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Galopp Iffezheim: Außenseiterin Diamond Vega holt Erfolg nach England

Rennreiterin Laura Pearson landet größten Erfolg ihrer Laufbahn.


Sie strahlte nach dem bislang größten Erfolg ihrer Karriere über das ganze Gesicht: Die 22-jährige englische Rennreiterin Laura Pearson, Auszubildende am Top-Stall von Ralph Beckett in England, feierte am Samstag, dem vorletzten Tag der „Großen Woche“ 2023 auf der Galopprennbahn in Iffezheim bei Baden-Baden, mit der 144:10-Außenseiterin Diamond Vega (Foto) nicht nur den 102. Sieg ihrer noch jungen Laufbahn, sondern ihren ersten Treffer in einem Rennen der zweithöchsten Kategorie – im „Wackenhut Mercedes Benz Fillies Cup“ (25.000 Euro, 1.400 Meter).

Trotz anständiger Leistungen in besseren englischen Handicaps hatten die Wetter Diamond Vega, eine dreijährige Lope de Vega-Tochter, ziemlich unterschätzt. Das hinderte die beim siebten Start nun zum dritten Mal siegreiche Lady nicht an einem tollen Speedsieg, der mit 15.000 Euro honoriert war. Trainer Ralph Beckett war nicht vor Ort. Er begann im November 1999 mit dem Training von einem Dutzend Pferden in Lambourn. Im August 2019 feierte er in Salisbury seinen 1000. Sieg. 2012 hatte er mit Electrelane die 1.000 Guineas in Düsseldorf gewonnen. Auch die aktuelle Stallform ist blendend.

„Wir hatten einen sehr guten Rennverlauf. Das Rennen war schnell genug, ich wusste, dass meine Stute noch gut beschleunigen könnte“, berichtete Laura Pearson.

Lange Zeit sah die Favoritin Samahram in den weltberühmten Al Shaqab-Farben der Katar-Herrscherfamilie Al Thani wie die Siegerin aus. „Sie kam aus einer langen Pause, das hat man auf den letzten 150 Metern gemerkt“, berichtete Jockey Adrie de Vries über die Zweitplatzierte, die Kimi Orenda auf Rang drei verwies, womit zwei der sieben Französinnen die besten Platzgelder holten. Wie 2022 eroberte Dishina Platz vier und war die beste Deutsche. 1.825:1 Euro bezahlte die Viererwette.

Lady Mary empfiehlt sich für „Winterkönigin“

Der BBAG Preis der Winterkönigin am 15. Oktober beim Sales & Racing Festival im Oktober ist das große Highlight für zweijährige Stuten. Mit dem Gestüt Etzean Winterkönigin Trial (10.000 Euro, 1.600 Meter) stand nun ein wichtiger Test an, bei dem sich die aus der Zucht und im Besitz von Gräfin und Graf von Stauffenberg stehende Lawman-Tochter Lady Mary (89:10) bei ihrem Einstand nachdrücklich empfahl.

Die von Andreas Suborics aus Köln entsandte Außenseiterin entwickelte auf freier Bahn enorme Reserven, um die ebenfalls stark debütierenden Irisante und Saman sehr sicher abzuwehren. „Sie hatte sehr gute Arbeitsleistungen gezeigt, daher hatte ich richtig Mumm“, gab Jockey Martin Seidl zu.

Lilli-Marie Engels trumpft im Amazonenreiten auf

Unter den „Top 20“ der deutschen Jockeys taucht inzwischen der Name von Lilli-Marie Engels auf, denn die 23-jährige ist einer der besten Rennreiterinnen Deutschlands und kann es schon lange auch mit der männlichen Konkurrenz aufnehmen. Im Amazonenreiten (1.600 Meter) hatte sie mit der aus Leipzig aus dem Stall von Marco Angermann angereisten Mykene (79:10) keinerlei Mühe gegen Wild Sheriff und Lex Luthor.

Nach dem Mega-Sonntag mit dem Triumph von Zerostress in der „Goldenen Peitsche“ gingen die Festspiele des Düsseldorfer Trainers Sascha Smrczek weiter, als die dreijährige Stute Ciyounesse (75:10) mit Thore Hammer-Hansen in einer 1.600 Meter-Konkurrenz Soul Dancer und Auenfeuer bezwang.

Schauspieler Florian Martens mit Seriensiegerin

In der TV-Serie „Ein starkes Team“ spielt Florian Martens den Kriminalhauptkommissar Otto Garber. Und der Schauspieler ist auch als Pferdemitbesitzer hocherfolgreich. Mit der von Roland Dzubasz in Hoppegarten vorbereiteten vierjährigen Stute Peace of Rose (18:10-Favoritin) gewann er für den Stall Romily über 2.000 Meter schon sein viertes Rennen in Serie. Unter Dastan Sabatbekov bekam sie noch den Iffezheimer Vertreter Tornaldo, Gamine und Amaranto zu fassen. Die Viererwette brachte 3.735:10 Euro.

Die Taktik des Gehens war das Erfolgsrezept in einem 2.800 Meter-Rennen, der über die komplette Distanz im Zeichen des Hof Vesterbergs Sombrero (54:10) stand, den Dr. Andreas Bolte in Lengerich zu immer neuen Höchstleistungen steigern konnte. Duonna Lupa und Sovereign State kamen nie an ihn heran. „Er ist ein Steher, der seine Rennen gerne von vorne angeht. Sombrero besitzt ein Riesenherz und gibt immer alles“, versicherte Siegreiter Maxim Pecheur (Much).

Der Wettumsatz in den neun Rennen am Samstag belief sich auf 713.93 Euro (ein Plus von 19 Prozent zum Vorjahr). Es wurden 10.900 Zuschauer gezählt.

Krönender Abschluss mit Grand Prix am Sonntag

Der krönende Abschluss der „Großen Woche“ geht am Sonntag, 3. September, über die Bühne – mit dem 153. WETTSTAR.de Großer Preis von Baden (400.000 Euro, 2.400 Meter). Hier kommt es unter anderem zur Derby-Revanche zwischen Fantastic Moon und Mr Hollywood und dem Aufeinandertreffen mit dem französischen Gast Zagrey.

Foto-Quelle: Marc Rühl/Baden Galopp

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