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Galopp Mülheim: Carvalho stellt Derby-Kandidaten siegreich vor

27:10-Favorit Sun of Gold gewinnt überzeugend unter Lukas Delozier.
Zweiter Start, zweiter Sieg! Bei der Samstag-Veranstaltung auf der Galopprennbahn am Mülheimer Raffelberg gewann der für das Gestüt Höny Hof (Oberaula) angetretene 27:10-Favorit Sun of Gold (Foto) unter seinem französischen Jockey Lukas Delozier ungefährdet ein über 2.000 Meter führendes Dreijährigen-Rennen. Der vom Mülheimer Trainer Jean-Pierre Carvalho vorgestellte Sieger gilt als Anwärter für einen Start im 152. Deutschen Galopper-Derby Anfang Juli in Hamburg-Horn. Auf den Plätzen gefielen aber auch Manganelli (Eduardo Pedroza/Gütersloh) vor Eaststorm (Martin Seidl/Köln), die man ebenfalls in besseren Prüfungen demnächst wiedersehen dürfte.

Den Auftakt des regenreichen Renntages machte ein weiteres Dreijährigen-Rennen. Unter dem neunmaligen deutschen Championjockey Andrasch Starke (Langenfeld) landete dabei Gestüt Winterhauchs Night Ocean unter der Ägide des Kölner Chempion-Trainers Henk Grewe einen sicheren Sieg auf der 1.400 Meter-Strecke. Der als 22:10 gestartete Favorit musste mit 61 Kilogramm sogar Höchstgewicht tragen. Für das Busch-Memorial am 24. April in Krefeld respektive weitere höherwertige Prüfungen bleibt Night Ocean nach diesem Eindruck vorzumerken.

Eine Galavorstellung bot der von Toni Potters in Bremen-Mahndorf trainierte Mansour (27:10) im sportlichen Hauptereignis des Tages. Unter dem Italiener Michael Cadeddu verabschiedete sich der Vierjährige aus dem Schweizer Besitz von Angelika Muntwyler im „wettstar.de-Rennen“ (9.000 Euro, 2.000 Meter) von seinen Gegnern und landete einen imponierenden Start-Ziel-Erfolg. Lokalmatador Oriental Dream (Trainer Marcel Weiß/Jockey Bauyrzhan Murzabayev) zeigte als Zweiter ebenfalls ein gutes Jahresdebüt. Siegtrainer Toni Potters: „Ich weiß noch nicht, wo die Reise mit Mansour hingeht. Aber wir standen heute noch nicht bei 100 Prozent. Ich denke, dass wir mit ihm in Frankreich weitermachen werden.“

Über einen weiteren einheimischen Siegtreffer durfte sich auch der Mülheimer Besitzer André Panz freuen. Sein sechsjähriger Wallach Employer (36:10) holte sich den „Preis des Mülheimer Sportmagazins“ über 2000 Meter vor dem Bremer Gast Kadrun und dem Mülheimer „Veteranen“ Molly le Clou. Cecilia Müller ritt Employer mit Ausreißtaktik zum zweiten Sieg in Serie.

Im schnellen 1.300 Meter-Sprint hatte der Trainer Frank Fuhrmann (Möser bei Magdeburg) ein Dreifach-Aufgebot ins Rennen geschickt. Mit Jungle Spirit holte sich „Amazone“ Sibylle Vogt als 86:10-Chance den Sieg. Dabei servierte die Schweizerin ihrem Pferd ein Traumrennen. Für Jungle Spirit war es der erste Sieg auf Gras.

Azubi Leon Wolff führt die Jockey-Rangliste an

Mit Stall Goldener Sterns Stute Kiki Dee und Gestüt Höny-Hofs Mademoiselle Ma (Trainer Waldemar Hickst, Köln) gelangen dem Kölner Auszubildenden Leon Wolff seine Saisontreffer Nr. zehn und elf. Der Lohn für den aktuell Führenden der deutschen Jockey-Rangliste war die goldene Armbinde.

Der Einlauf Majestic Ace – Dangerous Mind – Nanino Chardonnay – Fusee dOr zahlte in der Viererwette lukrative 144.252:10. Sieger Majectic Ace (110:10) wird von Regine Weißmeier im niederrheinischen Sonsbeck trainiert. Ihr Sohn Fabian Xaver Weißmeier sorgte als Jockey für den Familienjubel.

Mit jeweils zwei Siegen waren die Trainer Andreas Wöhler und Waldemar Hickst sowie bei den Jockeys Eduardo Pedroza und Leon Wolff die erfolgreichsten Aktiven des Tages. Insgesamt veranstaltete der  Rennclub Mülheim an der Ruhr bei seiner Saisonpremiere 2021 zehn Rennen unter Ausschluss der Öffentlichkeit, geschuldet der Corona-Pandemie. Allerdings waren Aktive und Besitzer (Maskenpflicht) der startenden Pferde zugelassen.

Rennclub-Geschäftsführer Günther Gudert erklärte: „Mit mehr als 200 Vollblütern sind wir mittlerweile die zweitgrößte Trainingszentrale in Deutschland. Die zweite Grasbahn im Innenraum könnte demnächst neben den Trainings-Galopps auch wieder für Rennzwecke reaktiviert werden. In diese Richtung zielen jedenfalls unsere Planungen.“ Die nächste Galopprennveranstaltung am Mülheimer Raffelberg findet am Samstag, 15. Mai, statt.

Foto-Quelle: Marc Rühl/Rennclub Mülheim an der Ruhr

 

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