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Wuppertaler SV: Im Derby soll die Wende gelingen

WSV vor Duell mit RWE am Sonntag seit zwölf Spielen ohne Sieg.
Der erhoffte Befreiungsschlag blieb erneut aus. Der auf mehreren Ebenen kriselnde Traditionsverein Wuppertaler SV wartet nach dem 1:1 beim schon abgeschlagenen Schlusslicht SV Bergisch Gladbach 09 in der Regionalliga West seit elf Partien auf einen Sieg. Nimmt man noch die annullierte 1:2-Heimniederlage gegen die SG Wattenscheid 09 hinzu, sind es sogar schon zwölf Spiele. Und jetzt kommt am Sonntag, 14 Uhr, auch noch „Erzrivale“ und Titelaspirant Rot-Weiss Essen zum Derby ins Stadion am Zoo.

„Was wir in Bergisch Gladbach in der ersten Halbzeit gezeigt haben, reicht in der Regionalliga West nicht aus“, nahm der neue WSV-Trainer Alexander Voigt (Foto) im kicker– und MSPW-Gespräch kein Blatt vor den Mund. „Wir hatten zwar oft den Ball, allerdings waren wir viel zu ungefährlich. Im letzten Drittel ist uns nicht viel eingefallen“, räumt der 41-Jährige ein. Sportdirektor Karsten Hutwelker ergänzt: „Im ersten Durchgang hat mir die Körpersprache und die Laufbereitschaft gefehlt. Das war kein Vergleich zur guten Leistung beim 1:1 gegen Fortuna Köln. Darüber wird zu reden sein.“

Immerhin: „Die Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit ein anderes Gesicht gezeigt“, meint Voigt, der in der Gesamtbetrachtung der drei Partien unter seiner Leitung zumindest nicht ganz unzufrieden mit der sportlichen Entwicklung ist: „Natürlich hätten wir uns schon das dringend benötigte Erfolgserlebnis gewünscht. Aktuell geht es in kleinen Schritten voran, aber wir bleiben nicht stehen.“ Hutwelker bescheinigt der Mannschaft unter Voigts Regie eine „verbesserte Stabilität und eine andere Struktur. Unsere Organisation ist gut. Jetzt müssen wir daran arbeiten, wieder torgefährlicher zu werden.“

Dabei hängt die Negativserie den Wuppertalern wie ein Klotz am Bein. „Das nagt enorm am Selbstvertrauen“, so Hutwelker. „Wir begleiten die Mannschaft und geben den Jungs Hilfestellung, damit die Verkrampfung gelöst wird. Dass wir unbekümmert und erfolgreich spielen können, hat der Saisonstart mit drei Siegen gezeigt.“

Alles andere als hilfreich ist in der aktuellen Situation, dass im Vereinsumfeld zuletzt wieder von erheblichen finanziellen Sorgen die Rede war. „Die Turbulenzen sind nicht neu, die Situation ist nach wie vor angespannt“, sagt Hutwelker: „Allerdings gibt es keine Zahlungsrückstände bei den Gehältern. Die Sieglosserie sehe ich als größeren Ballast.“

Sportlich soll nun ausgerechnet gegen RWE die Wende eingeleitet werden. „Wir haben uns bisher in der Rolle als Underdog wohl gefühlt, daher bin ich optimistisch“, so Hutwelker. „Wir wissen um die Bedeutung des Derbys und werden den Essern einen harten Fight liefern. An der Motivation darf und wird es nicht mangeln.“

Foto-Quelle: SSVg Velbert

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1 Kommentar

  1. Es ist ein Derby und da gibt es eigene Gesetze. Jedoch ist mein WSV weit von der Regionalligaspitze entfernt. Nun, mit Wille und Kampfkraft kann man einiges bewegen.
    Ich hoffe auf ein tolles Spiel und ein Pünktchen fürs Selbstvertrauen.
    Rot-blaue Grüße

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