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RWE-Trainer Fascher: „Ein steiniger Weg“

MSPW berichtet im kicker-Sportmagazin.

Zwei Spiele, kein Tor, kein Punkt. „Ein Einstand nach Maß sieht anders aus“, brachte es der neue RWE-Trainer Marc Fascher nach der Derbypleite (0:2) gegen eine stark aufspielende Schalker U 23 auf den Punkt. Trotzdem war der 45-Jährige bemüht, die positiven Aspekte seiner missglückten Heimpremiere in den Vordergrund zu stellen. „Wir wollten kompakt stehen, haben bis zum Rückstand auch sehr diszipliniert gespielt und nur wenig zugelassen“, so Fascher, der gegenüber dem 0:1 in Wattenscheid auf eine leicht veränderte Grundordnung mit drei eher defensiv ausgerichteten Mittelfeldspielern gesetzt hatte. Damit hielten die Essener die Gäste zwar über weite Strecken des Spiels einigermaßen in Schach, blieben dafür aber selbst in der Offensive erneut ohne jede Durchschlagskraft.

„Die Jungs sind bemüht, der kämpferische Einsatz hat gestimmt. Gegen eine so gut ausgebildete und funktionierende Schalker Mannschaft tut sich aber jeder Gegner schwer“, nahm auch Sportvorstand Dr. Uwe Harttgen im kicker-Gespräch die RWE-Spieler in Schutz, vergaß aber nicht die Defizite: „Marcel Platzek ist im Moment im Angriff zu sehr auf sich alleine gestellt, benötigt mehr Unterstützung.“

Bei nur noch acht Punkten Vorsprung vor der Gefahrenzone nehmen die Essener das Wort „Abstiegskampf“ zwar noch nicht in den Mund, wiegen sich aber auch nicht in Sicherheit. „Wir machen eine schwierige Phase durch, schauen auch mit einem Auge nach unten“, formuliert Harttgen, während Fascher von einem „steinigen Weg“ spricht und jetzt darauf hofft, dass ausgerechnet am Sonntag bei Spitzenreiter Fortuna Köln der Knoten platzt.

Dass der neue Trainer dabei auch schnell Konsequenzen ziehen kann, bekamen einige Spieler schon zur spüren. Trotz des Ausfalls von Benjamin Wingerter (Gelb-Rot) fand sich Kapitän Markus Heppke gegen seinen Ex-Club auf der Bank wieder. Konstantin Fring trug erstmals die Spielführerbinde.

Rundum gelungen war der Auftritt der Schalker, die erstmals an der Hafenstraße siegten. Die wegen einiger Profi-Abstellungen neuformierte Hintermannschaft um Boné Uaferro, der sich nach langer Verletzungspause gleich wieder in Bestform präsentiert, ließ so gut wie nichts anbrennen. Dank ihrer Ballsicherheit wirkten die Gäste von Beginn an reifer – und nutzten in der Schlussphase durch Robert Leipertz (Saisontore 15 und 16) auch eiskalt ihre Chancen, wobei Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah bei der Vorarbeit zum 1:0 seine ganze Klasse ausspielte.

Zusätzlicher Grund zur Freude: Am Rande des Derbys stellte Nachwuchsdirektor Oliver Ruhnert gegenüber dem kicker klar, dass Schalke trotz des DFL-Beschlusses auch in der nächsten Saison in der Regionalliga an den Start gehen wird. In der kommenden Woche sind Vertragsgespräche mit dem erfolgreichen Trainer Bernhard Trares geplant.

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