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Frankfurt: Weg für neue DFB-Akademie voraussichtlich frei

Galopprennklub muss nach Gerichtsentscheid die Rennbahn räumen.


Die Verhandlung vor dem Oberlandesgericht in Frankfurt dauerte heute gerade einmal zehn Minuten. Dann stand fest: Die Stadt Frankfurt hat sich auf juristischem Weg in einer Berufungsverhandlung mit ihrer Räumungsklage gegen den in Frankfurt in unmittelbarer Nähe des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ansässigen Galopprennklub durchgesetzt.

Das bedeutet: Mit fast zweijähriger Verspätung kann vielleicht noch in diesem Jahr mit dem geplanten Bau des DFB-Leistungszentrums auf dem Gelände der bisherigen Galopprennbahn begonnen werden. Auf jeden Fall ist damit ein wichtiges Hindernis bei der Errichtung der DFB-Akademie aus dem Weg geräumt.

Der Rennklub war vorab gegen ein Räumungsurteil in die Berufung gegangen, pochte auf die Einhaltung des bis 2024 laufenden Nutzungsvertrages. Die Richter folgten den Ausführungen des Rennklubs, der das Gutachten einer Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaft vorlegte, jedoch nicht.

Wegen der „grundsätzlichen Bedeutung des Verfahrens“ ist zwar noch eine Revision vor dem Bundesgerichtshof möglich. Um das Verfahren zu verlängern und die Vollstreckung der Räumung zu verhindern, müsste der Rennklub allerdings eine Sicherheitsleistung von 350.000 Euro leisten. Sonst könnte die Stadt die Aufbauten der Rennbahn abreißen lassen.

„Mit dem heutigen Urteil ist etwas mehr Rechtssicherheit geschaffen worden“, betont DFB-Präsident Reinhard Grindel (Foto). „Es besteht nun die Aussicht, dass die Stadt Frankfurt endlich ihre seit Anfang 2016 bestehende Verpflichtung erfüllen kann, dem DFB den Besitz an den Flächen auf der ehemaligen Rennbahn zu verschaffen.“

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