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Fortuna lehnt KFC-Heimspiele in Düsseldorf ab

Vorstand und Aufsichtsrat wenden sich an Stadtspitze um OB Geisel.
Fußball-Bundesligist Fortuna Düsseldorf ist dagegen, dass der Drittligist KFC Uerdingen 05 ab der nächsten Saison sein Heimspiele in der 2. oder 3. Liga in der Düsseldorfer Arena ausgetragen darf. Deshalb haben sich Fortuna-Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Reinhold Ernst und Vorstandsboss Robert Schäfer an die Stadtspitze um Oberbürgermeister Thomas Geisel gewandt.

Der KFC, der seine Heimspiele derzeit in Duisburg austrägt, will nach dem Saisonende erneut „umziehen“ und hat deshalb (offenbar erfolgreiche) Gespräche mit der Stadionbetreibergesellschaft in Düsseldorf geführt. Die eigentliche Spielstätte des KFC Uerdingen 05, das Krefelder Grotenburgstadion, steht wegen des notwendigen Umbaus auch in der nächsten Saison 2019/2020 nicht zur Verfügung.

Die Erklärung von Fortuna Düsseldorf im Wortlaut:

„Mit Überraschung hat Fortuna Düsseldorf zur Kenntnis genommen, dass die Düsseldorfer Stadionbetreibergesellschaft mit dem KFC Uerdingen 05 über ein Mietverhältnis für die Saison 2019/20 verhandelt hat. Weder wurde vor Vertragsunterzeichnung Fortuna Düsseldorf als langjähriger Hauptmieter über die Gespräche informiert, noch wurde die Fortuna vorab über etwaige Entscheidungen in Kenntnis gesetzt.

In Gesprächen mit der Stadtspitze um Oberbürgermeister Thomas Geisel hat Fortuna Düsseldorf seine Enttäuschung über den Prozess zum Ausdruck gebracht und noch einmal deutlich gemacht, dass das Bestreben der Fortuna, die Arena zu einer identitätsstiftenden Heimstätte zu machen, mit dieser Entscheidung einen Rückschlag erleiden würde.

Fortunas Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Reinhold Ernst erklärt: „Grundlage unserer Gespräche mit der Stadt war bislang immer eine alleinige Nutzung der Arena als Heimspielstätte der Fortuna außerhalb des sonstigen Veranstaltungsbetriebs. Diese Gespräche waren sehr weit fortgeschritten. Deshalb sind wir sehr überrascht und irritiert darüber, dass ohne unsere Kenntnis parallel andere Gespräche geführt und Vereinbarungen getroffen wurden. Entgegen aller Zusagen würde diese Entscheidung die sportliche und wirtschaftliche Entwicklung von Fortuna Düsseldorf zu einem etablierten Erstligisten stark beeinträchtigen.“

„Dass zwei konkurrierende Klubs gemeinsam in einem Stadion spielen, ist wirtschaftlich und sportlich nicht sinnvoll. Das erzeugt Folgeprobleme auf allen Ebenen“, sagt Fortuna Düsseldorfs Vorstandsvorsitzender Robert Schäfer, „das habe ich in meinen Gesprächen mit der Stadtspitze auch ausdrücklich so geäußert. Ich gehe davon aus, dass die zuständigen Gremien der Stadt sich dieser Problematik annehmen werden.“

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