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Nach 36 Jahren WFLV: Schneider sagt Servus

Auch Schiedsrichter-Chef Hans-Jürgen Weber kandidiert am Samstag nicht mehr

Beim Verbandstag des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes (WFLV) am Samstag ab 9.30 Uhr in der Rheinhausen-Halle in Duisburg-Rheinhausen stellt sich Präsident Hermann Korfmacher (Gütersloh) wenige Tage nach seinem 70. Geburtstag erneut zur Wahl. Der 1. DFB-Vizepräsident führt den größten Sportverband in Nordrhein-Westfalen seit 2003 und ist in Personalunion auch Präsident des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen (FLVW). In die Riege der Vizepräsidenten soll der frisch gebackene Niederrhein-Chef Peter Frymuth (Düsseldorf) aufrücken. Genau wie in seinem Landesverband tritt Frymuth, gleichzeitig Vorstandssprecher von Zweitligist Fortuna Düsseldorf, auch beim WFLV die Nachfolge von Walter Hützen (Mönchengladbach) an. Der 75-jährige Rechtsanwalt hatte seinen Abschied bereits vor längerer Zeit angekündigt und wird beim Verbandstag ebenso wie Dr. Dieter Stäglich (Bonn) und Josef Bowinkelmann (Mülheim) zum Ehrenmitglied ernannt.

Eine Ära geht im WFLV-Spielausschuss zu Ende. Der Bochumer Heinz-Leopold Schneider (Foto) wird nach 24 Jahren aus persönlichen Gründen nicht mehr für den Vorsitz des Gremiums kandidieren. Der Träger des Bundesverdienstkreuzes und der NRW-Sportplakette war insgesamt 36 Jahre in verantwortlicher Position beim WFLV tätig, davon 32 Jahre im Spielausschuss, der unter anderem für die Ligenstruktur, die Gestaltung der Spielpläne und der Zulassungsverfahren verantwortlich ist. Bundesweit gilt der 72-jährige Schneider, der bis zum DFB-Bundestag am 24./25. Oktober in Nürnberg noch den DFB-Spielausschuss führen wird und dann aus Altersgründen ausscheidet, als ausgewiesener Spieltechnik- und Satzungsexperte, nahezu als „wandelndes Lexikon“. Viele Jahre war er Spielleiter der Regionalliga.

Vor allem das Engagement für die Amateurvereine im deutschen Fußball lag und liegt ihm am Herzen. Für seine Verdienste wird er am Samstag mit dem Ehrenring des Verbandes ausgezeichnet. Die Lücke, die Schneider hinterlässt, soll Manfred Schnieders (Salzkotten) schließen. Der Vizepräsident des westfälischen Landesverbandes war bisher noch nicht in einem Spielausschuss aktiv.

Neu besetzt werden muss auch die Position des Schiedsrichter-Chefs. Seit 2004 war Hans-Jürgen Weber, ehemaliger Bundesliga- und FIFA-Schiedsrichter aus Essen, Vorsitzender des WFLV-Schiedsrichterausschusses. Beim Verbandstag tritt der 58-Jährige nach drei Amtsperioden nicht mehr an. Während seiner Karriere hatte Weber unter anderem 135 Bundesliga-Partien und 13 Europapokal-Spiele geleitet. Seit 2010 gehört er als West-Vertreter auch der DFB-Schiedsrichterkommission an. Als Webers Nachfolger ist mit dem 44-jährigen Andreas Thiemann (Moers) ebenfalls ein Niederrheiner vorgesehen.

Der Schiedsrichter-Gilde bleibt Hans-Jürgen Weber trotz seines Ausscheidens auf jeden Fall erhalten. Als Beobachter in der 1. und 2. Bundesliga sowie bei den Nachwuchs-Länderpokalwettbewerben ist er nahezu ständig „auf Achse“.

Weitere verdiente WFLV-Funktionäre, die am Samstag nach vielen Jahren nicht mehr für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stehen, sind Karin Zimmer (Nottuln/Frauenausschuss) und Willi Scheuerl (Gelsenkirchen/Leiter Bildungswerk).

 

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