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RL-Reform: Vereine wollen Struktur mit fünf Staffeln erhalten

Meister aus Nord, Nordost und Bayern würden zwei Aufsteiger ermitteln.
Bei einer Regionalkonferenz der Fußballverbände Nord, Nordost und Bayern in Peißen/Landsberg (Sachsen-Anhalt) haben die dortigen Vereine der 3. Liga und der Regionalligen mit großer Mehrheit für den Erhalt aller drei Staffeln und damit auch für die Beibehaltung von insgesamt fünf Regionalligen (außerdem noch West und Südwest) gestimmt. 47 Klubvertreter sprachen sich demnach gegen eine Reduzierung auf vier Ligen und damit auch gegen eine mögliche Auflösung der bisherigen Regionalliga Nordost aus. Dabei gab es lediglich vier Enthaltungen.

„Wir sind zu dem klaren Ergebnis gekommen, dass es schlicht nicht möglich ist, aus den Regionalligen Nord, Nordost und Bayern zwei Ligen zu bilden. Das ist wirtschaftlich nicht darstellbar, dazu sind die Distanzen zu groß, außerdem ist die regionale Identität gerade im Nordosten viel zu bedeutsam, um ihn in zwei Teile zu zerschneiden. Zusätzlich haben alle auch nochmals klar unterstrichen, dass die nicht vorhandene pyramidale Ligenstruktur oberhalb der Regionalligen eine adäquate Aufstiegsregelung zur 3. Liga quasi unmöglich macht“, sagte Rainer Koch, Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV), der die Sitzung geleitet hatte

Wie die künftige Aufstiegsregelung zur 3. Liga (ab der Saison 2020/2021) aussehen wird, ist noch unklar. Denkbar sei eine Aufstiegsrunde mit den drei Meistern aus Nord, Nordost und Bayern, von denen dann zwei aufsteigen würden. Wie genau der Modus aussehen wird, soll bei einem weiteren Treffen geklärt werden. Die Staffeln West und Südwest sollen dagegen – wie geplant – ein direktes Aufstiegsrecht für ihre Staffelsieger erhalten.

Gegen eine solche Lösung hatten erst kürzlich 19 von 20 Drittligisten votiert. Sie favorisierten eine Reduzierung auf vier Regionalligen und – damit verbunden – eine Aufteilung der Nordost-Staffel, damit künftig alle vier Regionalliga-Meister aufsteigen können. Dieses Modell fand nun aber keine Mehrheit. Eine ebenfalls diskutierte Aufstockung der 3. Liga auf 22 Vereine, um allen fünf Regionalliga-Meistern den Aufstieg ermöglichen zu können, ist zumindest kurzfristig nicht vorgesehen.

Die endgültige Entscheidung über die Reform der Regionalligen und der Aufstiegsregelung zur 3. Liga trifft der DFB-Bundestag am 27. September.

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