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Galopp Mülheim: Fährhofer Toriano triumphiert am Raffelberg

Sechsjähriger Wallach für Kölner Trainer Waldemar Hickst erfolgreich.
Der sechsjährige Wallach Toriano (Foto) hat am Samstag auf der Mülheimer Galopprennbahn den mit 9.000 Euro dotierten „Frühjahrspreis“ gewonnen. Das sportliche Hauptereignis der Veranstaltung am Raffelberg führte über 1.500 Meter. Im Sattel des vom Kölner Trainer Waldemar Hickst vorbereiteten Toriano saß der erst 17-jährige Auszubildende und Nachwuchs-Champion Leon Wolff (Köln).

Züchter des Siegers ist das Gestüt Fährhof (Sottrum), Besitzer sind Leo und Peter Hamann aus Nickenich, Rheinland-Pfalz. Auf den Plätzen gefielen auch Mr. Bean (Maxim Pecheur) und Seqania (Andre Best). Letztgenannte wird vom Mülheimer „Altmeister“ Bruce Hellier trainiert, der am Freitag seinen 81. Geburtstag gefeiert hatte. Auch bei seinem dritten Saisonrenntag veranstaltete der Rennclub Mülheim unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Neun Leistungsprüfungen fanden in Mülheim an der Ruhr statt.

Carvalho-Stute Rock my Life „rockt“ den Raffelberg

Bereits in der Auftaktprüfung, einem Sieglosenrennen für dreijährige Stuten, sorgte Rock my Life in einer spannenden Kopf-kurzer Kopf-Entscheidung für einen hauchdünnen Start-Ziel-Erfolg vor Wilma und Empty Sky. Siegjockey Jozef Bojko: „Ich sollte im Vordertreffen gehen. Die Stute sprang aber so hervorragend ab, dass ich mir von vorne alles einteilen konnte. Rock my Life ist eine sehr gute Stute.“

Der Mülheimer Siegtrainer Jean-Pierre Carvalho landete damit mit seiner einzigen Starterin des Tages einen Volltreffer. Besitzer und Züchter von Rock my Life ist Ralf Kredel, Leiter des Gestüts Etzean (Oberzent, Odenwald).

Lucky In The Sky macht Hans Bierkämper glücklich

Einen völlig souveränen Sieg landete auch der von Raffelberg-Trainerin Yasmin Almenräder für den Stall Mandarin von Rennclub-Vizepräsident Hans Bierkämper (Dortmund) vorbereiteten Lucky In The Sky (32:10). Im Sattel des vierjährigen Hengstes saß Adrie de Vries. Der Niederländer entschied sich dabei für die äußerste Spur auf dem vom Regen aufgeweichten Geläuf und verabschiedete sich hoch überlegen von den Gegnern.

Den dritten Mülheimer Tageserfolg verhinderte erst einmal der belgische Riesenaußenseiter Black Isle Boy (486:10) unter dem Lehrling Seppe Belcain. Dem Flamen gelang dabei sein erster Deutschlandtreffer und verhinderte gleichzeitig den dritten Sieg in Serie der Mülheimer Stute Zalinci (Bauyrzhan Murzabayev). Das „Werner Baltromei-Erinnerungsrenne“n fand in Gedenken an den 2012 im Alter von nur 49 Jahren verstorbenen Mülheimer Kult-Trainer (585 Siege) statt.

Leon Wolff und Adrie de Vries mit jeweils zwei Volltreffern

Einen Favoritensieg gab es durch Koenigsstern (Tranerin Sarah Weis, Köln) unter Leon Wolff (zweiter Tageserfolg) im Viererwetten-Rennen des Tages. 7.160:10 zahlte die Reihenfolge Koenigsstern – Epatant – Aljondra – American Five. Und auch in der finalen Prüfung des Tages durfte ein Mülheimer Trainer mit Marian Falk Weißmeier einen weiteren Sieger vom Geläuf holen. Frohsim unter Adrie de Vries (ebenfalls zweiter Tagestreffer) für die „Ecurie Normandie Pur Sang“ von Buchmacher Simon Springer (München) gewann völlig souverän vor Stallgefährte Valle Darsim (Nicol Polli). In neun Rennen wurden 178.049,08 Euro umgesetzt.

Günther Gudert, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Rennclubs Mülheim, macht Hoffnung auf die erstmalige Zulassung von Zuschauern bei der nächsten Mülheimer Veranstaltung: „Wir beobachten die Entwicklung sehr aufmerksam und sind sehr zuversichtlich, dass auf Grund der sinkenden Inzidenzzahlen Genesene, Getestete sowie Geimpfte unseres treuen Publikums wieder dabei sein können.“

Die nächste Galopprennveranstaltung in Mülheim findet am Sonntag, 6. Juni, statt. Im Mittelpunkt stehen dann der „Große Preis der rp Gruppe“ über 2.200 Meter, dotiert mit 50.000 Euro, und das Mülheimer Diana-Trial, ein Listenrennen für Stuten mit 20.000 Euro Preisgeld.

Foto-Quelle: Rennclub Mülheim/Marc Rühl

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