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RW Essen: Uerdingen-Fans halten Polizei in Atem

182 Platzverweise und 18 Ermittlungsverfahren durch die Beamten.

Viel zu tun hatte die Polizei rund um das Regionalliga West-Spiel zwischen Rot-Weiss Essen und dem KFC Uerdingen 05 (5:0). Gewaltbereite Anhänger der Krefelder sorgten während der An- und Abreise für zahlreiche Ausschreitungen.

Hier der Einsatzbericht der Polizei im Wortlaut:

„Zu erheblichen Straftaten kam es bei der An- und Abreise von gewalttätigen Fußballfans anlässlich der Spielbegegnung der  Regionalliga West zwischen Rot Weiss Essen und dem KFC Uerdingen 05 (5:0).

Einsatzkräfte der Bundespolizei begleiteten gegen 16.50 Uhr rund 160 Uerdinger Fans vom Krefelder Hauptbahnhof in Richtung Essen. Unter diesen befanden sich sowohl österreichische (Graz) als auch niederländische  (Venlo) Risikofans. Während der Zugfahrt wurden die  Einsatzkräfte durch einen Fan beleidigt. Als daraufhin die Identität  des Mannes beim Umstieg im Duisburger Hauptbahnhof festgestellt  werden sollte, solidarisierten sich sofort weitere Fans gegen die  Bundespolizisten und griffen diese mit Glasflaschen und anderen Gegenständen an. Hierdurch wurden zwei Bundespolizisten durch Wurfgeschosse am Kopf verletzt. Die Angriffe wurden daraufhin durch den Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray abgewehrt.

Nachdem die Fußballfans einen Regionalexpress in Richtung Essen nutzten, betätigte ein unbekannter Tatverdächtiger die Notbremse. Hierdurch verzögerte sich die Weiterfahrt um circa 40 Minuten. Im Zug entluden sich weitere Aggressionen gegen die Bundespolizei. Ein männlicher Fan forderte dabei andere Fans auf, gewaltsam gegen die Einsatzkräfte im Zug vorzugehen.

Nachdem der Zug im Mülheimer Hauptbahnhof stoppte, verließ eine Gruppe von 55 Fans, welche zuvor an den Ausschreitungen beteiligt  waren, den Zug und nutzten die S-Bahn 1. Dabei wurden sie durch Bundespolizisten begleitet.

Auf Grund der erheblichen Ausschreitungen wurde im Essener Hauptbahnhof von 55 Risikofans die Identität festgestellt. Hierbei wurde die Bundespolizei durch Einsatzkräfte der Essener Polizei  unterstützt. Während der Maßnahmen wurde aus den Reihen der wartenden Fans erneut Glasflaschen auf die Einsatzkräfte geworfen. Ein  Tatverdächtiger konnte dabei festgenommen werden.

Gegen 21.50 Uhr begann die Abreisephase. Auch hier kam es durch Uerdinger Problemfans erneut zu Gewalt, als diese einen Hundeführer der Bundespolizei attackierten. Nur durch die Unterstützung weiterer Hundeführer sowie den Einsatz von Pfefferspray, Schlagstock und drei Diensthunden gelang es den Beamten, diese Angriffe abzuwehren.

Auf dem Bahnsteig suchten weitere Problemfans die Konfrontation mit  Abreisenden Essener Fans. Hierzu durchquerten sie die Gleisanlagen, um auf den gegenüberliegenden Bahnsteig zu gelangen. Daraufhin wurden die betroffenen Gleise für den Zugverkehr gesperrt. Erneut musste die  Bundespolizei Schlagstock und Pfefferspray einsetzen, um die  Uerdinger Fans aus den Gleisanlagen zu drängen. Hierbei wurde ein Bundespolizist mit einem Fußtritt angegriffen und fiel vom Bahnsteig in die Gleisanlagen. Dabei verletzte er sich leicht.

Ein 52-jähriger Krefelder, der sich an den Auseinandersetzungen beteiligt hatte und die Einsatzkräfte tätlich anging, ging bei seinem Angriff zu Boden. Auf Grund seiner Kopfverletzungen musste er in eine Essener Klinik eingeliefert werden. Da sich mittlerweile auch Essener Problemfans an den Auseinandersetzungen beteiligten und immer wieder die Konfrontation suchten, mussten die Einsatzkräfte auch gegen diese vorgehen und sie immer wieder mit Pfefferspray und Schlagstöcken zurückdrängen.

Erst gegen 22.22 Uhr konnten die 160 Gastfans mit einem Regionalexpress in Richtung Duisburg begleitet werden. Gegen 0.00 Uhr wurde der Krefelder Hauptbahnhof erreicht.

Insgesamt führte die Bundespolizei 85 Identitätsfeststellungen durch, erteilte 182 Platzverweise und leitete 18 Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung, Missbrauch von Nothilfeeinrichtungen (Notbremse), Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung, Widerstand und  Landfriedensbruch ein. Es konnten Videoaufzeichnungen von den  gewalttätigen Auseinandersetzungen gesichert werden.“

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