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RW Essen: Marcel Lenz rechtfertigt Vertrauen

28-jähriger Schlussmann ist unter Neu-Trainer Titz neue Nummer eins.
Drei, zwei, eins! Innerhalb von gerade einmal neun Monaten ist der Stellenwert von Torhüter Marcel Lenz (Foto) bei Spitzenreiter Rot-Weiss Essen rapide gestiegen. Bis zur Winterpause der letzten Saison schaffte es der 28-jährige Schlussmann nicht einmal in den Kader, hatte gegenüber Lukas Raeder (inzwischen VfB Lübeck) und Robin Heller das Nachsehen. Zu Beginn des Jahres – ebenfalls noch unter der Regie des vorherigen Trainers Karsten Neitzel – zogen zwar beide Konkurrenten an Raeder vorbei. Lenz musste allerdings erneut Heller den Vortritt lassen, saß auf der Bank und kam erst in den letzten beiden Spielen zum Zug.

Nach dem Trainerwechsel zu Christian Titz hat sich die Torwart-Hierarchie an der Hafenstraße komplett geändert. Marcel Lenz, dem bis vor einem Jahr auch immer wieder Verletzungsprobleme zu schaffen gemacht hatten, ist jetzt die Nummer eins, Neuzugang Jakob Golz (vom Hamburger SV II) sein Vertreter. Hellers neuer Stammplatz ist die Tribüne.

Beim 1:1 im Spitzenspiel beim Titelkonkurrenten SV Rödinghausen rechtfertigte Lenz das Vertrauen mit einer blitzsauberen Leistung. Vor der Pause verhinderte er einen höheren Rückstand, war beim Gegentreffer durch Simon Engelmann machtlos. In der Schlussphase rettete er gegen Linus Meyer bei der einzigen klaren SVR-Chance der zweiten Hälfte mit einer Glanztat das Unentschieden. „Marcel hat uns im Spiel gehalten, macht einen ruhigen Eindruck“, lobte Trainer Titz gegenüber dem Fachmagazin „kicker“ und MSPW. Auch Sportdirektor Jörn Nowak betonte: „Er hat ein sehr gutes Spiel abgeliefert. Diese Entwicklung hatten wir ihm aber auch zugetraut. Sonst wäre sein Vertrag im Sommer wohl kaum verlängert worden.“

Gerade der Spielstil von Christian Titz, bei dem sich auch der Torhüter regelmäßig in den Spielaufbau einschaltet und teilweise fast bis an die Mittellinie vorrückt, kommt Marcel Lenz wegen seiner fußballerischen Fähigkeiten durchaus entgegen. In Rödinghausen waren allerdings eher seine klassischen Torhüterstärken gefragt, weil RWE zwar deutlich mehr Ballbesitz, die Gastgeber aber vor allem vor der Pause ein klares Chancenplus hatten.

Die Essener profitierten erneut von ihrer stark besetzten Bank. Der erst eine Minute zuvor eingewechselte Oguzhan Kefkir sorgte für das zweite Joker-Tor in Folge (zuvor Jan-Lucas Dorow zum 2:1-Endstand gegen die U 21 des 1. FC Köln). Außerdem waren in den ersten vier Partien auch schon drei weitere Einwechselspieler entscheidend an RWE-Treffern beteiligt. Das nennt man wohl ein glückliches Händchen.

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