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KFC Uerdingen-Trainer Heiko Vogel: Niederlage bei „Heimkehr“

43-jähriger Fußball-Lehrer verliert mit Krefeldern bei Bayern München II.
Für Heiko Vogel (Foto), Trainer des KFC Uerdingen 05, kam es in der 3. Liga zu einem ganz besonderen Spiel. Der 43-Jährige trat am Freitag mit seinem Team bei der U 23 des FC Bayern München an, verlor 1:2. Insgesamt war er knapp zwölf Jahre für den Nachwuchs des Rekordmeisters tätig. Im DFB.de-Interview spricht Vogel mit MSPW-Redakteur Dominik Dittmar über das Wiedersehen.

DFB.de: Mit dem 1:0-Heimsieg gegen den Halleschen FC hat Ihre Mannschaft schon am 1. Spieltag die volle Punktausbeute eingefahren. Wie zufrieden waren Sie mit der Leistung, Herr Vogel?

Heiko Vogel: Das muss man zweiteilen. Ich habe wohlwollend gesehen, dass meine Mannschaft mit großem Willen und viel Einsatz agiert hat. Auch wenn der HFC einige Chancen hatte, haben wir sie geschickt verteidigt. Im Spiel nach vorne haben wir unsere individuelle Klasse unter Beweis gestellt. Insgesamt können wir aber in der Offensive noch bestimmender auftreten.

DFB.de: Wie viele Steine sind Ihnen vom Herzen gefallen, dass gegen Halle der erste Heimsieg im Jahr 2019 gelungen ist?

Vogel: Statistisch bin ich nicht ganz so bewandert, daher hatte ich das gar nicht auf dem Schirm. Auf jeden Fall war der Sieg zum Auftakt wichtig. Vor dem Saisonstart weiß man nie so genau, wo man steht. Da war die Partie gegen den Halleschen FC, eine der besten Mannschaften in der vergangenen Saison, schon eine erste Standortbestimmung.

DFB.de: Dabei wäre Torschütze Franck Evina fast gar nicht mehr auf dem Feld gewesen, oder?

Vogel: Das ist richtig. Kurz zuvor hatte er uns signalisiert, dass er ausgewechselt werden möchte. Wir waren gerade dabei, den Spielerwechsel vorzubereiten, als er mit aller Kraft, die noch übriggeblieben war, über die linke Seite gesprintet ist und zum Endstand getroffen hat. Danach haben wir ihn erlöst.

DFB.de: Evina ist einer von fünf Neuzugängen, die 20 Jahre alt oder jünger sind. Hat sich die Philosophie des KFC im Vergleich zur vergangenen Saison geändert?

Vogel: Das kann man schon so sagen. Nach der zurückliegenden Saison haben wir im Verein zusammengesessen und uns über unsere Vorstellungen für den Kader ausgetauscht. Da waren wir uns einig, dass wir – neben unseren erfahrenen Spielern – Talente als weitere Facette dazunehmen wollen. Dass wir das mit Franck Evina, Jean Manuel Mbom, Hakim Guenouche oder Christian Kinsombi so gut umsetzen konnten, freut mich sehr. Wir können auch für junge Spieler eine Plattform sein.

DFB.de: Kürzlich wurde mit Boubacar Barry ein 23 Jahre alter Offensivspieler vom SV Werder Bremen ausgeliehen. Was erhoffen Sie sich von ihm?

Vogel: Ich kenne Boubacar schon lange. Bereits als ich Trainer der U 19 von Bayern München war, war er beim Karlsruher SC einer unserer Gegenspieler in der Staffel Süd/Südwest der A-Junioren-Bundesliga. Er bringt alle Anlagen mit, die man von einem offensiven Außenbahnspieler erwartet. Boubacar Barry ist technisch versiert am Ball und erinnert mich mit seiner Schnelligkeit und seiner Wendigkeit an einen Geparden. Er wird ein belebender Faktor für unsere Offensive sein.

DFB.de: Am Freitag stand die Partie bei Ihrem Ex-Verein, der U 23 von Bayern München, an. War es besonders?

Vogel: Definitiv. Die Partie in München war wie eine Heimkehr für mich. Ich habe viele bekannte Gesichter gesehen. In meinen insgesamt rund zwölf Jahren beim FC Bayern sind auch Kontakte über den Fußball hinaus entstanden. Da gehören beispielsweise Hermann Gerland, der Sportliche Leiter der Nachwuchsabteilung, oder meine ehemaligen Assistenten Danny Schwarz und Stefan Buck, die nun Co-Trainer bei der U 19 des FCB sind, dazu. Es war ein Privileg, Persönlichkeiten wie Bayern-Präsident Uli Hoeneß oder dem Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge über die Schulter zu schauen. Auch der damalige Sportliche Leiter Matthias Sammer war ein wertvoller Ansprechpartner für mich. Meine Zeit in München war sehr beeindruckend.

Das komplette Interview lesen Sie auf DFB.de.

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