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MH: Rock Shandy gewinnt „Bilderbuch-Rennen“

Favoritensieg im Hauptereignis beim Saisonfinale.

Dass der von Dr. Andreas Bolte in Lengerich trainierte Rock Shandy (Foto li.) am Samstag beim Saisonfinale auf der Galopprennbahn in Mülheim das mit 8.200 Euro dotierte Hauptereignis gewann, war alles andere als ein Zufall. Bolte hatte sich den „Preis von San Sebastian“ für seinen Schützling schon Wochen zuvor mit dickem Rotstift im Kalender angestrichen, seinen fünfjährigen Hengst auch nicht mit zu den Rennen während der Derby-Woche in Hamburg-Horn genommen. Das Ziel: Eine optimale Vorbereitung für den Raffelberg. „Ich bin nun einmal ein Fan der Mülheimer Bahn“, gab Bolte zu Protokoll.

Umso größer war die Freude über den Sieg von Rock Shandy für Besitzer Dr. Hans-Hermann Leimbach (Bad Berleburg) in dem gut dotierten 1.600 Meter-Rennen vor rund 3.800 Zuschauern. Rock Shandy war ständig in der Spitzengruppe zu finden, ohne Führungsarbeit übernehmen zu müssen. Auf der Zielgeraden ließ er der Konkurrenz keine Chance, gewann sicher mit einer Länge. „Ein Bilderbuch-Rennen“, lautete das Fazit von Bolte. „Auch der Boden war optimal für den Hengst.“ Das sah Siegjockey Filip Minarik (Köln) ganz ähnlich. „Es hat alles gepasst.“

Hinter dem 38:10-Favoriten Rock Shandy landete eine niederländische „Armada“ auf den Rängen zwei bis vier. Dawn Calling (208:10, Trainer: John Smith/NL) wurde Zweiter, Lord Of Leitrim (68:10, Lucien van der Meulen/NL) und Nadelwald (108:10, Daniel Christiaan Klomp/NL) machten das gute Abschneiden der Trainer aus dem Nachbarland perfekt.

Dennis Schiergen mit Glück im Unglück

Der Sieg des fünfjährigen Wallachs Holtby zum Auftakt des Saisonfinales am Raffelberg war schnell zur Nebensache geraten. Überschattet wurde die 6.000 Euro-Prüfung über 2.300 Meter von einem Sturz. Der Kölner Dennis Schiergen wurde von der Stute Chindeni, die mit den Hinterbeinen ausgerutscht war, im ersten Bogen abgeworfen. Der 21-Jährige blieb liegen. Sofort eilten Sanitäter zum Sohn des Kölner Erfolgstrainers Peter Schiergen. Dennis Schiergen war ansprechbar. Er klagte über Schmerzen im Arm und in der Wade. Mit dem Krankenwagen wurde er abtransportiert. Chindeni blieb unverletzt.

Trotz eines schwachen Starts war Holtby für Trainerin Andrea Friebel aus Solingen zum Totokurs von 68:10 dank eines sehenswerten Endspurts zum Sieg gestürmt. Rang zwei ging an den 167:10-Außenseiter Tallevu (Trainerin: Laura Giesgen/Euskirchen), Dritte wurde Las Fuentes (55:10, Waldemar Hickst/Köln).

Dennis Schiergen konnte später noch während des Renntages an den Raffelberg zurückkehren, um seine Sachen zu holen. „Nach dem Wegrutschen von Chindeni hatte ich keine Chance, im Sattel zu bleiben“, so Schiergen zu seinem Sturz. „Dann wurde ich am Boden liegend von einem anderen Pferd getroffen. Im Krankenhaus wurden beim Röntgen glücklicherweise nur Prellungen festgestellt.“

Nicht nach Plan verlief der Renntag auch für Reiterin Eva-Maria Zwingelstein (Iffezheim). Die Verlobte von Trainer Gerald Geisler (Iffezheim) wurde im Auftaktrennen mit Nadenko Zwölfte im 14er-Feld. Allerdings war die Siegerin von 28 Rennen in diesem Jahr bereits leicht angeschlagen (nach einem fiebrigen Infekt) in den Renntag gegangen. Nach ihrem Start mit Nadenko klagte sie erneut über Unwohlsein, ließ sich im Anschluss vertreten.

 

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