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Keine Lizenz für KFC? Montag fällt Entscheidung

Zulassungsbeschwerdeausschuss des DFB kommt Montag zusammen.

Der Zulassungsbeschwerdeausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird am kommenden Montag in Frankfurt am Main zusammenkommen, um sich mit dem Antrag des KFC Uerdingen auf Zulassung zur 3. Liga zu befassen.

Der Meister der Regionalliga West hatte sich in den Aufstiegsspielen gegen den SV Waldhof Mannheim durchgesetzt und damit sportlich für die 3. Liga qualifiziert.

Der Verein musste zum Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit im Rahmen des Zulassungsverfahrens zur 3. Liga bis spätestens 29. Mai, 15.30 Uhr (Ausschlussfrist), unter anderem eine Liquiditätsreserve als Guthaben beim DFB erbringen. Die Ausschlussfrist galt gleichermaßen für alle Klubs, die nach Einreichung der Zulassungsunterlagen zum 15. März und deren Prüfung durch den DFB Bedingungen gestellt bekommen hatten.

Die mit der Bedingung geforderte Liquiditätsreserve des KFC Uerdingen ging nach derzeitigem Stand am Dienstag möglicherweise erst nach Ablauf der Ausschlussfrist ein. Die Nichteinhaltung der Frist hätte nach den Statuten zur Folge, dass die Bedingung nicht erfüllt ist und daher keine Zulassung erteilt werden könnte. Ein Ermessensspielraum würde für den Zulassungsbeschwerdeausschuss in diesem Fall aufgrund der gegebenen Drittbetroffenheit der anderen Bewerber, für die dieselben Fristen und Regeln galten, nicht bestehen.

Unterlagen werden überprüft

Am Montag wird der Zulassungsbeschwerdeausschuss anhand der vorliegenden Unterlagen überprüfen, ob die Liquiditätsreserve fristgerecht gestellt und die Bedingung somit erfüllt worden ist.

Im Fall der Nichterteilung einer Zulassung für einen Gewinner der Aufstiegsspiele zur 3. Liga würde laut DFB-Spielordnung (Paragraf 55b Punkt 4) der in den Aufstiegsspielen unterlegene Verein als Sieger gelten und den Platz in der 3. Liga einnehmen, sofern er die wirtschaftlichen und technisch-organisatorischen Anforderungen erfüllt. Waldhof Mannheim könnte also profitieren.

Der KFC Uerdingen 05 gab am Abend eine Erklärung heraus, in der Präsident Mikhail Ponomarev unter anderem seinen Rückzug ankündigt, falls der KFC nicht aufsteigt. Das Statement von Ponomarev in Auszügen:

„Wir sind geschockt (…). Wir haben eine unglaubliche Saison gespielt und uns den ersten Platz hart erkämpft. Wir haben (…) eine Relegation gewonnen, inklusive des chaotischen Spiels in Mannheim, bei dem wir, unsere Familien und Spieler angegriffen, beleidigt und bespuckt worden sind. Wir haben geschwiegen, uns professionell verhalten und uns den Aufstieg verdient.

Im Lizenzverfahren haben wir alle Punkte in vollem Umfang erfüllt, zu 100 Prozent transparent und korrekt gearbeitet und finanzielle Garantien in einer Höhe abgegeben, die in dieser Liga in Deutschland einmalig sind. Wir haben das Geld sogar zwei Mal überwiesen, unsere Garantien sind tadellos und finanziell die stärksten in der 3. Liga. Wir haben alles erfüllt und uns an alle Fristen gehalten. Die Qualität unserer Dienstleister, die Arbeitsweise der Banken können wir nicht kontrollieren. Wir sehen nicht, dass uns hier eine Schuld trifft, wir haben aus unserer Sicht alles richtig gemacht. Die Aussage in der Mitteilung des DFB ist leider unverständlich. Haben wir die Lizenz nun? Haben wir sie nicht?

Wir haben viel Zeit und Geld in die wirtschaftliche und in die gesellschaftliche Rehabilitation und Reputation des Clubs investiert. Wir haben wahnsinnige Ergebnisse erreicht, sportlich und auch auf anderen Ebenen (…). Unser Klub hat alles richtig gemacht, in vollem Umfang und in den notwendigen Fristen gearbeitet. Wir werden die Entscheidung am Montag abwarten und hinnehmen, wir werden nicht mehr appellieren. Für mich steht fest, dass wir nur in der 3. Liga mit mir spielen. Wenn der DFB nach allem was passiert ist wirklich beschließt, uns für etwas, an dem wir keine Schuld tragen, die Lizenz nicht zu geben, dann sehe ich nicht, wie ich mein Engagement beim KFC Uerdingen aufrecht erhalten kann.“

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