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Rot-Weiss Essen: Dieter Bast offiziell zum Ehrenmitglied ernannt

Früherer Profi, Sportlicher Leiter und Chef der Traditionsmannschaft.
Seit mehr als einem halben Jahrhundert ist Dieter Bast (auf dem Foto 2.v.l.) den Fans des aktuellen Drittligisten Rot-Weiss Essen ein Begriff: Erst Spieler, dann Funktionär und schließlich Ansprechpartner der Traditionsmannschaft. Vor dem Heimspiel im Stadion an der Hafenstraße gegen den SV Sandhausen (1:2) würdigten Vorstandsvorsitzender Marcus Uhlig (2.v.r.) und Ehrenratmitglied Detlev Jaritz (rechts) das langjährige Engagement des 71-Jährigen und gratulierten zur Ehrenmitgliedschaft.

1970 ahnte Dieter Bast wohl noch nicht, welch bedeutendes und langes Kapitel seines Lebens er mit dem Wechsel von Oberhausen-Sterkrade an die Hafenstraße eröffnete. Bast schrieb in seinen 19 Karrierejahren, von denen er zehn bei Rot-Weiss Essen verbrachte, in der deutschen Fußballwelt Geschichte. 1977 wurde er in etwa bei seinem Wechsel zum VfL Bochum zweitteuersten Transfer der Bundesligahistorie. Stolze 1,5 Millionen Mark wechselten vom blau-weißen Bankkonto auf das rot-weisse, auch der FC Bayern München zeigte damals Interesse. 1984 führte Bast die deutsche Olympia-Auswahlmannschaft in Los Angeles als Kapitän auf das Spielfeld.

Auch wenn der Libero in Bochum oder später bei Bayer 04 Leverkusen kickte, sein Herz verlor er an der Hafenstraße. „Die Dauerkarte für die nächste Saison habe ich schon in der Tasche“, verriet er nach seinem Wechsel zum VfL der BILD-Zeitung. So passt es, dass Dieter Bast seine Profikarriere auch bei Rot-Weiss Essen beendete. Insgesamt stand der „Antreiber und Kämpfer“, wie ihn WAZ-Sportchef Hans-Josef Justen 2003 charakterisierte, 304-mal in Pflichtspielen für RWE auf dem Platz. In der Bundesliga verzeichnet Bast gar 412 Einsätze und belegt damit derzeit Platz 57 in der Erstliga-Rekordspieler-Liste.

Auch nach der Karriere blieb Bast ein Rot-Weisser – etwa zwischen 1991 und 1995 als Sportlicher Leiter und Mitglied des Vorstands. Sein Einstieg in die Funktionärsarbeit geschah in dem Jahr, als RWE wegen Sünden der Vergangenheit zum ersten Mal die Lizenz entzogen wurde und damit der erste Abstieg in die Drittklassigkeit feststand. Mit seinem Kumpel Jürgen Röber als neuem Trainer – beide spielten zusammen in Leverkusen und Essen – nahm er sich vor: „Wir packen an. Wir lassen uns und den Verein nicht hängen!“ 1993 gelang die Rückkehr in die 2. Bundesliga, 1994 der Einzug in das Finale des DFB-Pokals.

All das waren für den Ehrenrat Gründe genug, der Mitgliederversammlung im Sommer 2023 vorzuschlagen, Dieter Bast zum Ehrenmitglied zu machen. Die Rot-Weissen willigten ohne Gegenstimme ein. Der Ex-Profi und -Funktionär reiht sich damit zwischen großen rot-weissen Namen ein, darunter August Gottschalk, Franz „Penny“ Islacker, Fritz Herkenrath, Wille „Ente“ Lippens, Helmut „Boss“ Rahn und Otto Rehhagel!

Foto-Quelle: Rot-Weiss Essen

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