Startseite / Pferderennsport / Galopp / Galopp Berlin-Hoppegarten: Wöhler-Ass gegen Scheich-Pferde

Galopp Berlin-Hoppegarten: Wöhler-Ass gegen Scheich-Pferde

Royal Youmzain startet Sonntag im 129. Großen Preis um 155.000 Euro.
Es ist der Höhepunkt der Rennsaison 2019 auf der Galopprennbahn in Berlin-Hoppegarten: Der 129. Große Preis von Berlin (155.000 Euro, 2.400 Meter, 6. Rennen gegen 16.50 Uhr) wird am Sonntag in der Hauptstadt entschieden.

Die Siegerliste liest sich wie das Who is Who des Rennsports – mit Deutschlands Wunderstute Danedream, die 2011 hier ihren Siegeszug zum Prix de l‘ Arc de Triomphe startete, oder Protectionist, der 2016 als früherer Gewinner des Melbourne Cup ein sehr bedeutender Sieger war. Die besondere Bedeutung dieses Rennens wird auch dadurch deutlich, dass es seit dem Jahr 1888 mit Ausnahme der Jahre 1915 sowie 1945 und 1946 ausgetragen wurde. Der Berliner Grand Prix ist eines von sieben Rennen der höchsten europäischen Kategorie („Gruppe I“)  in Deutschland.

Auch am Sonntag gibt sich ein vielversprechendes Aufgebot die Ehre. Es kommt dank starker ausländischer Gäste zum Kräftemessen der Scheich-Pferde – Katar gegen Dubai lautet das Motto! Als Gewinner des Carl Jaspers-Preises in Köln und des Großen Hansa-Preises in Hamburg könnte French King (mit Weltklasse-Jockey Olivier Peslier) nun den Deutschland-Hattrick landen. Der in Frankreich von Henri-Alex Pantall trainierte Hengst gehört Scheich Abdullah bin Khalifa Al Thani aus Katar und scheint mächtig verbessert.

Aber auch die Maktoum-Familie aus Dubai will den Sieg: Old Persian (mit Star-Jockey William Buick) aus dem Top-Quartier von Charles Appleby gehört mit Godolphin dem mächtigen Stall von Scheich Mohammed. Dieser für 15.500 Euro nachgenannte Crack schaffte das Kunststück, am Dubai World Cup-Tag Ende März mit dem Sheema Classic eine Sechs-Millionen-Dollar-Prüfung zu gewinnen. Die schwächere Form im Coronation Cup in Epsom ist kein Maßstab. Er könnte dem ebenfalls für Godolphin gestarteten Vorjahressieger Best Solution nacheifern.

Aber es kommt sogar zu einem Familien-Duell: Denn mit dem von Mark Johnston (dem Trainer mit den meisten Siegen in England) vorbereiteten Communique (Joe Fanning) startet auch ein vierjähriger Hengst, der Scheich Mohammeds Sohn Hamdan gehört. Und dessen Klasse ist unbestritten, wie zwei Gruppe II-Erfolge in diesem Jahr beweisen.

Deutsche Hoffnung Royal Youmzain

Erfolgstrainer Andreas Wöhler aus Gütersloh sattelt mit Royal Youmzain (Eduardo Pedroza), der Dubai-Großeigner Jaber Abdullah gehört, eines seiner besten Pferde im Sechserfeld. Zwei Ehrenplätze im Großen Preis der Badischen Wirtschaft und im Großen Hansa-Preis sprechen für ihn.

Lokalmatador Andoro (Bauyrzhan Murzabayev) war im Derby ohne Möglichkeiten und will sich nun gegen die arrivierten Spitzenpferde in Szene setzen. Alounak (Marco Casamento) ist in diesem Jahr schon mehrfach ansprechend gelaufen, vor allem zuletzt als Vierter im Großen Dallmayr-Preis in München, wird aber dennoch nur Außenseiter gegen die starken Gäste sein.

Rahmenprogramm mit Timo Horn-Ass Julio und zwei Viererwetten

Der Große Preis von Berlin ist eingebettet in ein erstklassiges Rahmenprogramm mit insgesamt acht Rennen ab 14 Uhr.
Im Hoppegartener Stutenpreis (25.000 Euro, 1.800 Meter, 3. Rennen gegen 15.05 Uhr) darf man vor allem auf die Französin Olympe (Hugo Journiac) oder die heimische Hoffnung Stex (Bauyrzhan Murzabayev) gespannt sein.

Im Hoppegartener Fliegerpreis (25.000 Euro, 1.200 m, 5. Rennen gegen 16.15 Uhr) auf der Geraden Bahn treffen sich Klasse-Flieger aus fünf Nationen wie der im Mitbesitz von Fußball-Torhüter Timo Horn (1. FC Köln) stehende Julio, der zum ersten Mal für Erfolgstrainer Henk Grewe (Köln) antritt, der „Franzose“ Red Torch, der „Engländer“ Inspired Thought, der aufstrebende Big Boots, Mc Queen oder Clear For Take Off. In diesen beiden Rennen mit jeweils 13 Startern wird die Viererwette ausgespielt mit jeweils 10.000 Euro Garantie-Auszahlung.

Das könnte Sie interessieren:

Galopper-Derby 2020: Noch 96 Kandidaten startberechtigt

Henk Grewe nennt zehn Pferde für Klassiker am 5. Juli in Hamburg-Horn.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.