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Heimsieg für Bruce Hellier im Zweijährigenrennen

Vanessa’s Sue lässt vor der Haustür den Toto beben

Einen überraschenden Heimsieg gab es am Samstag beim vierten Renntag der
Saison auf der Galopprennbahn in Mülheim. Die von Bruce Hellier auf der Rennbahn
am Raffelberg trainierte Vanessa’s Sue ließ bei ihrem Triumph in einem mit 5.100
Euro dotierten Rennen für zweijährige Stuten über 1.400 Meter den Toto beben.
Mit Trainer-Sohn Terence Hellier (Köln) im Sattel siegte die Lokalmatadorin vor
rund 3.900 Zuschauern sensationell zum Kurs von 349:10. Für Vanessa’s Sue,
die Emil Albrecht (Zweibrücken) gehört, war es beim zweiten Start der erste Sieg.

„Eigentlich war der Plan, gleich an die Spitze zu gehen, weil Vanessa’s Sue es nicht
mag, wenn ihr Dreck in das Gesicht fliegt“, gab der erfahrene Trainer Bruce Hellier,
der erst seit einigen Monaten wieder in Mülheim Pferde vorbereitet, zu Protokoll.
„Doch das Rennen war zu Beginn für unsere Stute zu schnell. Terry hat es hervorragend
gemacht, Vanessa’s Sue auf weichem Geläuf zunächst ein wenig zurückgehalten und
das Rennen hervorragend eingeteilt“, lobte der Brite.

In einem spannenden Endspurt behauptete sich Vanessa’s Sue nach Kampf mit einem
Hals gegen die von Sascha Smrczek (Düsseldorf) für Ulrich Zerrath (Recklinghausen)
trainierte Vodka Lady (63:10) mit Jockey Alexander Pietsch (Köln). Rang drei ging –
einen weiteren kurzen Kopf dahinter – an La Sabara, trainiert von Andreas Wöhler und
geritten von Jozef Bojko (beide Gütersloh). Erst das Zielfoto brachte Klarheit über Platz
zwei und drei.

Nach dem Premierensieg von Vanessa’s Sue war die Begeisterung nicht nur beim
Trainer, sondern auch beim Besitzer und seinem Anhang groß. Emil Albrecht, der
mit seiner Frau Waltraud sowie seinen Söhnen Christian und Jens zum Raffelberg
gekommen war, schwärmte: „Wir sind sehr zufrieden. Bruce Hellier hat die Stute optimal
vorbereitet und wenn man so einen Spitzenmann wie Terence Hellier als Jockey
verpflichten kann, ist man als Besitzer beruhigt. Dass es in einem solch guten Feld für
uns aber so gut laufen würde, hatte ich zwar gehofft, aber nicht unbedingt erwartet“,
so der Süddeutsche, dem ein Landwirtschaftsbetrieb (Getreidebau) gehört.

Einig waren sich Trainer und Besitzer über die weiteren Pläne mit Vanessa’s Sue, die bei
ihrem Triumph in Mülheim 3.000 Euro für Emil Albrecht verdiente. „Das war ihr letzter
Start in diesem Jahr. Sie ist noch nicht ganz ausgewachsen und soll sich nun in der
Winterpause in Ruhe entwickeln“, so Bruce Hellier.

Groß war der Andrang bei der Siegerehrung zum Araber-Rennen, dotiert mit 2.500 Euro.
Eine Delegation aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ließ es sich nicht nehmen,
dem siegreichen Besitzer Huub Otermans aus den Niederlanden und dem belgischen
Jockey Koen Clijmans für ihren Erfolg mit dem fünfjährigen Araberhengst Phraseur Kossack
(34:10) zu gratulieren. Das Rennen über die 1.600 Meter-Distanz gehört zu einer europäischen Serie,
die von einem Sponsor aus dem Nahen Osten ins Leben gerufen wurde. Daher war unter anderem
Botschaftsvertreter Yasser Al Shimali aus Bonn an den Raffelberg gereist.

„Das ist der Hammer“, lautete das Fazit des Düsseldorfer Besitzers Harry Blome nach dem
Erfolg seines Hengstes Beltani in einem mit 3.400 Euro dotierten Rennen (1.600 Meter)
unter Jockey André Best (Sassenberg). „Denn eigentlich sollte Beltani in diesem Rennen
nur Erfahrung sammeln. Es hat sich dann während des Rennens aber so ergeben, dass Beltani
das Rennen von vorne gelaufen und sogar gewonnen hat.“

Platz zwei ging an die von Norman Richter (Everswinkel) gerittene My Little Sun aus dem
Trainingsquartier von Bruce Hellier, Dritter wurde Notaio unter Jockey Terence Hellier. Trainer
ist Wilfried Kujath (Frankfurt). Bei seinem ersten Start nach einem Trainingsunfall reichte
es für den am Raffelberg von Julia Römich trainierten Balinus, geritten vom Belgier Stephen
Hellyn, „nur“ zu Rang sieben. „Er war übereifrig und unterwegs kaum zu dosieren. Es fehlt
ihm noch die Kraft“, analysierte Römich, die mit Balinus erstmals in ihrer noch jungen Trainer-
Laufbahn einen Galopper auf einer deutschen Bahn an den Start brachte.

Der Umsatz nach sieben Rennen am Raffelberg betrug 113.122 Euro, der Anteil der Außenwetten
66.836 Euro.

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