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Wuppertaler SV: Klartext von Cheftrainer Björn Mehnert

Auftaktniederlage gegen Rot Weiss Ahlen sorgt für Ernüchterung.
Björn Mehnert (Foto/45), Cheftrainer beim West-Regionalligisten Wuppertaler SV, nahm nach der ernüchternden 1:2-Auftaktniederlage gegen seinen Ex-Klub Rot Weiss Ahlen kein Blatt vor den Mund. „Wir haben uns den Schneid abkaufen lassen, der Gegner hatte mehr Biss“, ärgerte sich der angehende Fußball-Lehrer („Pro Lizenz“) nach dem Fehlstart. Neben den sportlichen Defiziten („Viele Abspielfehler, mangelhaftes Defensivverhalten“) stieß Mehnert vor allem sauer auf, dass „wir nicht den unbedingten Willen gezeigt haben, das Spiel für uns zu entscheiden“.

Dabei ließ er auch nicht als Ausrede gelten, dass Spielmacher Kevin Rodrigues Pires (30/muskuläre Probleme) kurz vor dem Anstoß passen und durch den etatmäßigen Rechtsverteidiger Philipp Hanke (29) ersetzt werden musste, weil mit Tobias Peitz (23/Knöchel) sowie den Rekonvaleszenten Lukas Demming (22) und Bastian Müller (30) ohnehin schon drei weitere zentrale Mittelfeldspieler nicht zur Verfügung standen. Auch die Ausfälle von Außenstürmer Kevin Hagemann (31/Muskelverletzung in der Wade) sowie der beiden rotgesperrten Innenverteidiger Kevin Pytlik (24) und Durim Berisha (22) waren für Mehnert nicht spielentscheidend. „Wir hatten auch so genügend Qualität auf dem Platz, um eine bessere Leistung zu zeigen“, schrieb er seinen Spielern ins Stammbuch: „Wir werden hart arbeiten, um am nächsten Spieltag in Wattenscheid ein anderes Gesicht zu zeigen.“

Dabei hätte die Partie gegen tapfer kämpfende Ahlener auch so einen anderen, positiveren Verlauf nehmen können. Schließlich gingen die Bergischen nach dem ersten Saisontreffer von Sturmroutinier Roman Prokoph (36) noch mit einer 1:0-Führung in die Kabine und hatten kurz nach der Pause durch Offensiv-Neuzugang Serhat-Semih Güler (25) die große Chance, den zweiten Treffer nachzulegen. Der Ex-Bonner war schon vom Ahlener Torhüter Robin Brüseke (28) vorbei, ehe ihn der junge RWA-Verteidiger Mordecai Zuhs (19) noch mit einer herausragenden Grätsche in letzter Sekunde vom Ball trennen konnte. Eine besondere Willensleistung eben. Nur wenige Minuten später geriet der WSV auf die Verliererstraße und stand am Ende mit leeren Händen da.

Beim Traditionsduell in der Lohrheide „wird es für uns nicht einfacher“, wie Björn Mehnert nüchtern feststellte: „Es ist für Wattenscheid das erste Heimspiel nach dem Aufstieg. Entsprechend groß ist dort die Euphorie. Daran wird auch das 1:4 zum Auftakt in Münster nichts ändern.“ Immerhin: Die Chancen stehen gut, dass der WSV-Trainer zumindest auf Rodrigues Pires, Peitz und Hagemann wieder zurückgreifen kann.

Foto-Quelle: Marcel Rotzoll

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