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SV Rödinghausen: Enrico Maaßen schult Nikola Serra um

Wie Bruder Janni: Innenverteidiger jetzt als Stürmer im Einsatz.
Beim SV Rödinghausen, dem Tabellenzweiten in der Regionalliga West, hätte die Stimmung auf der Weihnachtsfeier, die nach dem 6:0-Kantersieg gegen Aufsteiger SV Straelen anberaumt war, nicht besser sein können. Mit dem höchsten Saisonsieg verabschiedete sich die Mannschaft von SVR-Trainer Enrico Maaßen in den Winterurlaub. Mit neun Siegen aus den letzten elf Partien – davon zuletzt dreimal ohne Gegentor – legte der SVR einen fulminanten Endspurt hin und spielt die bislang erfolgreichste Saison in der Vereinsgeschichte. Auch durch die Niederlage von Spitzenreiter Viktoria Köln (0:3 in Wattenscheid) und das Unentschieden zwischen den Verfolgern Rot-Weiß Oberhausen und Borussia Dortmund II (1:1) verbesserte sich die Ausgangsposition für die Ostwestfalen, die nur sechs Zähler von der Spitze entfernt sind.

„Der Spieltag hätte für uns nicht besser laufen können“, sagt Maaßen im Gespräch mit dem Fachmagazin „kicker“ und MSPW. „Was die Mannschaft gegen Straelen gezeigt hat, war Fußball vom Feinsten. Wir haben mit dem Sieg ein erfolgreiches halbes Jahr gekrönt und den zweiten Platz gefestigt. Außerdem haben wir über Weihnachten jetzt noch einen Grund mehr zu träumen“, geriet der 34-jährige A-Lizenzinhaber, der erst seit Saisonbeginn im Amt ist, ins Schwärmen. Die Ankündigung von Geschäftsführer Alexander Müller, dass der Verein im Februar erstmals eine Zulassung zur 3. Liga beim DFB beantragen wird, passte da bestens ins Bild.

Gegen Liganeuling Straelen überraschte Trainer Maaßen, als er erneut den etatmäßigen Innenverteidiger Nikola Serra (Foto), den älteren Bruder von U 21-Nationalstürmer Janni Serra (20/Holstein Kiel), in den Angriff beorderte. Der 23-Jährige bedankte mit zwei Treffern und einer Torvorlage. Nikola Serra, der Maaßen im Sommer vom Nord-Regionalligisten SV Drochtersen/Assel nach Rödinghausen gefolgt war, unterstrich eindrucksvoll, dass er für den ohnehin schon gut besetzten SVR-Angriff ein äußerst belebendes Element sein kann.

„Er bringt eine unglaubliche Power mit“, lobt Maaßen seinen „neuen“ Stürmer. „In den letzten beiden Wochen hat er im Training ausnahmslos im Angriff gespielt und nicht nur bei seinen Mitspielern für Staunen gesorgt.“ Besonders bemerkenswert: Auch Serras Bruder Janni wurde in der Nachwuchsabteilung von Borussia Dortmund vom damaligen U 19-Trainer Hannes Wolf (jetzt Hamburger SV) vom Innenverteidiger zum Stürmer umgeschult – und schaffte auf der zuvor ungewohnten Position den Durchbruch.

Für Donnerstag, 10. Januar, hat Enrico Maaßen die erste Trainingseinheit im neuen Jahr angesetzt. Auf ein Trainingslager im Süden Europas werden die Ostwestfalen ganz bewusst verzichten. „Wir haben in Rödinghausen optimale Bedingungen, um uns auf eine möglichst erfolgreiche Restrunde vorzubereiten“, so Maaßen.

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