vor einem Monat mitgeteilt, einen Aufhebungsvertrag anzustreben, um eine Kündigung zu vermeiden. Winkler besitzt einen unbefristeten Vertrag.

„Es ist richtig, dass wir uns perspektivisch von Andreas Winkler trennen möchten“, bestätigte Welling gegenüber MSPW. „Selbstverständlich werden wir die Entscheidung des Gerichts akzeptieren. Wie wir mit der Gesamtsituation umgehen, werden wir zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.“ Das gestörte Vertrauensverhältnis und die juristische Auseinandersetzung: Es gab schon bessere Zeiten für Winkler bei RWE.

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