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Rot-Weiss Essen: Vergleich mit Kölmel gekündigt

Tradtionsverein will es jetzt doch auf Richterspruch ankommen lassen.schuh-ralf
West-Regionalligist Rot-Weiss Essen hat den vor dem Landgericht Essen vor zwei Monaten geschlossenen Vergleich mit dem früheren Vermarktungspartner Dr. Michael Kölmel (München) gekündigt, will es jetzt doch auf einen Richterspruch ankommen lassen. Das teilte Ralf Schuh (Foto), Fan-Vertreter im RWE-Aufsichtsrat, in einem sozialen Netzwerk mit.

Zur Erinnerung: Kölmel, der den Traditionsverein Ende der 1990er-Jahre mit Zuwendungen in Millionenhöhe vor dem finanziellen Aus bewahrt, sich im Gegenzug die Markenrechte gesichert, sein Engagement dann jedoch eingestellt hatte, ist der Meinung, dass ihm nach wie vor zumindest ein Teil der Einnahmen aus audiovisuellen Rechten unbefristet zusteht. Der Verein geht dagegen davon aus, dass Kölmels Ansprüche mit der Insolvenz 2010 erloschen sind.

Vor dem Landgericht klagt Kölmel nun auf die Zahlung von 62.000 Euro an TV-Honoraren, die RWE vor einigen Jahren im DFB-Pokal eingenommen hatte, da es in der Regionalliga ja keine Fernseheinnahmen gibt. Das Gericht hatte als Vergleich vorgeschlagen, dass Kölmel noch bis zum Jahr 2030 jeweils 15 Prozent der TV-Gelder erhalten sollte, ehe der Vertrag dann aufgelöst würde. Das Problem: Für den Fall des Aufstiegs in die 3. Liga würde Kölmel dann auch an den dortigen Fernsehhonoraren in Höhe von ca. 800.000 Euro pro Saison partizipieren.

Diesen Vergleich akzeptiert Rot-Weiss Essen jetzt doch nicht, sondern will nun abwarten, wie das Gericht entscheidet. Für den Fall einer möglichen juristischen Niederlage kündigte der Verein bereits an, vor dem Oberlandesgericht in die Berufung gehen zu wollen. Ende offen.

Foto-Quelle: Rot-Weiss Essen

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