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SGS Essen II: Vorsicht, Verwechslungsgefahr!

Rekus-Zwillinge wollen sich in der 2. Frauen-Bundesliga durchsetzen.
Erneute Verwechslungsgefahr in Essen! Die 17 Jahre alten, eineiigen Zwillingsschwestern Laura (Foto re.) und Weronika Rekus (li.), die bei der SGS Essen von der U 17-Bundesligamannschaft in den Kader der U 20 hochgezogen wurden und bereits in den Relegationsspielen zur neugegründeten eingleisigen 2. Frauen-Bundesliga zum Einsatz kamen, treten beim Ruhrgebietsklub in große Fußstapfen.

Denn bereits die beiden Juniorennationalspielerinnen Jule und Pauline Dallmann, die ihr Rüstzeug für ihre Karriere ebenfalls bei der SGS Essen bekamen, sorgten bei ihren damaligen Auftritten an der Essener „Ardelhütte“ bei den Zuschauern mitunter für Verwirrung. Zuletzt spielten die Dallmann-Zwillinge und jüngeren Schwestern von Nationalspielerin Linda Dallmann, die nach wie vor im offensiven Mittelfeld der SGS Essen die Fäden zieht, für Borussia Mönchengladbach und schafften als Meister der 2. Frauen Bundesliga Nord die sofortige Rückkehr in die Allianz Frauen-Bundesliga.

Auch in der Schule unzertrennlich

Mit dem Startschuss zur neuen Saison in der nun eingleisigen 2. Frauen-Bundesliga, die für die SGS am 19. August (ab 14 Uhr) mit dem Auswärtsspiel beim 1. FFC Frankfurt II beginnt, wollen in Essen nun die Rekus-Zwillinge für Furore sorgen. Die beiden Außenverteidigerinnen, geboren im polnischen Warschau, leben mit ihrer Familie seit 2006 im niederrheinischen Xanten, besuchten dieselben Schulen und saßen auch immer in einer Klasse. Aktuell büffeln die Unzertrennlichen in der Liebfrauenschule in Geldern fürs Fachabitur.

Zeit für Freizeitaktivitäten bleibt für die beiden nur wenig. Gemeinsam mit den Eltern ihrer Mitspielerin Jana Barbara, die im niederrheinischen Goch lebt, bilden Vater Adrian oder Mutter Katharina eine Fahrgemeinschaft. Dabei wechseln sich die Erziehungsberechtigen ständig ab, um ihre Töchter dreimal pro Woche ins 65 Kilometer entfernte Essen zum Training und sonntags zum Spiel zu fahren. Zusätzlich hat SGS-Trainerin Laura Neboli den Zwillingen jede Woche noch eine individuelle Trainingseinheit als Hausaufgaben im heimischen Xanten mit auf dem „Stundenzettel“ geschrieben.

Weronikas Vorbild: BVB-Star Lukasz Piszczek

Bereits in der Grundschule hatten die Zwillinge ihre Freunde am Fußball entdeckt. „Wir haben mit den Jungs auf dem Schulhof und später auf den Bolzplatz gekickt“, erinnert sich Laura Rekus, die exakt eine Minute älter ist als Weronika. Mit acht Jahren hieß ihr erster Verein SSV Rheintreu Lüttingen. Dort kickten die Schwestern mit den Jungs bis zur U 15. Von dort ging es zum SV Rees, bevor der VfL Bochum auf die Zwillinge aufmerksam wurde. Seit Juli 2017 schnüren Laura und Weronika Rekus ihre Schuhe für die SGS Essen.

„Wir wissen, dass uns in der 2. Bundesliga eine schwere Saison bevorsteht“, sagt Weronika, die sich in Essen als Rechtsfuß auf der rechten Abwehrseite durchsetzen will. „Der Kampf um die Stammplätze ist hart. Es ist eine große Herausforderung. Aber ich bin bereit, mich dieser Aufgabe zu stellen. Wir wollen uns mit guten Leistungen aufdrängen. Mein sportliches Vorbild ist BVB-Verteidiger Lukasz Piszczek, der wie wir auch polnischer Staatsbürger ist und von dem ich mir sehr viel abgucken kann.“

Laura favorisiert Real-Titelsammler Marcelo

Auf der linken Abwehrseite soll Laura Rekus, die im Gegensatz zu ihrer Schwester Weronika Linksfuß ist, möglichst Tore des Gegners verhindern. „Für die neue Saison kann unser Ziel nur der Klassenverbleib sein“, sagt Laura, die sich selbst als „äußerst ehrgeizig“ charakterisiert und langfristig einen Platz in der ersten Mannschaft anpeilt. „Für meine Position als Linksverteidigerin ist Marcelo, der mit der brasilianischen Nationalmannschaft bei der WM in Russland leider viel zu früh ausgeschieden ist, mein Vorbild.“ Bei der Wahl ihres Lieblingsspielers herrscht bei den Zwillingen aber Einigkeit: „Wir sind beide Fans von Neymar. Er ist unserer Meinung nach der beste Spieler auf der Welt, hat eine super Ballbehandlung.“

Damit ihre Mitspielerinnen und auch SGS-Trainerin Laura Neboli die Rekus-Zwillinge, die optisch kaum zu unterscheiden sind, korrekt ansprechen, haben sie sich etwas einfallen lassen. Laura spielt mit blauen Schuhen und bindet ihre Haare zu einem Pferdeschwanz, Weronika macht sich einen Dutt und trägt immer schwarze Fußballschuhe. Kurios: Linksverteidigerin Laura hat in ihrem Gesicht auf der rechten Seite ein Muttermal, Rechtsverteidigerin Weronika auf der linken. „Wenn auf dem Platz Weronika mit ihrem Spitznamen ‚Wiru‘ gerufen wird, drehe ich mich zur Absicherung auch noch um“, verrät Laura mit einem Schmunzeln.

Die ganze Geschichte über die Rekus-Zwillinge lesen Sie auf DFB.de.

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